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Ihr Los ist Finsternis Historischer Kriminalroman von Tremayne, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2018
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Ihr Los ist Finsternis

"Wer einen Roman von Peter Tremayne gelesen hat, der möchte sie alle lesen." NDR. Irland, 671: Bei dem heidnischen Samhain-Fest, mit dem man den Beginn des Winters feiert, entdeckt Bruder Eadulf eine Leiche in einer Mönchskutte. Gibt es eine Verbindung zwischen dem Toten und dem Verschwinden eines Buches aus dem päpstlichen Geheimarchiv in Rom, das den neuen Glauben in den fünf Königreiche Irlands vernichtend treffen könnte? Solange Fidelma und Eadulf den Fall nicht gelöst haben, schwebt König Colgú von Cashel in größter Gefahr. Peter Tremayne ist das Pseudonym eines anerkannten Historikers, der sich auf die versunkene Kultur der Kelten spezialisiert hat. Seine im 7. Jahrhundert spielenden Romane mit Schwester Fidelma sind zurzeit die älteste und erfolgreichste historische Krimiserie auf dem deutschen Markt. Fidelma, eine mutige Frau von königlichem Geblüt und Anwältin bei Gericht, löst darin auf kluge und selbstbewusste Art die schwierigsten Fälle. Wegen des großen internationalen Erfolgs der Serie wurde Peter Tremayne 2002 zum Ehrenmitglied der Irish Literary Society auf Lebenszeit ernannt. Bisher bei Aufbau erschienen: Die Tote im Klosterbrunnen (2000), Tod im Skriptorium (2001), Der Tote am Steinkreuz (2001), Tod in der Königsburg (2002) und Tod auf dem Pilgerschiff (2002), Nur der Tod bringt Vergebung (2002), Ein Totenhemd für Den Erzbischof (2003), Vor dem Tod sind alle gleich ( 2003), Das Kloster der toten Seelen( 2004) ,Verneig dich vor dem Tod (2005) ,Tod bei Vollmond (2005), Tod im Tal der Heiden (2006), Der Tod soll auf euch kommen (2006) und Ein Gebet für die Verdammten (2007), Das Flüstern der verlorenen Seelen (2007), Tod den alten Göttern (2008), Das Konzil der Verdammten (2008), Der falsche Apostel (2009) , Eine Taube bringt den Tod (2010), Der Blutkelch (2010), Die Todesfee (2011), Und die Hölle folgte ihm nach (2012), Die Pforten des Todes (2012), Das Sühneopfer (2013), Sendboten des Teufels (2014), Der Lohn der Sünde (2015); Der Tod wird euch verschlingen (2016) Tod in der Königsburg - Illustrierte Ausgabe (2016), Die Wahrheit ist der Lüge Tod (2018), Ihr Los ist Finsternis (2018). Mehr Informationen unter www.sisterfidelma.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 05.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841216229
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Fidelma .29
    Originaltitel: Night Of The Lightbringer
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Ihr Los ist Finsternis

Kapitel 2

"Können wir uns das Feuer anschauen, athair ?"

Die Stimme von Klein-Alchú klang ganz aufgeregt, als er auf der anderen Seite des Marktplatzes auf einen gewaltigen Haufen aus Holzscheiten und Ästen deutete, der die umliegenden Häuser fast überragte. Eadulf betrachtete seinen kleinen Sohn amüsiert und liebevoll.

"Was gibt's denn dort zu sehen, mein kleiner Spürhund? Im Augenblick offenbar nur einen Haufen altes Holz. Morgen wird man ihn anzünden, dann wird es erst interessant."

Aidan, der junge Krieger der königlichen Leibgarde vom Goldenen Halsreif, der ihnen als Begleiter für den täglichen Morgenritt zugewiesen war, schnaubte empört.

"Wenn man an die symbolische Bedeutung dieses Feuers denkt, handelt es sich doch wohl um mehr als nur einen Haufen altes Holz, Freund Eadulf", protestierte er.

Die drei kamen gerade aus der Burg von Cashel, aus dem Palast von Colgú, dem König von Muman, der über das südwestlichste und größte der Fünf Königreiche von Éireann herrschte. Sie zügelten ihre Pferde am Rand des Marktplatzes. Normalerweise begleitete Fidelma ihren kleinen Sohn beim morgendlichen Ausritt, doch wenn sie mit Angelegenheiten beschäftigt war, die in ihre Zuständigkeit als Rechtsberaterin ihres Bruders, des Königs, fielen, eskortierte Eadulf den Jungen - allerdings immer zusammen mit einem Mitglied der königlichen Leibwache. Man hatte nicht vergessen, dass das Kind als Baby von Uaman, dem skrupellosen Herrscher über die Pässe von Sliabh Mis, entführt worden war.

"Ein Feuer ist wie das andere", erwiderte Eadulf; allerdings hätte ein aufmerksamer Beobachter hinter seinem leichthin geäußerten Widerspruch womöglich auch Besorgnis wahrgenommen. Eadulf wusste sehr wohl, was das Feuer symbolisierte und was es für die Bürger der Stadt bedeutete, die schon seit Tagen Holzklötze und Äste aus den umliegenden Wäldern herbeischleppten.

Aidan, dem Eadulfs Unbehagen nicht aufgefallen war, schüttelte tadelnd den Kopf. "Du lebst schon lange genug in diesem Königreich, mein Freund, um zu wissen, dass eine besondere Zeit bevorsteht."

"Ich weiß alles über das Samhain-Fest."

"Dann wirst du auch wissen, dass wir uns der Zeit der Dunkelheit nähern", fuhr der junge Krieger fort. "Gerade deshalb sind die Samhain-Feuer so wichtig. Ihre Flammen verleihen unserer Hoffnung Ausdruck, dass wir die bedrohlichen Schatten der Finsternis überleben und im Licht neu geboren werden. Vergiss nicht, dass morgen Nacht beim Samhain-Fest dunkle Mächte rings um uns lauern. Viel Böses wird erscheinen, alle heimtückischen und rachsüchtigen Kräfte werden unser Land heimsuchen."

Eadulf versuchte sich zurückzuhalten und den Gefährten wegen seines Geschwätzes nicht zurechtzuweisen. Eadulf war in der vorchristlichen Kultur seines Volkes aufgewachsen. In seinem Dorf Seaxmund's Ham im Land des Südvolkes der Ostangeln gab es ein ähnliches Fest, das man Modraniht oder die "Nacht der Mutter Erde" nannte. Gleich darauf folgte der Monat Blótmonath, die Zeit der Opfer für die Götter und Göttinnen, damit sie die Menschen vor den übernatürlichen Wesen beschützten, die in düsteren Wäldern und an wüsten Orten hausten und danach trachteten, Unheil anzurichten und Vergeltung zu üben. Eadulf unterdrückte ein Schaudern. Christliche Missionare hatten begonnen, das Königreich der Ostangeln zum Neuen Glauben zu bekehren, und er hatte ihre Lehren schon als Jugendlicher bereitwillig angenommen. Doch die althergebrachten Sitten und Vorstellungen, die seit Urzeiten das tägliche Leben bestimmten, verschwanden nicht so schnell. Es gab immer wieder Momente, in denen er merkte, dass er noch den alten Überzeugungen anhing, die der Neue Glaube nicht gänzlich unterdrücken konnte und deshalb zu integrieren suchte. Selbst der bedeutende römische Papst Gregorius Anicius hatte seine Missionare ermahnt, die heidnischen Heiligtümer und Tempel nicht zu zerstören, sondern sie sich im Namen des Neuen

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