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Knochenbett Kay Scarpettas 20. Fall von Cornwell, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2013
  • Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
eBook (ePUB)
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Knochenbett

Der zwanzigste Fall für Kay Scarpetta, 'eine der ungewöhnlichsten Krimiheldinnen'. Der Spiegel Eine verschwundene Paläontologin, von der nur noch das Foto ihres abgeschnittenen Ohrs existiert. Und die Mumie einer Frau, die im Bostoner Hafen gefunden wird. Dr. Kay Scarpetta bekommt es mit einer ebenso düsteren wie bizarren Mordserie zu tun, die sie selbst in größte Schwierigkeiten bringt. Kay Scarpetta ist als Zeugin im Prozess gegen einen Öl-Tycoon geladen, dem der Mord an seiner spurlos verschwundenen Ehefrau vorgeworfen wird. Wenige Stunden zuvor musste die berühmte Rechtsmedizinerin noch unter schwierigsten Umständen die mumifizierte Leiche einer Frau aus dem Bostoner Hafen bergen. Handelt es sich bei der Toten um die vermisste Industriellengattin? Diese Frage stellt sich auch die Anwältin des Angeklagten, die alles daran setzt, Scarpettas Reputation zu untergraben. Fieberhaft beginnt die Rechtsmedizinerin mit der Untersuchung der Mumie. Daneben machen ihr noch ganz andere Probleme zu schaffen: Ihr Chefermittler Pete Marino gerät unter Mordverdacht, und ihr Ehemann Benton Wesley scheint sich von ihr abzuwenden. Steuert Kay Scarpetta auf eine berufliche und private Katastrophe zu? Patricia Cornwell, 1956 in Miami, Florida, geboren, arbeitete als Polizeireporterin und in der Rechtsmedizin, bevor sie vor mehr als zwanzig Jahren mit ihren bahnbrechenden Thrillern um die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta begann. Ihre Bücher wurden mit allen renommierten Preisen ausgezeichnet und sind weltweit Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 11.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455812275
    Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
    Serie: Kay Scarpetta 20
    Originaltitel: The Bone Bed
    Größe: 2158 kBytes
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Knochenbett

Drei

Der äußere Rand des Ohrs, die Ohrmuschel, ist offenbar säuberlich vom Bindegewebe des Schläfenmuskels abgetrennt worden.

Ich habe das Bild so stark vergrößert, wie es möglich war, ohne dass alles verschwimmt. Die sichtbaren Ränder der Schnittwunde wirken scharf und regelmäßig. Ich kann weder bleiche Stellen noch einen Hinweis darauf erkennen, dass das durchtrennte Gewebe umgestülpt oder eingesackt ist, was ich erwarten würde, hätte die Amputation lange nach dem Tod stattgefunden – zum Beispiel, wenn das Ohr von einer einbalsamierten Leiche an der medizinischen Fakultät stammen würde. Das Ohr und das Blut auf der Zeitung sind offenbar neueren Datums.

Allerdings kann ich nicht feststellen, ob es sich um Menschenblut handelt, und mit Ohren ist es eine schwierige Sache. Sie sind nicht besonders stark durchblutet, weshalb es durchaus möglich ist, jemandem vor oder nach dem Tod das Ohr abzuschneiden und es wochenlang zu kühlen. Auch dann würde es auf einem Foto noch so frisch aussehen, dass ich unmöglich feststellen könnte, ob das Opfer bei der Amputation noch gelebt hat.

Das Bild ist für meine Zwecke absolut ungeeignet, wie ich Lucy erkläre. Ich muss das Ohr selbst untersuchen, die Schnittränder auf körperliche Reaktionen überprüfen und die DNA mit dem National DNA Index ( NDIS ) und dem Combined DNA Index System ( CODIS ) abgleichen, nur für den Fall, dass der Besitzer ein Vorstrafenregister hat.

"Ich habe bereits aktuelle Fotos von ihr gefunden, und zwar ziemlich viele auf verschiedenen Webseiten. Einige sind entstanden, als sie in diesem Sommer in Alberta gearbeitet hat", lässt Lucy sich aus meinem Bad vernehmen. Wir sprechen so laut, dass wir einander verstehen können. "Aber wir können aus offensichtlichen Gründen keinen Eins-zu-eins-Abgleich vornehmen. Ich muss die Größe und den Winkel noch richtig anpassen, doch die gute Nachricht ist, dass das Übereinanderlegen zumindest eines gebracht hat: Wir können nicht ausschließen, dass sie es ist. Ich habe dir die Datei geschickt", fügt sie hinzu. "Damit du die Vergleiche allen Teilnehmern deiner Besprechung zeigen kannst."

"Bist du so gegen fünf zurück?"

"Mir war nicht klar, dass ich eingeladen bin", übertönt sie die Geräusche des nächsten sich in Produktion befindlichen Espresso.

"Natürlich bist du das."

"Und wer sonst noch?"

"Einige Agents von der Außenstelle in Boston. Douglas, glaube ich." Damit meine ich Douglas Burke, eine FBI -Agentin, deren Vorname leicht zu Missverständnissen führt. "Keine Ahnung, wer noch. Und Benton."

"Ich habe keine Zeit", entgegnet Lucy. "Nicht, wenn sie dabei ist."

"Deine Anwesenheit wäre wirklich hilfreich. Was hast du denn für ein Problem mit Douglas?"

"Alles. Nein, danke."

Da meine Nichte zu Anfang ihrer Karriere als Ermittlerin beim FBI und beim ATF vor die Tür gesetzt worden ist, hegt sie nicht unbedingt freundschaftliche Gefühle für diese Bundesbehörden. Mich bringt das manchmal in die Bredouille, denn schließlich ist mein Mann Criminal Intelligence Analyst, oder Profiler, beim FBI , während ich einen besonderen Reservistenstatus im Verteidigungsministerium innehabe. Also sind wir beide Teil eines Systems, das sie ablehnt und verachtet, der Strafverfolgungsbehörden des Bundes, die sie abgewiesen und gefeuert haben.

Um es kurz zu sagen, Lucy Fari

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