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Kiez und Küste Kriminalroman von Hüper, Werner (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Kiez und Küste

Hauptkommissar Maximilian Reischl, der im Roman 'Falsche Freunde' erfolgreich in der Golfszene ermittelt hatte, verbringt seinen Urlaub zusammen mit seiner Frau Theresa auf der Insel Amrum, wo sie Zeugen eines Verbrechens werden. Auch als 'Urlauber' zeigt er Interesse an den Ermittlungsarbeiten und gibt seinen Kollegen im hohen Norden den einen oder anderen Tipp. Alles deutet darauf hin, dass die Lösung dieses Falls im Rotlichtviertel von St. Pauli zu finden sein wird. Die Arbeit der Polizei erweist sich jedoch schwieriger als zunächst angenommen. Werner Hüper, geboren 1942 in Hannover, lebt seit 2005 in der Holsteinischen Schweiz. Nach 32 Jahren in München, wo er als Manager und selbständiger Unternehmer tätig war, zog es ihn in den Norden. Im 'Unruhestand' widmet er sich seinen Hobbies Golf und Kochen. Seine neue Leidenschaft ist das Schreiben von Kurzgeschichten Gedichten und Romanen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 236
    Erscheinungsdatum: 01.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741202063
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 256kBytes
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Kiez und Küste

1

Als Ermittler in Mordsachen war Hauptkommissar Maximilian Reischl von der Kripo Rosenheim überaus erfolgreich und deshalb weit über Rosenheim hinaus bekannt. Mitarbeiter und Kollegen schätzten ihn sehr, auch wenn der eine oder andere nicht verstehen konnte, wie konsequent Reischl an seinen Prinzipien festhielt, wenn es um seine Arbeit ging. Wer etwa seine Kompetenz in Zweifel zog, konnte sehr schnell erleben, wie der ansonsten ruhige und ausgeglichene Hauptkommissar aus der Haut fuhr. Das hatte ein ums andere Mal sein früherer Assistent Ludwig Grassinger erfahren. Der hatte es beispielsweise gewagt, bei von Reischl geführten Verhören Zwischenfragen zu stellen. "Maul halten, zuhören, lernen!" wies Reischl den ungeduldigen, aber aus seiner Sicht offensichtlich für den Polizeidienst völlig ungeeigneten Grassinger bei derlei Gelegenheiten schon einmal zurecht. Reischl war jedenfalls heilfroh, als Grassinger endlich seine Prüfung zum Kommissar bestanden hatte - weiß der Himmel, wie ihm das gelungen war - und zur Kripo Passau versetzt wurde.

Beim letzten Fall, den Reischl aufzuklären hatte, ging es um einen Selbstmord, der sich jedoch später als Mord herausstellte. Erst mehrere Jahre nach dem vermeintlichen Suizid gab es Hinweise, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugegangen war. Reischl ermittelte und sorgte letztlich dafür, dass die angeblichen Freunde eines Golfplatzbesitzers für lange Jahre in den Knast wanderten. Sie hatten aus Habgier einen Mitarbeiter zum Mord angestiftet, was Reischl nach mühsamer Kleinarbeit hatte nachweisen können. Bei diesen Ermittlungen stand Reischl der Assistent Grassinger zur Seite. Das war die offizielle Version. Aus Reischls Sicht stand Grassinger ihm nicht zur Seite sondern eher im Wege. Aber das war nun vorbei, und Reischl hoffte auf entspannte Zeiten im Dienst. Deshalb war er auch über die Nachfolgerin an seiner Seite sehr erfreut. Es handelte sich nämlich um eine junge, außerordentlich intelligente und darüber hinaus auch noch sehr hübsche junge Dame.

Hauptkommissar Reischl war eine imposante Erscheinung. Bei einer Körpergröße von 1,90 m und einem durch regelmäßigen Sport gestählten Körper konnte er trotz seiner inzwischen 55 Lebensjahre manch jüngeren Kollegen in den Schatten stellen. Sein Schnauzer, der perfekt zu seinem bayrischen Outfit passte, ließ eine gewisse Gutmütigkeit vermuten. Sich auf diesen Wesenszug zu verlassen war jedoch ein Fehler. Reischl konnte zwar außerordentlich nett und freundlich sein, im Dienst jedoch war er kompromisslos. Es gab sogar Kollegen in der Polizeidirektion Rosenheim, die ihn hinter vorgehaltener Hand aus irgendeiner Verärgerung heraus "Stinkstiefel" nannten. Wer ihn besser kannte, hielt diese Verunglimpfung für ungerecht und unfair.

Was die Kollegen im Präsidium nicht wussten oder nur ahnen konnten: Auch im Privatleben Reischls gab es Gewohnheiten, von denen er nur ungern abwich. Bei dem erwähnten Fall des vorgetäuschten Selbstmords wäre es beinahe dazu gekommen, dass er seinen liebgewonnenen Urlaub in Südtirol, den er regelmäßig im Frühjahr anzutreten pflegte, hätte verschieben müssen. Diese Konsequenz blieb ihm jedoch damals erspart, weil es wirklich keine überzeugenden Anhaltspunkte für eine Straftat gab. Dass sich der Sachverhalt Jahre später anders darstellte und er die Ungereimtheiten bei dem Fall nicht rechtzeitig erkannt hatte, wurmte ihn gewaltig. Er hatte sich deshalb vorgenommen, zukünftig noch sorgfältiger bei seiner Arbeit vorzugehen und dem Zufall keine Chance einzuräumen.

Seit vielen Jahren war Maximilian Reischl mit Theresa verheiratet. Sie kannten sich schon seit der Schulzeit. Resi, wie er sie von Anfang an nannte, hatte auch das Ignaz-Guenther-Gymnasium in Rosenheim besucht, allerdings 2 Klassen unter ihm. Während seiner Ausbildung, die zunächst am Studienort Sulzbach-Rosenberg und später im Verlauf der fachpraktischen Ausbildung in Fürstenfeldbruck und München s

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