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Hamish Macbeth und das tote Flittchen Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 30.11.2018 per Download lieferbar

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Hamish Macbeth und das tote Flittchen

Maggie Baird verdankt ihr Vermögen einem Leben als Mätresse reicher Männer - und einem guten Händchen für Investitionen. Nun kommt sie als Frau mittleren Alters, dick und in Tweed gehüllt, ins schottische Lochdubh, wo sie ein luxuriöses Cottage besitzt. Auf Maggies Einladung hin ziehen bald weitere Gäste ein: ihre Nichte und vier frühere Liebhaber, allesamt in Geldnöten. Als Maggie auf mysteriöse Weise stirbt, hat Lochdubhs Dorfpolizist Hamish Macbeth genau diese fünf Hausgäste im Verdacht, nachgeholfen zu haben. Und Hamish wäre nicht Hamish, wenn er einen Mörder einfach so entwischen ließe, mag dieser auch noch so ausgefuchst sein ...

M. C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen um den schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth und die englische Detektivin Agatha Raisin feiert sie bis heute große Erfolge in über 17 Ländern. M. C. Beaton lebt abwechselnd in Paris und in den Cotswolds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 223
    Erscheinungsdatum: 30.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732561483
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Hamish Macbeth .5
    Originaltitel: Death of a Hussy
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Hamish Macbeth und das tote Flittchen

Erstes Kapitel

Wo die Highlands ländlich grün,
rosig der alten Männer Wangen glühn,
und der holden jungen Maid
ruhiger Blick auf Heide weilt.

R. L. STEVENSON

"Du solltest eigentlich wissen, dass man sich in den Highlands zum Dinner gut anzieht." Maggie Baird rückte auf dem Fahrersitz hin und her und ließ schaurig die Kupplung kreischen.

Neben ihr auf dem Beifahrersitz des klapprigen Renault 5 saß ihre unglücklich schweigende Nichte Alison Kerr. Ihre Tante Maggie hatte sich bereits endlos über Alisons schäbigen Aufzug ausgelassen, bevor sie aus dem Haus gegangen waren. Alison hatte versucht, ihr zu erklären, dass sie sich das Haar gewaschen und möglicherweise sogar ein neues Kleid gekauft hätte, wäre ihr früher von der Dinner-Einladung nach Tommel Castle erzählt worden. Nun war ihr schwarzes Haar schlaff und strähnig, und sie trug einen schlichten blauen Rock zu einer weißen Bluse.

Während Maggie Baird ihren Wagen gen Tommel Castle trieb - wobei sie ohne ersichtlichen Grund die Gangschaltung malträtierte und immer wieder auf die Bremse stampfte -, hockte Alison stumm da und grübelte über ihr Pech nach.

Dabei schien sich neue Hoffnung in ihrem Leben aufzutun, als Maggie Baird, die Schwester ihrer Mutter, in dem Krankenhaus in Bristol aufgetaucht war, wo Alison sich von ihrem Lungenkrebs erholt hatte. Alisons Eltern waren beide tot, und zu Lebzeiten hatten sie kaum über diese Verwandte gesprochen, außer: "Wir reden nicht über sie, Liebes, und wollen nichts mit ihr zu schaffen haben."

Als sie glaubte, sterben zu müssen, hatte Alison dann doch an Maggie geschrieben. Schließlich war sie allem Anschein nach ihre einzige noch lebende Verwandte, und es musste zumindest jemand Alisons Beerdigung arrangieren. Daraufhin war Maggie in den Aufenthaltsraum für Patienten gerauscht gekommen, hatte eine Menge mütterliche Wärme ausgestrahlt und verkündet, Alison mit in ihr neues Heim in den Highlands zu nehmen, wo sie in Ruhe genesen könnte.

So wurde Alison in Maggies großzügigen Bungalow mit Meerblick in den Hügeln außerhalb des Dorfes Lochdubh in Sutherland verfrachtet, das im äußersten Norden Schottlands lag. In Wahrheit war der sogenannte "Bungalow" ein eineinhalbgeschossiges Gebäude.

Die erste Woche war angenehm gewesen. Das Haus war mit unzähligen dicken Teppichen ausgelegt, überheizt und mit zu vielen Möbeln vollgestellt. Doch es gab eine fleißige Haushälterin - in früheren Zeiten hätte man wohl von einem "Mädchen für alles" gesprochen -, die täglich aus dem Dorf heraufkam, um zu putzen und zu kochen. Diese Perle hieß Mrs. Todd, und obwohl Alison einunddreißig Jahre alt war, behandelte Mrs. Todd sie wie ein kleines Mädchen und backte ihr besondere Kuchen zum Nachmittagstee.

In der zweiten Woche wollte Alison nur noch fliehen. Maggie war häufig zum Einkaufen im Dorf, nahm sie jedoch nie mit. Ihre mütterliche Wärme war vollständig verflogen und einer nörgelnden Gehässigkeit gewichen. Alison, die sich, knapp dem Tod entronnen, noch schwach, benommen und wehrlos fühlte, konnte sich nicht gegen ihre Tante behaupten und ertrug die zunehmenden Kränkungen finster schweigend.

Dann kam die Dinner-Einladung der Halburton-Smythes, hiesiger Grundbesitzer, die jenseits des Dorfes auf Tommel Castle lebten, und Maggie hatte Alison erst in allerletzter Minute davon erzählt. Daher das strähnige Haar und die schlichte Kleidung.

Maggie brachte die Kupplung abermals zum Kreischen, als sie den steilen Hügel hinauffuhren. Alison verzog das Gesicht. So ging man nicht mit einem Auto um! Könnte sie doch selbst fahren! Oh, hinauf und über die Berge zu flitzen, frei zu sein anstatt eingekerkert in Maggies überheiztem Bungalow! Natürlich hätte Alison einfach weggehen und sich irgendwo einen Job suchen können, aber die Ärzte hatten ihr empfohlen, es noch mindestens ein halbes Jahr ruhig anzugehen, und irgendwie fühlte sie sich zu kraftlos,

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