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Inselrache. Ostfrieslandkrimi von Roth, Rita (eBook)

  • Verlag: Klarant
eBook (ePUB)
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Inselrache. Ostfrieslandkrimi

In den Dünen der ostfriesischen Insel Norderney wird die Leiche eines Mannes gefunden. Woher stammt das viele Geld, das Till Lorenzen bei sich hatte? Die Privatermittlerin Gretje Blom ist misstrauisch und beginnt nachzuforschen. Der Tote war allgemein beliebt und schien ein ganz normaler Urlauber zu sein. Während ihrer Recherchen macht sie eine brisante Entdeckung: Weil Till Lorenzen ständig in Geldnöten war, schreckte er nicht mehr vor einer Erpressung zurück. Hat sein Opfer ihn aus Rache getötet? Gretje muss sich schnell entscheiden, welchen Ermittlungsansatz sie verfolgen will, denn ansonsten werden weitere schreckliche Morde auf Norderney geschehen. Die Zeit läuft gegen sie... In der "Ein Fall für Gretje Blom" Ostfrieslandkrimi-Reihe sind bisher erschienen: 1. Inselsünde 2. Inselzorn 3. NEU: Inselrache
Alle Ostfrieslandkrimis von Rita Roth können unabhängig voneinander gelesen werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965860384
    Verlag: Klarant
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Inselrache. Ostfrieslandkrimi

1. Kapitel

"Piet!!! Nun komm schon! Schnell!"

Eine frische Meeresbrise wehte Gretje Bloms Hilferuf über die mit Dünengras bewachsenen Sandberge zu Piet hinüber. Der hagere Ostfriese harrte geduldig wie ein Schaf am Wegesrand aus und hielt Wache.

"Was ist denn passiert? Biste umgekippt? Kann man dich nicht mal allein in die Blüsen schicken? Mann, Mann, Mann!" Achtlos warf er sein Rad in den Sand. Die alte Fietze würde schon niemand mitnehmen. Vorsichtshalber sah er sich aber noch einmal um. Auf dem schmalen Patt, der sich zwischen den Dünen hindurchschlängelte, war weit und breit keine Menschenseele unterwegs.

"Nun mach schon und red keinen Quatsch! Hier ..." Ihre weiteren Worte konnte er nicht verstehen. Der Wind heulte zu heftig, und wie fast immer aus der verkehrten Richtung. Zu allem entschlossen erklomm er die Düne. Die Hinweisschilder auf das Naturschutzgebiet, das man nicht betreten durfte, ignorierte er. Wenn Gretje Blom um Hilfe rief, dann war mit einem echten Notfall zu rechnen, der alle gut gemeinten Vorschriften außer Kraft setzte. Ein solcher Notfall war natürlich auch ihr dringendes menschliches Bedürfnis gewesen. Bis zur nächsten Toilette hätte sie es nicht mehr geschafft.

Oben angekommen entdeckte er sie sogleich in einigen Metern Entfernung. Sie fuchtelte mit ihrem Rucksackbeutel in der Luft herum und versuchte auf diese Weise, sich gegen eine aggressive Möwe zur Wehr zu setzen.

"Bin gleich bei dir!", brüllte Piet gegen den Wind und lief mit großen Schritten voran. Die angriffslustige Möwe, begleitet von ihrer kreischenden Sippe, war aber nicht alles, was seinen Blutdruck in die Höhe trieb, als er näherkam.

"Nun mach schon hinne!"

"Jau!", keuchte er. Mühsam stolperte er vorwärts durch den feinen Dünensand. Als er sie erreicht hatte, fand er seine sonst so taffe Friesenrose, wie er sie liebevoll neckte, völlig aufgelöst vor. Mit einem Blick erfasste er die Lage. Das sah gar nicht gut aus!

"Oh Gott, oh Gott!"

"Jau. Das kannste wohl sagen. Was glaubst du wohl, wie ich mich verjagt habe!" Gretje zeigte auf eine fette Möwe, die leblos im Sand lag. An ihrer Schnabelspitze klebten die zerfledderten Reste eines Muffinförmchens. "Kiek dir das mal an. Die hat sich das auch schmecken lassen." Ringsum lagen weitere Papierfetzen, teilweise mit Sand zugeweht. Eine leere Flasche Champagner rollte hin und her, bis an die Schulter eines Mannes, der in der Abendsonne döste und es anscheinend nicht merkte.

"Was ist denn mit dem los? Schläft der hier seinen Rausch aus? Ist das nicht ein bisschen zu kalt zum Pennen?", scherzte Piet. "Und die da", er zeigte auf den Vogel, "die ist wohl an einer Alkoholvergiftung verreckt. Die ollen Viecher stürzen sich ja auch auf alles! Kein Wunder, wenn dann mal eine schlappmacht. Gibt sowieso viel zu viele davon."

"Piet! Der schläft nicht!", sagte Gretje, "der ist schon ganz kalt. Der ist tot, würde ich sagen. Mausetot!"

Piet starrte auf den Mann, über dessen geschlossene Lider der Wind strich. Er ging näher an ihn heran und hielt ihm seine Hand vor den Mund. Nein, er konnte nicht den leisesten Atemhauch fühlen.

"Jau, der wird nicht wieder wach", stellte Piet ebenfalls fest.

"Sag ich doch!" Gretje holte einen dicken Briefumschlag aus ihrem Beutel und wedelte Piet damit dicht vor der Nase herum. "Guck mal, was ich gefunden hab."

"Gretje! Ist das von ihm?" Piet zeigte auf den gut gekleideten Mann am Boden. "So etwas tut man nicht! Hast du den etwa aufgemacht und gelesen, was drinsteht?" Piet schüttelte den Kopf. Man durfte sich doch nicht am persönlichen Eigentum eines Toten vergreifen! Aber seiner eigensinnigen Freundin traute er auch das zu. "Onno würde sagen: Ich hab's ja gleich gewusst! Mit der Ruhe ist es vorbei, wenn unsere Friesenrose wieder an Bord ist."

Gretje musste nun doch ein wenig grinsen. Piet versuchte, Onno Fokken zu imitieren, ob

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