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Killer unter sich von Rahn, Wolf G. (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
4,99 €
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Killer unter sich

Anlässlich 20 Jahre Edition Bärenklau gibt der Verlag eine Auswahl der besten Kurzkrimis in dieser Sonderedition heraus. Eine Auswahl der besten nationalen Krimiautoren gibt sich in über fünfzig Werken die Ehre, den Leser zu unterhalten. Man muss nicht immer um den "heißen Brei" herumreden, um eine spannende Geschichte zu verfassen; Verbrechen benötigen auch kein langes Vorspiel, um in die Tat umgesetzt zu werden. Hier zeigen namenhafte Krimiautoren, unter ihnen auch Fred Breinersdorfer, dessen Krimis zum Teil auch verfilmt wurden, der für seinen Anwalt Abel bekannt ist und der auch eine Vielzahl von Drehbüchern für bekannte Serien wie Tatort geschrieben hat, sowie der Preisträger des Deutschen Krimi Preises Horst Bieber und einige mehr ihr Können.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 600
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738932836
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 634 kBytes
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Killer unter sich

2. Die Tote im Wald

von Wolf G. Rahn

Jutta Falk fiel in Laufschritt. Sie war heute spät dran und wollte Karl nicht warten lassen.

Von den Zweigen tropfte es in den Kragen ihres Mantels. Dazu heulte ein unheimlicher Wind, der sich hier im Wäldchen besonders schaurig anhörte.

Scheußliches Wetter! Und doch war Jutta voller Freude. Bald würde sie Karl nicht mehr heimlich treffen müssen. Dann brauchte sie auch vor ihren Eltern dieses Geheimnis nicht mehr ängstlich zu hüten.

In der Nähe knackte es. Jutta verharrte.

"Karl?" Als ein Hase im Unterholz verschwand, lächelte sie und hastete weiter.

Nur wenige Schritte, dann blieb sie wie angewurzelt stehen. Vor ihr lag eine Gestalt im Gras. Das Gesicht war zur Seite gekehrt. Eine regennasse Haarsträhne fiel über die linke Wange. Dahinter schaute ein Auge hervor, schreckensweit aufgerissen.

Ein gellender Schrei löste sich aus Juttas Kehle. Sie taumelte zurück. Dort vorn lag eine Frau. Sie war tot. Zweifellos ermordet.

Ob sich der Täter noch in der Nähe aufhielt? Vielleicht wurde sie von ihm beobachtet. Würde er sie ebenfalls umbringen?

Schlagartig fiel ihr der Mann ein, den sie für einen harmlosen Pilzsammler gehalten hatte. Es bestand kein Zweifel, dass sie dem Mörder begegnet war.

Ein neuer Schreck durchfuhr sie. Karl müsste schon längst hier sein. Möglicherweise hatte er die beiden beobachtet und bildete als lästiger Zeuge nun eine Gefahr für den Killer. Vielleicht war er schon tot.

Tränen schossen in Juttas Augen. Sie begann zu laufen. In einiger Entfernung führte die Straße vorbei. Ein holpriger Weg verband sie mit der Lichtung.

Jutta stolperte vorwärts. Die Lichtung war leer. Immer wieder schaute sie sich voller Entsetzen um.

Unbehelligt erreichte sie die Straße. So schnell ihre Beine sie trugen, hastete sie weiter, bis sie Karls Wagen entdeckte. Die Motorhaube war geöffnet. Karl hantierte mit einem Schraubenschlüssel. Jutta schluchzte vor Erleichterung. Er lebte. Ihm war nichts passiert.

Der Mann fuhr herum, als er sie kommen hörte.

"Der verflixte Wagen!", schimpfte er. "Ich musste die Zündkerzen reinigen. Warum bist du so aufgeregt?"

Es dauerte einige Zeit, ehe er aus ihrem Gestammel klug wurde. Dann allerdings war auch er entsetzt.

"Bist du sicher, dass sie tot ist?"

Jutta nickte.

"Und ich habe ihren Mörder gesehen. Oh, es war schrecklich!" Zitternd ließ sie sich von ihrem Freund beruhigen.

"Wir müssen die Polizei verständigen", entschied Karl. "Kannst du den Kerl beschreiben?"

Dieses Gesicht würde sie in ihrem ganzen Leben nicht vergessen.

Das scheußliche Verbrechen machte auch den Nerven des Mannes zu schaffen. Auf der Fahrt in die Stadt verlor er vor Aufregung zweimal um ein Haar die Herrschaft über seinen Wagen. Die beiden konnten von Glück sagen, dass sie unversehrt ihr Ziel erreichten.

Die Meldung des Mordes schlug auf der Polizeistation wie eine Bombe ein. Es blieb Jutta nicht erspart, die Beamten zu der Leiche zu führen, die noch unverändert im Wald lag.

Sie gab eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters zu Protokoll, und die Fahndung nach dem Unbekannten lief unverzüglich an.

"Haben Sie den Mann ebenfalls gesehen?", wollte Kommissar Jansen von Karl wissen.

Dieser verneinte.

"Nur weil der Motor meines Wagens streikte, war ich nicht rechtzeitig an unserem Treffpunkt", erklärte er. "Vielleicht hätte ich den Mord sonst verhindern können."

Jutta klammerte sich angstvoll an ihren Freund.

"Bestimmt hätte er dir ebenfalls etwas angetan", befürchtete sie.

Die Frau, die ihre Papiere bei sich trug, war erdrosselt worden.

"Vermutlich von hinten mit einer festen Schnur oder etwas Ähnlichem. Als Sie sie fanden, war sie längstens eine halbe Stunde tot."

Die Tote hieß Doris Hartwig und stammte

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