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In Rache entflammt von Robb, J. D. (eBook)

  • Erschienen: 15.05.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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In Rache entflammt

Perfide, spannend, sexy - diese Serie macht süchtig!

Lieutenant Eve Dallas sieht sich mit einem ihrer schlimmsten Feinde konfrontiert - der Büroarbeit. Gerade als sie sich fast schon wünscht, ein neuer Fall würde sie von den Papierbergen erlösen, passiert etwas, das fast schlimmer ist als ein Mord: Isaac McQueen, ein gewalttätiger Pädophiler, den Eve kurz nach ihrer Ausbildung gefasst hat, ist aus dem Gefängnis geflohen. Und er scheint sich ein Ziel gesetzt zu haben: sich an ihr zu rächen. Sein perfides Katz- und Mausspiel führt Eve und ihren Mann Roarke ausgerechnet nach Dallas, wo die Dämonen ihrer Vergangenheit schon auf sie warten ...

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

Produktinformationen

    Größe: 906kBytes
    Reihe (Teil): Eve Dallas, In Death Bd.33
    Herausgeber: Blanvalet
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 544
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641198039
    Erschienen: 15.05.2017
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In Rache entflammt

1

Lieutenant Dallas sah aus ihrem winzig kleinen Fenster in das sommerliche Unwetter hinaus und sehnte sich nach einem Mord.

Nur eine anständige, möglichst blutige Gewalttat könnte sie von der Bearbeitung der unzähligen Akten, die sich vor ihr auf dem Schreibtisch stapelten, erlösen. Natürlich war es ihre eigene Schuld, dass der Papierberg derart angewachsen war, doch sie hatte in den letzten Wochen pausenlos ermittelt und verschiedene Mörder überführt und deswegen einfach keine Zeit für Dinge wie Finanzpläne, Spesenabrechnungen und die dämlichen Bewertungsbögen für die Leute ihres Teams gehabt.

Es nützte ihr auch nichts, sich zu sagen, dass das eben Teil der Arbeit war. Literweise Kaffee zu trinken, nachdem sie sich in ihrem Zimmer eingeschlossen hatte, um die Sache anzugehen, linderte die Qual auch nicht. Warum also brachte nicht endlich jemand einen anderen um die Ecke, um sie von dem grässlichen Bürokram zu befreien?

Natürlich wünschte sie nicht wirklich, dass ein Mensch ermordet würde. Andererseits murksten doch ständig irgendwelche Menschen andere ab, warum also nicht hier und jetzt?

Sie starrte auf den Bildschirm, bis sie Kopfschmerzen bekam. Fluchte, schmollte, wütete, dann kürzte, fälschte, strich, addierte und manipulierte sie die Zahlen, bis das Ergebnis annähernd dem lächerlich bescheidenen Budget des Dezernats entsprach.

Sie waren zwar Mordermittler, dachte sie erbost, aber die Abteilung lebte schließlich nicht von Blut.

Als der Finanzplan stand, wandte sie sich den Spesenabrechnungen ihrer Leute zu.

Glaubte Baxter etwa allen Ernstes, dass sie fast vierhundert Dollar für ein Paar Schuhe lockermachen würde, nur weil seine eigenen Schuhe seit einer Verfolgungsjagd durch einen Abwasserkanal hinüber waren? Und warum zum Teufel hatte Reineke einer Bordsteinschwalbe für Informationen fast das Doppelte wie üblich bezahlt?

Sie unterbrach die Arbeit, holte sich den nächsten Becher Kaffee und starrte ein paar Minuten in das Unwetter hinaus. Zumindest war sie nicht dort draußen und musste sich wie ein nasser Korken in einen der ruckeligen Pendelflieger quetschen oder sich mit ihren Ellenbogen einen Weg durch das Gedränge auf einem der Bürgersteige bahnen, auf denen inzwischen knöchelhoch das Wasser stand. Dann wäre sie bis auf die Haut durchnässt und würde dampfen wie ein Schornstein, denn trotz des höllischen Gewitters war auch dieser Sommertag des Jahres 2060 brütend heiß.

Mit solchen Überlegungen versuchte sie nur, Zeit zu schinden, dachte sie erbost, und stapfte zurück an ihren Arbeitsplatz. Schließlich wollte sie mit der Arbeit vor Beginn der Feier fertig sein. Ihr und ihrer Partnerin würden an diesem Nachmittag Medaillen verliehen. Dabei hätte Peabody viel mehr verdient, immerhin hatte sie dafür gesorgt, dass ein Ring korrupter Polizisten entlarvt worden war.

Anders als der lästige Papierkram, der ein Nachteil ihrer Position als Lieutenant war, war das Recht, verdienstvolle Kolleginnen oder Kollegen für eine besondere Ehrung vorzuschlagen, eindeutig ein Vorteil ihres Jobs. Sie könnte den Moment der Verleihung reinen Gewissens und mit freiem Kopf genießen, wenn sie bis zum Nachmittag mit dem verdammten Schreibkram fertig war.

Sie wünschte sich, sie hätte einen Schokoriegel, aber bisher hatte sie noch keinen neuen Platz gefunden, wo ihr Süßigkeitenvorrat vor dem hundsgemeinen Schokoriegeldieb zumindest halbwegs sicher war. Vor allem aber wünschte sie, sie könnte Peabody einen Teil des lästigen Papierkrams überlassen wie damals, bevor sie ihre Partnerin geworden war.

Doch diese Zeiten waren endgültig vorbei.

Sie versuchte, wieder Zeit zu schinden, gab sie widerstrebend zu, und fuhr sich mit den Fingern durch das wirre, kurze braune Haar.

Schließlich kämpfte sie sich weiter durch die Spesenabrechnungen und schickte sie den zuständigen Stellen. Jetzt waren sie nicht mehr ihr Problem, sagte sie

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