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Ich jage dich Kriminalroman von Kepler, Lars (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Ich jage dich

Ein großartiger Schweden-Krimi! Der Serienmörder folgt einem perfiden Muster: Er sucht nach Frauen, die alleine leben. Er filmt sie abends durch das erleuchtete Fenster und stellt den voyeuristischen Clip auf YouTube. Und dann ermordet er die Frauen. Die Kriminalpolizei versucht alles, um einen nächsten Mord zu verhindern. Aber der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Beim vierten Mordopfer ist das Muster jedoch durchbrochen: Die Ermittler finden am Tatort einen bewusstlosen Mann. Ist er etwa der Täter? Lars Kepler ist das Pseudonym von Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich. Der fünfte Kriminalroman mit Kommissar Joona Linna, ICH JAGE DICH, setzt die Erfolgsgeschichte fort. Allein in Schweden sind bislang über zwei Millionen Bücher von Lars Kepler verkauft worden. Das Ehepaar lebt mit seinen Kindern in Stockholm. www.larskepler.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 687
    Erscheinungsdatum: 12.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838758435
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Joona Linna 5
    Originaltitel: Stalker
    Größe: 1689 kBytes
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Ich jage dich

1

ES IST VIERTEL vor neun am Freitag, den zweiundzwanzigsten August. Nach den traumhaften Abenddämmerungen und hellen Nächten des Hochsommers senkt sich die Dunkelheit inzwischen überraschend schnell herab. Vor der Glasfassade des Foyers zum Landespolizeiamt ist es bereits schwarz.

Margot Silverman verlässt den Aufzug und geht zu den Sicherheitstüren am Eingang. Sie trägt einen schwarzen Wickelcardigan, eine weiße Bluse, die über ihren Brüsten spannt, und eine schwarze Hose, deren hohe Taille sich an ihren wachsenden Bauch schmiegt.

Ohne Eile nähert sie sich den beiden Drehtüren in der Glasfassade. Der Mann vom Wachdienst sitzt am Empfang und richtet die Augen auf einen Monitor, auf dem er die Bilder der Überwachungskameras betrachtet, die jeden Teil des großen Gebäudes rund um die Uhr im Auge behalten.

Margots Haare haben den gleichen hellen Farbton wie geschliffene Birke und fallen in einem schweren Zopf auf ihren Rücken. Sie ist sechsunddreißig Jahre alt, zum dritten Mal schwanger und wirkt mit ihren glänzenden Augen und roten Wangen wie das blühende Leben selbst.

Nach einer langen Arbeitswoche, in der sie jeden Tag Überstunden gemacht hat und zwei Mal ermahnt worden ist, es nicht zu übertreiben, ist sie endlich auf dem Heimweg.

Sie ist die neue Expertin der Landeskriminalpolizei für Serien- und Mehrfachmörder, in deren Aufgabengebiet auch die Beschäftigung mit Stalking fällt. Der Mord an Maria Carlsson ist ihr erster eigener Fall in ihrer neuen Funktion als ermittelnde Kommissarin bei der Landeskriminalpolizei.

Es gibt weder Zeugen noch Verdächtige. Das Opfer war alleinstehend, kinderlos, arbeitete im Marketing bei IKEA und hatte das schuldenfreie Reihenhaus der Eltern übernommen, nachdem ihr Vater gestorben und ihre Mutter in ein Altersheim gezogen war.

Maria Carlsson war regelmäßig mit einer Kollegin zur Arbeit gefahren, hatte an diesem Morgen jedoch nicht am Kyrkvägen gewartet. Die Kollegin war daraufhin zu ihr gefahren, hatte geklingelt und auf der Rückseite der Häuserzeile durchs Fenster geschaut. Maria saß auf dem Fußboden, ihr Gesicht war völlig zerfleischt und der Kopf fast abgetrennt worden, sodass er seitlich herabhing. Ihr Mund stand auf eine seltsame Art offen.

Dem ersten Obduktionsbericht der Gerichtsmedizin zufolge spricht alles dafür, dass der Mund nach Eintreten des Todes arrangiert wurde. Theoretisch erscheint es aber auch möglich, dass er von allein in dieser Position erstarrt ist, da die Totenstarre zwar im Herzen und im Zwerchfell beginnt, sich aber schon zwei Stunden später auf Hals und Kiefer ausbreitet.

Es ist Freitagabend und in dem großen Foyer halten sich nur wenige Menschen auf. Zwei Polizisten in dunkelblauen Pullovern unterhalten sich und ein müder Staatsanwalt verlässt einen der Räume für Haftprüfungsverhandlungen.

Schon als Margot die Leitung der Ermittlungen übertragen wurde, wusste sie instinktiv, dass sie möglicherweise überambitioniert agieren und in zu großen Dimensionen denken würde. Die anderen Ermittler hätten sie mit Sicherheit ausgelacht, wenn sie ihnen erzählt hätte, wie sicher sie sich ist, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben.

Im Laufe der Woche hat sich Margot Silverman den Videoclip, in dem Maria Carlsson sich ihre Strumpfhose anzieht, mehr als zweihundert Mal angesehen. Alles deutet darauf hin, dass die Frau unmittelbar nach dem Auftauchen des Films bei Youtube ermordet wurde.

Sie hat versucht, die kurze Filmsequenz zu deuten, kann aber nichts Auffälliges feststellen. Menschen, für die Strumpfhosen einen Fetisch darstellen, sind zwar nicht weiter ungewöhnlich, aber nichts an diesem Mord deutet auf eine derartige Obsession hin.

Der Videoclip zeigt lediglich einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben einer ganz gewöhnlichen Frau. Sie ist alleinstehend, hat einen guten Job und will zu einem Abendkurs in Comiczeichnen.

Es lässt sich unmög

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