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Inspektor Takeda und die Toten von Altona Kriminalroman von Siebold, Henrik (eBook)

  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Inspektor Takeda und die Toten von Altona

Steckbrief. Name: Kenjiro Takeda. Beruf: Kommissar. Hobbys: Saxophon spielen. Besonders Interessen: amerikanischer Jazz. Besondere Kennzeichen: schulterlanges Haar. Von Tokio nach Hamburg. Als die Eheleute Haubach tot in ihrer Wohnung in Hamburg-Altona gefunden werden, scheint der Fall auf den ersten Blick klar: Selbstmord. Deshalb hat man auch Inspektor Kenjiro Takeda, Mitarbeiter der Mordkommission Tokio und zurzeit als Hospitant in Deutschland tätig, zum Tatort geschickt. Doch Takeda ist skeptisch. Zu recht, wie sich bald herausstellt, denn es finden sich Spuren, die auf Mord hindeuten, und Verdächtige gibt es auch genug. Gemeinsam mit seiner deutschen Partnerin, Hauptkommissarin Claudia Harms, nimmt Takeda - auf seine Weise - die Ermittlungen auf. Spannend und ungewöhnlich - ein Japaner und eine deutsche Ermittlerin. Henrik Siebold ist Journalist und Buchautor. Er hat unter anderem für eine japanische Tageszeitung gearbeitet sowie mehrere Jahre in Tokio gelebt. Unter einem Pseudonym hat er mehrere Romane veröffentlicht. Zurzeit wohnt er in Hamburg. Bisher erschienen als Aufbau Taschenbuch "Inspektor Takeda und die Toten von Altona", "Inspektor Takeda und der leise Tod" und "Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder". "Inspektor Takeda und das doppelte Spiel" ist auch als Audio-CD lieferbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 320
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841210784
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Kenjiro Takeda 1
    Größe: 2446 kBytes
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Inspektor Takeda und die Toten von Altona

2.

War das der Japaner? Ihr neuer Partner? Der Inspektor aus Tokio, dem sein brillanter Ruf vorausgeeilt war? Und von dem sich die deutschen Kollegen dennoch fragten, was um Himmels willen sie mit ihm anfangen sollten?

Kriminalhauptkommissarin Claudia Harms war sich nicht sicher, was sie denken oder fühlen sollte, als sie den eleganten Asiaten mit den langen Haaren entdeckte, der sich suchend unter den Menschen im Ankunftsbereich umsah.

Irgendwie hatte sie sich diesen Inspektor Takeda anders vorgestellt, biederer, steifer, unscheinbarer.

Japanischer eben.

Der Mann mit dem Instrumentenkasten und dem lässigen, selbstbewussten Auftreten war hingegen ganz anders als alles, was sie erwartet hatte. Nicht, dass er ihr nicht gefallen hätte, ganz im Gegenteil. Aber sie war halt überrascht.

Na ja, wahrscheinlich war das gar nicht Kenjiro Takeda. Der hier war bestimmt nur ein Musiker, der in Hamburg einen Auftritt hatte. Es gab doch praktisch kein Orchester auf der Welt mehr, in dem nicht mindestens ein Japaner mitspielte, meistens sogar mehrere. Der Inspektor würde schon noch kommen.

Dann aber stellte Claudia überrascht fest, dass der Mann zielstrebig auf sie zukam und das Pappschild fixierte, das sie eher halbherzig in die Höhe hielt und auf dem Takedas Namen stand.

Ein feines Lächeln spielte um den Mund des Japaners, der überraschend kräftige, ja sinnliche Lippen hatte. Er deutete eine Verbeugung an, zeigte auf das Schild und sagte in fließendem, wenn auch eigenartig akzentuiertem Deutsch: "Kenjiro Takeda. Das bin ich." Dasu bin ichu .

Immerhin, die Sprache kann er, dachte Claudia erleichtert. Auch wenn es komisch klingt. Denn eines war klar: Takeda war ihr gegen ihren erbittertsten Widerstand von ihren Vorgesetzten einfach vor die Nase gesetzt worden.

Die Kommissarin brauchte ein paar Sekunden, um sich aus ihrer Erstarrung zu lösen. Dann lächelte sie ebenfalls und sagte: "Tja, äh ... willkommen in Deutschland, Inspektor. Ich bin Hauptkommissarin Harms. Sieht so aus, als würden wir künftig zusammenarbeiten. Der Polizeipräsident und unser Kommissionsleiter wollten eigentlich auch kommen, aber Sie kennen das bestimmt. Freitagnachmittag ... die Herren haben Wichtigeres zu tun."

Zum Beispiel nach Hause zu fahren und den Grill anzuwerfen, während ihre Untergebenen Überstunden schieben, fügte sie in Gedanken hinzu.

Claudia wollte sich verbeugen, als Takeda im selben Augenblick ihr die Hand entgegenstreckte. Der Inspektor zog die Hand zurück, verbeugte sich ebenfalls. Claudia wiederum streckte die Hand aus, griff aber ins Leere. So ging es ein paar Mal hin und her, bis sie schließlich einfach beides gleichzeitig taten, sich verbeugen und die Hand schütteln.

Das fängt ja toll an, dachte Claudia. Nicht mal die Begrüßung kriegen wir hin.

"Kommen Sie, Inspektor. Mein Wagen steht draußen im Parkhaus. Ich bringe Sie in Ihre Wohnung."

"Das ist sehr freundlich von Ihnen, Frau Harms." Furau Harumusu.

"Dann mal los. Soll ich Ihren Koffer nehmen?"

"Danke, es geht schon. Kein Problem."

Kurz darauf lenkte Claudia Harms ihren schwarzen Peugeot durch den dichten Freitagnachmittagsverkehr. Sie hupte, fluchte und überholte, sobald sich eine Lücke auftat. So war sie halt, am Steuer wie überhaupt im Leben. Ungeduldig. Sie wollte nach vorne, sie wollte nach oben. Und zwar so schnell wie möglich.

Dass Takeda dabei vermutlich eher ein Hindernis war als eine Verstärkung, darüber machte sie sich keine Illusionen. Dieses Austauschprogramm, das sich ein paar realitätsferne Politiker an ihren Schreibtischen ausgedacht hatten, war nichts anderes als eine Zumutung. Schon klar, eine Weltstadt wie Hamburg, international verflochten, riesiger Hafen, Handelsmetropole, muss auch in der Verbrechensbekämpfung neue Wege gehen. Blablabla. Die eigentliche Frage war doch, wie ein Japaner in Deutschland echte Ermittlungsarb

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