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Inselgötter Der siebte Fall für Kommissar Jung von Pelte, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2016
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Inselgötter

Vier Menschen sind spurlos verschwunden. Alle wollten sie nach Sylt, auf die Insel der Sch"nen und Reichen. Alle telefonierten von Nieb ll aus das letzte Mal mit ihren Angeh"rigen. Kriminalrat Tomas Jung und Charlotte Bakkens machen sich auf die Suche. Von Anfang an wird ihre Arbeit von h"chster Stelle aufmerksam verfolgt. Sie f hlen sich kontrolliert. Wer hat ein gesteigertes Interesse an der Aufkl"rung der verworrenen Geschehnisse? Bis zum Schluss werden die Fragen immer dr"ngender und die Antworten scheinen in immer weitere Ferne zu r cken. Reinhard Pelte ist Diplommeteorologe und war im "ffentlichen Dienst t"tig. Mehrere Jahre in Portugal lebend, hat er die Welt durch zahlreiche Fahrten zur See kennengelernt (Amerika, Afrika, Arabien, Mittelmeer, Karibik, u. a. auf dem Segelschulschiff Gorch Fock). Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder, ist Weinliebhaber und raucht hin und wieder eine gute Zigarre. Die meiste Zeit seines Lebens hat er in Schleswig-Holstein verbracht. Bis 2013 war er in Flensburg zu Hause, jetzt lebt er in Schleswig. Sein erfolgreiches Deb t hatte er mit ¯Inselkoller®, dem ersten Fall von Tomas Jung, ebenfalls erschienen im Gmeiner-Verlag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 375
    Erscheinungsdatum: 03.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839249369
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2501 kBytes
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Inselgötter

Tomas Jung

Er stand am Fenster, als das Telefon klingelte.

"Endlich erreiche ich dich", sagte eine fremde Stimme. "Warum ist immer nur dein blöder Chef am Apparat? Warum lässt du dich verleugnen? Langsam bin ich ..."

"Wer ist da eigentlich?", fragte er scharf.

"Tiny. Tiny aus Carvoeiro. Jetzt sag bloß, du weißt nicht, wer ich bin."

Jung stutzte einen Moment und atmete hörbar aus.

"Tiny! Sag das doch gleich. Ich ..."

"Red dich nicht raus, Tomi. Meine Stimme müsstest du eigentlich im Schlaf erkennen."

"Ich bin im Dienst. Wenn du mich unbedingt anrufen musst, dann melde dich mit Namen. Ich habe einen Job, der mich empfindlich macht. Das solltest du eigentlich kapiert haben. Ich muss vorsichtig sein."

"Eben, eben. Wie recht du hast. Aber ich stecke in der Scheiße. In der totalen Scheiße, mein Lieber. Ich muss viel vorsichtiger sein als du. Gerade jetzt. Das ist dir doch wohl klar, oder? Sooft ich versuche, dich ..."

"Gerade jetzt? Was meinst du damit, Tiny?", unterbrach ihn Jung irritiert.

"Sag bloß, du liest keine Zeitungen. Das Fernsehen hat darüber berichtet. Sogar das Radio. Wenn wir ..."

"Wovon redest du eigentlich?", stoppte Jung seinen Redefluss. In seinem Kopf schrillten die Alarmglocken.

"Du wolltest etwas dagegen tun. Aber ..."

" Was wollte ich tun?"

"Du weißt genau, wovon ich rede. Du wolltest dafür sorgen, dass die Täter in den Knast kommen."

"Falsch, Tiny. Ich habe überlegt, ob ich den portugiesischen Kollegen nicht einen Tipp geben soll."

"Und? Hast du?"

"Nein. Ich habe es mir anders überlegt. Außerdem war ich beschäftigt."

"Schöne Scheiße. Die Staatsanwaltschaft in Lissabon hat das Verfahren wieder aufgenommen."

"Und? Was ist jetzt anders als vorher? Was beunruhigt dich?"

"Scotland Yard hat sich ebenfalls eingeschaltet. Sie ermitteln in der Sache."

"Was willst du mir eigentlich sagen, Tiny? Du scheinst die Hosen voll zu haben. So kenne ich dich gar nicht."

"Die Briten sind von anderem Kaliber, mein Bester. Ich kenne sie alle. Die verpennten Portugiesen genauso wie diese beschissenen Limies. Das sind Pitbulls. Wenn die sich mal festgebissen haben, dann lassen die nicht mehr los. Ich kann ein Lied davon singen. Das kannst du mir glauben."

"Meinetwegen. Aber beantworte mir bitte meine Frage", sagte Jung unwirsch.

"Ich mache mir Gedanken. Wenn ..."

"Was hast du vor?", fragte Jung, aufs Höchste alarmiert.

"Wenn du das nicht auf die Reihe kriegst, dann muss ich das eben tun."

Jung atmete tief durch. Er überlegte fieberhaft.

"Wo bist du jetzt?", fragte er.

"Im Flugzeug."

"Doch nicht etwa in einem Jet deiner Militärkumpels?"

"Nein, in einem Airbus der TAP."

"Wohin fliegst du?"

"Ich lande in ein paar Minuten in Lissabon."

"Vielleicht. Vielleicht auch nicht."

"Was willst du damit sagen?"

"Dein Handy. Es kann die Flugzeugelektronik durcheinanderbringen. Das müsstest du eigentlich besser wissen als ich."

"Bullshit. Im Notfall bringe ich die lahme Ente mit meinem kleinen Finger auf die Piste. So 'n Gerät ist vielleicht für Rentner ein Problem, aber nicht für einen Topgun."

"Du bist Rentner, Tiny. Wie viele Jahre eigentlich schon?"

"Ich will dir mal was sagen, wenn ..."

"Vergiss es. Nimm das nächste Flugzeug nach Hamburg. Bevor du etwas unternimmst, müssen wir reden."

"Willst du mir etwa Vorschriften machen?"

"Wir sollten uns vorher abstimmen. Das ist ein wohlgemeinter Ratschlag."

"Okay", sagte Tiny besänftigt. "Ich melde mich, sobald ich kann."

"Aber privat. Hast du meine Nummer?"

"Nein."

Jung diktierte ihm seine Handynummer.

"Hast du auch einen Festnetzanschluss?", fragte Tiny.

"Ja. Verrate ich aber nicht."

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