text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Hinter glänzenden Fassaden - Der achte Fall für Anna Marx von Grän, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2016
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

3,99 €1

0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Hinter glänzenden Fassaden - Der achte Fall für Anna Marx

Wenn der Blick hinter die Kulisse mehr enthüllt, als man wissen möchte: 'Hinter glänzenden Fassaden' von Christine Grän jetzt als eBook bei dotbooks. Endlich ist es so weit: Anna Marx macht sich in Berlin als Privatermittlerin selbstständig. Ihr erster Auftrag: Die gut betuchte Filmproduzentin Rosi Stark will den Drehbuchautor Harry Loos beschatten lassen, da sie nach einem Streit um ihr Leben fürchtet. Anna gibt alles - trotzdem wird die Produzentin kurz darauf tot aufgefunden. Als Tatverdächtiger kommt nicht nur Harry Loos in Frage, denn Rosi hatte viele Feinde ... sehr viele sogar: ihr Ehemann, ihre Assistentin, diverse Autoren und Regisseure. Doch wer von ihnen würde tatsächlich zur Tat schreiten? Anna stellt schnell fest: In der Welt der Reichen und Schönen - und aller, die es werden wollen - ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Femme Fatale & Detektivin - Anna Marx lüftet jedes Geheimnis! Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Hinter glänzenden Fassaden' von Christine Grän. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Christine Grän, Jahrgang 1952, studierte Germanistik und Anglistik in Graz. Als freie Journalistin arbeitete sie für verschiedene Zeitungen und lebte mehrere Jahre in Afrika, wo auch die Idee für die berühmte Krimireihe Anna Marx entstand. Heute lebt sie als Autorin in München. Bei dotbooks veröffentlicht sie: 'Heldensterben''Weiße sterben selten in Samyana. Der erste Fall für Anna Marx''Nur eine lässliche Sünde. Der zweite Fall für Anna Marx''Ein Brand ist schnell gelegt. Der dritte Fall für Anna Marx''Schön wie der Tod. Der vierte Fall für Anna Marx''Der eiskalte Romeo. Der fünfte Fall für Anna Marx''Die Wahrheit musst du fürchten. Der sechste Fall für Anna Marx''Die Unschuld stirbt zuletzt. Der siebte Fall für Anna Marx''Hinter glänzenden Fassaden. Der achte Fall für Anna Marx''Liebe ist nur ein Mord. Bitterböse Stories''Hongkong Fire' Die Autorin im Internet: http://www.christine-grän.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 258
    Erscheinungsdatum: 30.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958248878
    Verlag: dotbooks
    Größe: 691 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Hinter glänzenden Fassaden - Der achte Fall für Anna Marx

Kapitel 2

Die Sonnenbrille verdeckt ein Drittel ihres Gesichts und lässt die Welt in düsteren Farben erscheinen. Die Welt, das ist ihre kleine Wohnung und das Büro, das zur Straße geht und mit all den Geräuschen die Illusion nährt, dass sie Teil des pulsierenden Stadtgeschehens ist. Urbane Gestalten brauchen einen gewissen Lärmpegel, um sich wohl zu fühlen. Das Landleben ihrer Kindheit war eine Erfahrung, die sie nicht missen möchte. Doch reichen achtzehn Jahre Natur, Kühe und Gähnen für den Rest ihres Lebens, der sich auf sechzehn Tage bemisst, wenn sie daran glauben möchte, dass mit fünfzig alles vorbei ist.

Anna Marx sitzt an ihrem Schreibtisch, mit schwarzer Sonnenbrille und hochgelegten Beinen. Sie raucht und liest die Zeitung, die sie nur aus der Hand legt, um Kaffee zu trinken. And I was so much older then, singt Dylan aus einer alten Stereoanlage. Sie ist in der musikalischen Phase der Interpreten über fünfzig, die magische Zahl steht in dem Kalender, der aufgeschlagen auf ihrem Schreibtisch liegt und bemerkenswert wenige Termine aufweist. Eine azyklische Tendenz, denn normalerweise kriechen die Ehebrecher im Frühjahr aus ihrem Winterschlaf und begeben sich auf die Jagd, verfolgt von den Betrogenen, die irgendwann verzweifelt genug sind, um zu einer wie Anna Marx zu finden.

Sie nimmt zweihundertfünfzig Euro am Tag plus Spesen, worunter Taxifahrten, Restaurant- und Barbesuche fallen. Die Zigaretten, die sie auf ihren Observationstouren raucht, aber auch den Kaffee und das Mineralwasser bezahlt Anna selbst. Vor allem deshalb, weil sie zu faul und zu schlampig ist, Belege zu sammeln. Ihre große Handtasche ist das Bermuda- Dreieck, in dem ohnehin alles verschwindet.

Es muss ein großer Haufen gewesen sein, der auf dem Pflaster verstreut war, als sie zu Boden ging. Im Krankenwagen erzählte ihr der Notarzt, dass der Schläger alles eingesammelt habe, nach heftigem Streit mit einem Penner, der ihren Kugelschreiber enteignen wollte. Ein netter Schläger, dachte Anna, was einigermaßen absurd war, und als er sie mit einem großen Strauß gelber Rosen abholte und nach Hause fuhr, hatte sie ihm fast schon verziehen. Zerknirschte Männer haben etwas Rührendes, auch wenn sie gelbe Blumen nicht ausstehen kann.

Er habe noch nie eine Frau verprügelt, sagte er, und Anna glaubte ihm. Und als er ihr zwei Fünfhundert-Euro-Scheine in die Hand drückte, als Spesenerstattung, wie er es ausdrückte, verstärkte sich dieser Glaube. Im Film hätte der Detektiv das Geld lässig zurückgewiesen. Anna steckte es in ihre Manteltasche. Man muss nicht stolzer erscheinen, als man ist. Aber auch nicht mehr als "In Ordnung" sagen.

Am Ende der Fahrt, vor ihrer Haustür, erklärte er ihr noch, dass er seine Geliebte verlassen habe. Die anschließenden Treueschwüre klangen so verlogen, dass Anna doch ein wenig übel wurde. Als sie ausstieg, sah sie, wie er die russische Go-go-Tänzerin musterte, die unter ihr wohnt und auf dem Weg zur Arbeit war. Wir zwei sehen uns wieder, dachte sie und ging nicht in ihre Wohnung, sondern zum Optiker, wo sie eine dunkle Sonnenbrille kaufte, die größte, die es in dem Laden gab. Weil sie sich vorübergehend reich fühlte, fragte sie nicht nach dem Preis. Anna ist großzügig gegen sich selbst, und sie neigt dazu, ihre Schwächen zu Stärken zu erheben.

Ihr Finanzgebaren ist insofern fragwürdig, als sie brutto gleich netto lebt, also nie etwas für die Steuer zurücklegt. Sie nennt es Anarchismus, aber zu Zeiten der Steuererklärung findet sie sich eher wahnsinnig. Anna hat einfach keinen Respekt vor Geld. Weiß, dass man es braucht, aber alles, was über die Erfüllung von Grundbedürfnissen und ein wenig Luxus hinausgeht, also auf einem Sparkonto liegt, findet sie unerotisch und leblos. Zahlen waren noch nie ihre Leidenschaft, und Rechnungen zu schreiben, findet sie fast ebenso schrecklich, wie sie zu bezahlen. Manchmal reduziert sie ihre Tagespauschale, bei den Sozialfällen

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen