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Gefahrenzone Thriller von Clancy, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Gefahrenzone

Jack Ryan riskiert alles - noch nie war der Einsatz so hoch Wieder einmal legt Bestsellerautor Tom Clancy eine mitreißende Story vor, die schon morgen Wirklichkeit werden könnte: Interne politische und wirtschaftliche Kämpfe sorgen in China dafür, dass die Führung des Landes immer mehr an Einfluss verliert. Um die eigene Macht zu untermauern, soll ein lang gehegter Wunsch in die Tat umgesetzt werden: sich Taiwan mittels eines Militärschlags einzuverleiben. Doch die Insel steht unter dem Schutz der Vereinigten Staaten. Für Präsident Jack Ryan ist die Stunde der großen Entscheidung gekommen. Wie kann er den Krieg der Supermächte verhindern? Für die verdeckt agierenden Kämpfer der Geheimorganisation "Campus" ist der Krieg gegen die Feinde Amerikas nie ausgefochten. Diesmal sind Jack Ryan junior und seine Kameraden in unmittelbarer Gefahr: Die Existenz des "Campus" wurde aufgedeckt, und da ist der Weg zu seiner Zerstörung nicht weit. Gleichzeitig hat Jack Ryan senior als amtierender US-Präsident alle Hände voll zu tun. Die politische Balance in China ist nach desaströsen Wirtschaftsentwicklungen gehörig ins Wanken geraten. Aus Gründen der Machterhaltung verlagern die Regierenden die Aufmerksamkeit nach außen und überfallen Taiwan, ein Land, auf das China Anspruch erhebt, das aber den Schutz der USA genießt. Jetzt stehen sich zwei Supermächte gegenüber, und Jack Ryan sieht sich gezwungen, seinen einzigen Joker auszuspielen. Aber so wie es aussieht, wird bereits ein weltumspannender Krieg toben, bevor er den "Campus" effektiv einsetzen kann. Denn im Cyberspace hat der Krieg längst begonnen... Tom Clancy, der Meister des Technothrillers, stand seit seinem Erstling Jagd auf Roter Oktober mit all seinen Romanen an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Er starb im Oktober 2013.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 864
    Erscheinungsdatum: 13.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641123369
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 43812
    Originaltitel: Threat Vector
    Größe: 5988 kBytes
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Gefahrenzone

2

D er Mann, den die Amerikaner intern "Zielperson eins" getauft hatten, saß an seinem gewohnten Bistrotisch im Straßencafé vor dem Hotel May im Mimar--Hayrettin-Viertel. Bei schönem Wetter kam er an den meisten Abenden hierher, um ein oder zwei Raki zu trinken, die er mit eiskaltem Wasser vermischte. An diesem Abend regnete es zwar in Strömen, aber das lange Segeltuchdach über den Tischen auf dem Trottoir hielt ihn -trocken.

Trotzdem hatten nur wenige Gäste einen Platz im Freien gewählt. Einige Paare gönnten sich noch ein Getränk und rauchten eine Zigarette, bevor sie auf ihre Hotelzimmer zurückkehren oder ein anderes Lokal irgendwo in der Altstadt aufsuchen würden.

Zielperson eins war sein abendliches Glas Raki zur lieben Gewohnheit geworden. Das milchig weiße Anisgetränk, ein doppelt gebrannter Tresterschnaps, wies immerhin einen Alkoholgehalt von 40 bis 50 Volumenprozent auf und war deshalb in seinem Heimatland Libyen und anderen islamischen Staaten, die nicht der liberaleren hanafi-tischen Rechtsschule folgten, streng verboten. Allerdings war der ehemalige JSO-Spion auch zuvor schon "gezwungen" gewesen, bei Auslandseinsätzen aus Tarnungsgründen gelegentlich alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Nach seiner Flucht hatte er sich jetzt jedoch daran gewöhnt, die ständige nervliche Anspannung durch den Genuss des einen oder anderen Raki zu lindern. Manchmal benutzte er diesen sogar als eine Art Schlafmittel, obwohl auch die liberale Hanafi-Schule jede Form von tatsäch-licher Trunkenheit strikt ablehnte.

Nur wenige Fahrzeuge rumpelten keine vier Meter von seinem Tisch entfernt über das Kopfsteinpflaster. Dies war keine Durchgangsstraße. Selbst an schönen Wochenend-abenden mit klarem Himmel herrschte hier kaum Verkehr. Auf den Gehsteigen gab es jedoch etwas mehr Betrieb. Zielperson eins betrachtete mit Wohlgefallen die attraktiven Istanbuler Frauen, die unter ihren Schirmen an ihm vorbeihasteten. Der gelegentliche Anblick der nackten Beine einer sexuell anziehenden Frau verband sich jetzt mit dem wohligen leichten Rauschgefühl des Alkohols und sorgte dafür, dass der Libyer diesen Aufenthalt in seinem gewohnten Straßencafé selbst an diesem regnerischen Abend ausgesprochen genoss.

U m einundzwanzig Uhr lenkte Sam Driscoll seinen Fiat Linea ruhig und umsichtig durch den abendlichen Verkehr, der aus den Außenbezirken in die Istanbuler Altstadt strömte.

Die Lichter der Stadt spiegelten sich in der nassen Windschutzscheibe. Je weiter er in das Straßengewirr der Altstadt vordrang, desto schwächer wurde der Verkehr. An einer roten Ampel schaute der Amerikaner kurz auf das GPS-Gerät, das er mit einem Klettverschluss an das Armaturenbrett geheftet hatte. Nachdem er sich über die Entfernung zu seiner Zielperson vergewissert hatte, griff er zum Beifahrersitz hinüber und packte seinen Motorradhelm. Als die Ampel auf Grün schaltete, rollte er ganz langsam den Nacken, um sich zu entspannen, zog sich den Sturzhelm über den Kopf und schloss dessen Visier.

Beim Gedanken, was gleich passieren würde, zuckte er unwillkürlich zusammen. Obwohl ihm das Herz bis zum Hals pochte und fast jede Synapse seines Gehirns in der Konzentration auf die bevorstehende Operation feuerte, fand er doch noch den inneren Abstand, den Kopf zu schütteln und etwas vor sich hin zu murmeln.

Er hatte in seiner Zeit als Soldat und Außenagent eine Menge hässlicher Dinge erledigen müssen, aber so etwas wie jetzt hatte doch noch nicht dazugehört.

"Gleich werde ich zu einer gottverdammten Fliegenklatsche."

A ls der Libyer zum ersten Mal an seinem zweiten Raki nippte,

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