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Im Namen des Sohnes Thriller von Schepp, Emelie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Im Namen des Sohnes

Der neue Thriller von Emelie Schepp, Schwedens bester Spannungsautorin!
An einem warmen Sommerabend ruft ein sechsjähriger Junge seinen Papa an. Zutiefst verängstigt berichtet er, dass ein Mann ins Haus eingedrungen sei und Mama niedergeschlagen habe. Diese Worte sind die letzten, die Sam seinen Jungen sagen hört, bevor der Kleine spurlos verschwindet ... Die unnahbare Staatsanwältin Jana Berzelius leitet die Ermittlung. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr entgleitet ihr der Fall. Als die Entscheidung über Leben und Tod allein in Janas Händen liegt, beginnt ein Kampf gegen die Zeit.

Emelie Schepp, geboren 1979, wuchs im schwedischen Motala auf. Sie arbeitete als Projektleiterin in der Werbung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman: Der zuerst nur im Selbstverlag erschienene Thriller "Nebelkind" wurde in Schweden ein Bestsellerphänomen und erscheint mittlerweile als Übersetzung in 30 Ländern; die Jana-Berzelius-Serie hat sich weltweit über eine Million Mal verkauft. 2016, 2017 und 2018 wurde Schepp mit dem renommierten CrimeTime Specsaver's Reader's Choice Award ausgezeichnet und damit bereits dreimal zur besten Spannungsautorin Schwedens gekürt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 01.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641231088
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Jana Berzelius .4
    Originaltitel: Pappas pojke (Jana Berzelius 4)
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Im Namen des Sohnes

MONTAG

1

Es war vollkommen windstill, als Sam Witell seinen Arbeitsplatz bei der Ambulanten Wohnbetreuung in Norrköping verließ und sich auf den Weg zu seinem roten Toyota machte, der ganz hinten auf dem schattigen Parkplatz stand.

Nach dem langen Arbeitstag wollte er so schnell wie möglich nach Hause. Er freute sich darauf, Jonathan mit dem neuen Fußball zu überraschen, der in der Tüte auf der Rückbank lag. Jonathan liebte Fußball und stand dabei am liebsten im Tor. Sam lächelte, als er den Sechsjährigen vor sich sah, wie er sich auf den nächsten Torschuss vorbereitete, mit gebeugten Knien und Torwarthandschuhen, die an seinen kleinen Händen riesig aussahen.

Sam setzte sich in seinen Wagen und verließ die Innenstadt. Zehn Minuten später hatte er die neugebauten Einfamilienhäuser in Åselstad mit ihren Trampolinen, großzügigen Holzterrassen und sorgfältig geschnittenen Rasenflächen erreicht.

Sein weißes Haus lag auf einer Anhöhe mit Blick auf das funkelnde Wasser des Ensjön. Er bog in die Einfahrt, nahm die Tüte mit dem Fußball und stieg aus dem Auto. Summend begann er in Richtung Haus zu gehen, doch als er das Gartentor öffnete, hatte er plötzlich das Gefühl, beobachtet zu werden, und drehte sich um.

Ein Stück von ihm entfernt stand ein weißer Lieferwagen auf der Straße, an dem ein Mann lehnte. Er trug ein kurzärmliges Polohemd zu einer schwarzen Hose und starrte seltsam fragend herüber.

"Sind Sie Sam Witell?", rief er.

"Ja", sagte dieser zögernd.

"Ich müsste mal mit Ihnen sprechen."

Der Mann begann auf ihn zuzugehen. Jetzt sah Sam, dass an der Seite des Lieferwagens in schwarzen Lettern Direktalarm stand.

"Tut mir leid", erklärte Sam, während er durch das geöffnete Gartentor ging, "aber ich habe keine Zeit."

"Ich möchte Ihnen nur ein paar Fragen stellen", sagte der Mann, der immer näher gekommen war.

"Nein, danke. Ich möchte Sie bitten, jetzt zu gehen."

"Es dauert gar nicht lange. Ich wollte Sie nur fragen, ob ..."

"Papa!"

Jonathan lief durch den Garten auf ihn zu.

"Hallo, mein Kleiner, wie geht's?", fragte er, hob den Jungen in die Höhe und strich ihm das helle Haar aus dem Gesicht, wodurch das Muttermal über der Augenbraue sichtbar wurde.

"Gut", antwortete Jonathan und lächelte fröhlich.

Sam versuchte zurückzulächeln, aber die Anwesenheit des Mannes machte ihn nervös. Es lag an seiner Körpersprache, dem kurz geschorenen Haar, den muskulösen Armen und dem Stiernacken.

"Wer ist das?", fragte Jonathan und zeigte auf den Mann.

"Ach, bloß ein Verkäufer", antwortete Sam und spürte, wie er immer unruhiger wurde, als der Mann den Jungen so seltsam anschaute. Warum tat er das?

"Was hast du in der Tüte?", fragte Jonathan, als Sam ihn wieder auf den Boden gestellt hatte. "Hast du was für mich gekauft?"

"Komm", sagte Sam, packte seine Hand und begann in Richtung Haus zu gehen.

"Was hast du gekauft? Ist es ein Fußball? Es sieht aus wie ein Fußball!"

"Komm schon!"

Sam packte Jonathans Hand noch fester und ging rasch an den hohen Büschen und dem Schuppen vorbei, von dem die Farbe abblätterte. Beinahe wäre er über ein zusammengerolltes Tennisnetz gestolpert, fing sich aber wieder und legte das letzte Stück bis zur Haustür im Laufschritt zurück, mit der Tüte in der einen und Jonathan an der anderen Hand.

Atemlos betrat er das Haus, schloss die Tür von innen ab und ließ die Hand des Jungen los.

"Was ist denn, Papa?"

Sam antwortete nicht. Er sah nur durchs Fenster auf die Straße, in der Hoffnung, dass der Mann inzwischen weggefahren war.

Aber er stand immer noch da.

Staatsanwalt Per Åström war hochkonzentriert. Vor sich hatte er einen großen Bildschirm, auf dem er die Vernehmung mit Danilo Peña verfolgen konnte, ohne beim Gespräch selbst anwesend sein zu müssen. Peña saß still im Vernehmungsraum u

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