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Herzsammler Kriminalroman von Ahnhem, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.07.2015
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Herzsammler

Stockholm, Metropole des Nordens. Fabian Risk wollte eigentlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Doch dann taucht die brutal zugerichtete Leiche des Justizministers auf, und Risk wird um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Es bleibt nicht bei einem Opfer. Die einzige Verbindung zwischen den Toten: Jedem wurde ein Organ geraubt. Als ein Verdächtiger Selbstmord begeht, glauben Risks Kollegen, den Fall gelöst zu haben. Nur Risk hat Zweifel. Er hat eine Vermutung, was eigentlich hinter alldem steckt. Und er ahnt, dass der Mörder mit seinem Rachefeldzug noch lange nicht fertig ist ...
Herzsammler ist der zweite Teil der Fabian-Risk-Serie und erzählt die spannende Vorgeschichte zu dem großen Spiegel-Bestseller Und morgen du .

Stefan Ahnhem ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und preisgekrönt. Mit seinem Debüt Und morgen du schaffte er auf Anhieb den Sprung auf die Bestsellerliste. Bevor Ahnhem begann, selbst Krimis zu schreiben, verfasste er Drehbücher unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Stockholm.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 10.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843711562
    Verlag: Ullstein
    Serie: Fabian Risk 2
    Größe: 1692 kBytes
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Herzsammler

Kapitel 1

Vor zwei Tagen.

Sofie Leander saß im Warteraum der Ultraschallabteilung im Söderkrankenhaus und blätterte in einem zerlesenen Exemplar der Zeitschrift "Wir Eltern", in der auf einer Doppelseite nach der anderen schöne, glückliche Paare abgebildet waren. Sie wollte nichts lieber, als zu ihnen zu gehören, aber nach all den wirkungslosen Behandlungen mit Clomifen bezweifelte sie allmählich, dass sie ihre Amenorrhö jemals loswerden würde. Dies war ihre allerletzte Chance. Falls sich herausstellte, dass das Medikament auch diesmal nichts genützt hatte, blieb ihr nichts anderes übrig als aufzugeben.

Ihr Mann hatte das längst getan. Obwohl er versprochen hatte, für sie da zu sein, wenn sie ihn brauchte. Sie schaltete ihr Handy ein und las seine Nachricht noch einmal. Bin verhindert und schaffe es leider nicht. Als ginge es darum, auf dem Heimweg einen Liter Milch zu kaufen. Nicht einmal ein "Viel Glück" hatte er sich abgerungen.

Sie hatte gehofft, der Umzug nach Schweden vor drei Jahren würde das Feuer wieder anheizen. Schließlich hatte er sogar ihren Nachnamen angenommen. Damals hatte sie das als Liebeserklärung aufgefasst. Ein Beweis dafür, dass sie zusammengehörten, was auch immer passierte. Nun war sie sich nicht mehr so sicher, und sie wurde das Gefühl nicht los, dass sie sich immer weiter voneinander entfernten. Sie hatte versucht, mit ihm darüber zu reden, aber er mimte den Ahnungslosen und beteuerte ihr hartnäckig seine Liebe. Doch sie merkte es an seinem Blick. Oder vielmehr daran, wie er ihrem auswich.

Er, der ihr einmal das Leben gerettet hatte, war nun plötzlich verhindert und sah kaum noch in ihre Richtung. Am liebsten hätte sie ihn angerufen und zur Rede gestellt, ihn gefragt, ob er sie noch liebte. Oder ob er eine andere kennengelernt hatte. Aber sie traute sich nicht. Außerdem war sie überzeugt, dass er ohnehin nicht antworten würde. Das tat er während der Arbeit fast nie, und vor allem nicht mitten in einem neuen Projekt. Nein, ihre einzige Chance war ein positiver Bescheid von der Ärztin. Wenn sie den bekam, würde bestimmt alles wieder gut werden. Dann könnte sie ihm dieses Kind schenken, und er würde merken, wie sehr er sie in Wirklichkeit liebte.

"Sofie Leander", hörte sie eine Stimme rufen. Sofie folgte der Hebamme durch den Flur zu einem kleinen Untersuchungszimmer mit heruntergelassenen Rollos, einem großen computerartigen Apparat und einem Krankenbett.

"Sie können Ihren Mantel dort aufhängen und sich hinlegen. Frau Doktor kommt gleich."

Sofie nickte und zog sich, während die Hebamme den Raum verließ, die Stiefel aus. Als sie auf dem Bett lag, zog sie die Bluse aus dem Bund, knöpfte ihre Hose auf und beschloss, ihren Mann trotzdem anzurufen und zu fragen, was denn so wichtig sei, dass er ihr keine Gesellschaft leisten könne. Sie hatte aber gerade erst nach ihrer Handtasche gegriffen, als die Tür aufging und die Ärztin reinkam.

"Sind Sie Sofie Leander?"

Sofie nickte.

"Gut, dann wollen wir mal sehen ... Legen Sie sich zunächst mit dem Rücken zu mir auf die Seite."

Sofie tat, was sie sagte, und hörte die Ärztin eine Art Plastikverpackung öffnen. Irgendwas an der Situation kam ihr merkwürdig vor.

"Also, ich bin hier, damit meine Eierstöcke untersucht werden."

"Unbedingt. Wir müssen nur erst das hier regeln." Die Ärztin drückte auf den einzelnen Wirbeln ihres Rückgrats herum.

Plötzlich spürte sie im Rücken einen Stich.

"Warten Sie mal. Was machen Sie da? Haben Sie mir eine Spritze gegeben?" Sofie drehte sich um und sah, wie sich die Ärztin etwas in die Hosentasche steckte. "Ich verlange, darüber aufgeklärt zu werden, was ..."

"Seien Sie unbesorgt. Das ist reine Routine. Sind das Ihre Sachen?" Die Ärztin zeigte auf ihren Mantel und die Stiefel und legte ihr die Sachen, ohne ihre Antwort abzuwarten, zu Füßen. "Wir wollen doch lieber nichts vergessen.

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