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Grablichter Pia Korittkis vierter Fall von Almstädt, Eva (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
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Grablichter

Ein tödlicher Reitunfall, der keiner war; ein Skelett ohne Kopf - und rätselhafte Grablichter. Ein Fall für Pia Korittki

Bei Probebohrungen für die geplante Umgehungsstraße stößt man auf ein Skelett ohne Kopf. Im Dorf scheint niemand den Toten zu kennen, der mehr als ein Vierteljahrhundert in seinem flachen Erdgrab ruhte. Dann stellt sich der tödliche Reitunfall einer Journalistin im nahe gelegenen Wald als heimtückisch geplanter Mord heraus. Kommissarin Pia Korittki und ihr Team ermitteln mal wieder auf dem Land ...

Ein neuer Fall für Kommissarin Pia Korittki - Der vierte Band der erfolgreichen Krimi-Reihe von Bestsellerautorin Eva Almstädt!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838700274
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Pia Korittki Bd.4
    Größe: 2499kBytes
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Grablichter

19. Kapitel (S. 194-195)

Als sie ihre Wohnungstür aufschloss, nahm Pia sich vor, die Gedanken über den Mord an Lisanne Olsen aus ihrem Kopf zu verbannen, wenigstens für ein paar Stunden. Sie schmiss ihre Jacke über einen Stuhl und fiel Hinnerk in die Arme, der aus der Küche in das Halbdunkel des kleinen Flures trat. "Hey, schön, dass du da bist! Das war vielleicht ein Tag", sagte sie nach einem ausgiebigen Kuss. Er strich ihr das Haar aus dem Gesicht und musterte sie. "Das sieht man. Möchtest du was trinken?

Zu Essen ist nämlich nichts mehr da. Ich bin schon eine halbe Stunde hier und habe gerade den Rest Salzstangen aufgegessen, den ich im Schrank gefunden habe." "Wie waren die?" "Bisschen weich." Pia schüttelte sich. "Die waren noch vom letzten Silvester, fürchte ich", sagte sie und streifte die Stiefel von ihren Füßen. "Ich bin ziemlich hungrig, und im Kühlschrank ist nur noch dein obligatorischer Tomatensaft, Pia. Irgendwie müssen wir uns etwas Essbares organisieren. Hast du eine Idee?"

Sie spürte einen Anflug von schlechtem Gewissen, weil sie ihn nach seiner Arbeit hergelockt hatte, ohne sich über das Essen irgendwelche Gedanken gemacht zu haben. "Chinesisch?", fragte sie hoffnungsvoll. Das war bei ihr des Öfteren die letzte Rettung, und gar nicht weit von ihrer Wohnung konnte man sich etwas Gutes holen. "Ich habe befürchtet, dass du das sagen würdest. Manchmal weiß ich nicht, weshalb ich mich überhaupt noch darauf einlasse, zu dir zu kommen", sagte er, doch sein spöttisches Lächeln milderte seine Worte ab.

"Weil Moritz bei dir durch die Wohnung schleicht und du meine Gesellschaft seiner Nörglerei vorziehst." Und du weißt noch nicht, dass ich bisher noch keinen Urlaub eingereicht habe, setzte sie im Stillen hinzu. Doch bevor sie nicht beide etwas im Magen hatten, waren Diskussionen sowieso zwecklos. Eine gute halbe Stunde später saßen sie im Schneidersitz auf dem Sofa, ein Tablett mit Pappschalen vom China-Imbiss zwischen sich. Hinnerk trank Bier, Pia hatte eine selbst gemixte Bloody Mary neben sich auf dem Fußboden stehen.

Der Mond war gerade aufgegangen und zeigte sich als überdimensionale orangefarbene Scheibe über den Dächern von Lübeck. Im Wetterbericht hatten sie für die Nacht Temperaturen weit unter null angesagt. Das bedeutete, dass es in Pias Schlafzimmer unter der Dachschräge eiskalt werden würde, selbst wenn der Gasofen im Wohnzimmer auf Hochtouren lief und alle Türen offen standen. "Du bleibst doch heute hier?", fragte sie darum nicht ganz uneigennützig, als sie die letzte Schale ausgekratzt hatte.

Sie trank noch ein paar Schlucke. Die Schärfe trieb ihr die Tränen in die Augen. Aber es fühlte sich gut an: Langsam entspannte sie sich. Pia rutschte ein Stückchen näher an Hinnerk heran und strich ihm über den Rücken. An seiner Haltung, der Spannung seiner Muskeln unter seinem T-Shirt, spürte sie, dass er es ihr nicht leicht machen wollte. Das Ultimatum lief heute ab, und sie hatte sich noch nicht entschieden, was den gemeinsamen Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr betraf. "Du hast gestern am Telefon besorgt geklungen", sagte Hinnerk unvermittelt. "Wegen des Überfalls auf unseren Zeugen. Ja, er ist übel zugerichtet worden." "Wer ist der Typ?" "Der Freund der Ermordeten."

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