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In the Dark - Keiner weiß, wer sie sind Kriminalroman von Hunter, Cara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.10.2019
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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In the Dark - Keiner weiß, wer sie sind

Keiner weiß, wer sie sind. Bei Renovierungsarbeiten finden Handwerker in einem Kellerraum eine junge Frau und einen zweijährigen Jungen, kaum noch am Leben. Niemand hat sie als vermisst gemeldet, und der ältere Mann, dem das Haus gehört, behauptet, die beiden nie zuvor gesehen zu haben. DI Adam Fawley übernimmt die Ermittlungen und stößt auf den Fall einer jungen Frau, die vor zwei Jahren mit ihrem Sohn verschwunden ist. Das Kind wurde schließlich in einem Kinderwagen gefunden, doch von der Mutter fehlt seither jede Spur. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Frauen? "Twist folgt auf Twist, und das in einem atemberaubenden Tempo." Daily Mail Cara Hunter hat Englische Literaturwissenschaft studiert und lebt in Oxford. Im Aufbau Taschenbuch ist auch ihr erster Kriminalroman mit DI Adam Fawley, "Sie finden dich nie", lieferbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 11.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841218438
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: In The Dark
    Größe: 4382 kBytes
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In the Dark - Keiner weiß, wer sie sind

Prolog

Als sie die Augen öffnet, ist um sie herum nur Dunkelheit, als trüge sie eine Augenbinde. Die feuchte Luft riecht muffig, als hätte hier schon seit langem niemand mehr geatmet.

Ihre übrigen Sinne regen sich. Die Stille, die Kälte, der Geruch. Moder und noch etwas, das sie nicht einordnen kann, etwas Animalisches, Übelriechendes. Sie bewegt die Finger, ertastet Split und Feuchtigkeit unter den Jeans. Jetzt dämmert es ihr - wie sie hierher gelangt ist, warum das hier passiert ist.

Wie hatte sie nur so dumm sein können .

Sie unterdrückt die aufkommende Panik und will sich aufsetzen, aber es misslingt ihr. Sie atmet tief ein und schreit, dass Echolaute von den Mauern widerhallen. Sie schreit und schreit und schreit, bis ihre Kehle wund ist.

Aber niemand kommt. Weil niemand sie hören kann. Wieder schließt sie die Augen, spürt heiße Zornestränen über ihr Gesicht rinnen. Sie ist erstarrt und unfähig, etwas anderes als Wut und Verzweiflung wahrzunehmen, bis sie zu ihrem Entsetzen spürt, dass winzig kleine Füße über ihre Haut kratzen.

Hat nicht jemand mal gesagt, der April sei der grausamste Monat? Nun, wer immer es gewesen sein mag, Detective war er bestimmt nicht. Etwas Grausames kann jederzeit passieren - das weiß ich, denn ich habe es erlebt. Aber Kälte und Dunkelheit nehmen dem Ganzen irgendwie die Schärfe. Sonnenschein, Vogelzwitschern und blauer Himmel dagegen können sich bei diesem Job als brutal erweisen. Vielleicht liegt es am Kontrast. Tod und Hoffnung.

Diese Geschichte beginnt mit Hoffnung. Erster Mai, der erste Frühlingstag. Wer je in Oxford war, der weiß: Hier gibt es nur alles oder nichts - wenn es regnet, haben die Steine die Farbe von Pisse, aber im Licht, wenn die Colleges aussehen, als wären sie aus Wolken geschnitzt, gibt es keinen schöneren Platz auf Erden. Und ich bin nur ein zynischer alter Kriminaler.

Früh am Morgen des ersten Mai findet in Oxford jährlich ein Fest statt, um den Frühling zu begrüßen, bei dem alle zusammenkommen, gemeinsam tanzen und singen. Die Menschen feiern ausgelassen, es gibt Food Trucks, die sogar über Nacht geöffnet hatten. Die Pubs öffnen schon um sechs Uhr früh, und die halbe Studentenschaft ist noch bezecht von der Nacht zuvor. Sogar die gediegenen Bürger aus North Oxford lassen sich sehen, mit Blumen in den Haaren (kein Scherz). Letztes Jahr feierten hier über fünfundzwanzigtausend Menschen zusammen. Darunter etwa ein Kerl, der sich als Baum verkleidet hatte. Ich denke, man hat einen kleinen Eindruck bekommen.

Jedenfalls ist der erste Mai auch für die Polizei ein wichtiger Tag. Der frühe Dienstbeginn mag zwar mörderisch sein, aber es gibt nur selten Ärger, und man verwöhnt uns mit Kaffee und Sandwiches mit Bacon. Zumindest war das so, als ich das letzte Mal dabei war. Doch damals trug ich auch noch Uniform. Bevor ich Detective Inspector wurde.

Aber dieses Jahr ist es anders. Und diesmal ist es nicht nur der frühe Beginn, der den Tag mörderisch macht.



Als Mark Sexton am Haus ankommt, ist er beinahe eine Stunde zu spät. Zu dieser frühen Zeit hätte er glatt durchkommen müssen, aber auf der M40 fuhren die Autos Stoßstange an Stoßstange, und die Schlange reichte ganz hinunter bis zur Banbury Road. Und als er nun in die Frampton Road einbiegt, blockiert ein Baulaster seine Zufahrt. Sexton flucht, legt wütend den Rückwärtsgang ein und setzt den Cayenne mit quietschenden Reifen zurück. Er stößt die Tür auf und tritt auf die Straße, verfehlt nur um ein Haar die Spritzer von Erbrochenem auf dem Asphalt. Angewidert sieht er nach unten und wirft einen prüfenden Blick auf seine Schuhe. Was ist heute Morgen mit dieser verdammten Stadt los? Er schließt den Wagen ab, geht mit großen Schritten zur Eingangstür und wühlt in den Taschen nach seinen Schlüsseln. Wenigstens stehen inzwischen die Baugerüste. Der Verkauf dauerte viel länger als erwartet, sollte aber ho

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