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Grüne Wasser sind tief Roman von Schneider, Ulla (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.12.2012
  • Verlag: hey! publishing
eBook (ePUB)
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Grüne Wasser sind tief

Mord oder Selbstmord? Kommissar Plate aus Lüdenscheid steht vor einem Rätsel, als am Staudamm die Leiche eines reichen Unternehmers gefunden wird. Er holt sich Unterstützung bei der couragierten Ärztin Leo Piepenstock, deren Schwiegervater den Toten kannte. Das Ermittlerduo stößt nicht nur auf eine verlassene Ehefrau, sondern auch auf eine Geliebte, deren ungeborenes Kind nun das gesamte Familienvermögen erben wird. Doch dann geschieht ein zweiter Mord, wieder an einem Top-Manager, und Leo Piepenstock glaubt, dass es nicht bei den beiden Todesfällen bleiben wird ... Ulla Schneider, geboren 1951 in Lüdenscheid, war in Dortmund als Redakteurin bei einer Tageszeitung tätig. Nach einem einjährigen Aufenthalt in Südamerika studierte sie Kunst und Deutsch und arbeitete anschließend unter anderem als Museumspädagogin, Dozentin für Deutsch und als Kunsterzieherin. Seit einigen Jahren arbeitet sie wieder häufiger als Journalistin für Magazine und Tageszeitungen. Sie hat einen Sohn und wohnt in Münster. (c) Foto: Privat

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 277
    Erscheinungsdatum: 13.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942822145
    Verlag: hey! publishing
    Größe: 467 kBytes
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Grüne Wasser sind tief

2

Als Leo die Haustür aufschloss, hörte sie ein lautes Gepolter aus der Küche. Erschrocken blieb sie im Flur stehen. Dann sprang Schakal mit einem Hechtsprung an ihr hoch. Im gleichen Moment fiel ihr ein, was den Lärm verursacht hatte. Sie hatte heute Morgen drei Plastikschüsseln auf dem Küchentisch verteilt, um ihrem Hund endlich seinen Lieblingsplatz zu verleiden. Offensichtlich war ihr das nicht gelungen. Sie seufzte und hängte den hässlichen blauen Anorak in die dunkelste Ecke der Garderobe.

Dann hob sie die Schüsseln vom Küchenboden auf und stellte sie in die Spüle. Sie musste sich wohl eine andere Methode der Vertreibung ausdenken. Im Wohnzimmer warf sie einen Blick auf den Anrufbeantworter und drückte auf den Wiedergabeknopf. Die leicht verzerrte Stimme von Hauptkommissar Plate drang in den Raum. Er bat um sofortigen Rückruf, und es klang nicht so, als wolle er sie zum Kaffeetrinken einladen. Leo sah auf die Uhr. Es war kurz vor acht, und wahrscheinlich war der Kommissar nicht mehr in seinem Büro. Trotzdem wählte sie ohne zu zögern seine Nummer, die sie, wie ihr erst dann auffiel, immer noch auswendig wusste.

"Schön, dass Sie zurückrufen", sagte der Kommissar, und Leo spürte bereits in diesen nichtssagenden Worten eine Anspannung in seiner Stimme. "Ich weiß nicht, ob Sie es schon aus den Medien wissen ... Wir haben an der Fürwigge einen Toten gefunden." Er machte eine Pause und wartete offenbar auf ihre Antwort.

"Ich habe den Bericht im Fernsehen gesehen", sagte Leo schnell und zögerte einen Moment, ehe sie hinzufügte: "Es war also kein Selbstmord?"

"Wir sind noch nicht sicher. Es gibt aber einige Spuren auf der Brücke, die darauf schließen lassen, dass der Mann gewaltsam hinuntergestürzt wurde. Auf jeden Fall hat er Wasser in der Lunge – und das bedeutet, dass er noch gelebt hat, als er unten im Überlaufbecken aufschlug."

"Haben Sie ihn denn identifizieren können?"

"Ja. Und das ist auch der eigentliche Grund meines Anrufes. Ich möchte Sie bitten, so schnell wie möglich nach Lüdenscheid zu kommen. Wir brauchen einige Informationen, und ich bin sicher, dass Sie uns weiterhelfen können."

"Wer ist der Tote?"

"Ludwig Coller, der Unternehmer. Ich gehe davon aus, dass Sie ihn kennen." Der Hauptkommissar machte erneut eine Pause und wartete auf Leos Reaktion. Tatsächlich war Leo zunächst so verblüfft, dass sie nichts sagen konnte. Ludwig Coller, der Mann, mit dem Dore Coller seit Jahren verheiratet war, und Leiter der Coller-Werke, des größten Unternehmens in Lüdenscheid. Sie hatte ihn noch vor zwei Tagen gesehen, am Abend der Ausstellungseröffnung. War er an diesem Abend ermordet worden? Es musste so sein – der Bericht war schon am nächsten Morgen ausgestrahlt worden.

"Frau Doktor Piepenstock, sind Sie noch da?"

"Ja, natürlich, entschuldigen Sie, aber ... ich habe Ludwig Coller neulich noch gesehen ... Er war in der Galerie im alten Rathaus, es muss der Abend gewesen sein, an dem er ... gestorben ist."

"Genau darüber möchte ich mich mit Ihnen unterhalten. Und noch über einige andere Dinge. Es tut mir leid, wenn ich jetzt so kurz angebunden bin ... Können Sie morgen Vormittag ins Polizeipräsidium kommen?"

Leo würde zwei Behandlungstermine absagen müssen. Aber der Besuch beim Kommissar ging vor. Sie versprach zu kom

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