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Kommissar Platow, Band 6: Frau Wirtins letzter Gast oder Der Klappergassen-Killer Kriminalroman von Olden, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.09.2016
  • Verlag: mainebook Verlag
eBook (ePUB)
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Kommissar Platow, Band 6: Frau Wirtins letzter Gast oder Der Klappergassen-Killer

Weihnachten `75 versprach kein frohes Fest zu werden. In Wien hatten Terroristen eine blutige Geiselnahme angezettelt. Mike, Abba und ich mussten den Mord an einer beliebten Gastwirtin in Sachsenhausen aufklären. Ein süchtiger 'Bulle' aus dem Präsidium war darin verwickelt. Dann klopfte auch noch das BKA mit einem Sonderauftrag an meine Tür. Ich sollte der Frau, die ich liebte, eine Falle stellen ... Die Kommissar Platow-Serie: Frankfurt, Mitte der 70er Jahre. Die Kriminalität boomt. Drogen. Terrorismus. Bandenkriege. Mittendrin: Kommissar Joachim 'Joe' Platow. Gemeinsam mit seinem Assistenten Mike Notto und Schutzhündin Abba kämpft er gegen das Verbrechen. Dabei wird Platow immer wieder von seinem persönlichsten Fall eingeholt - seine Ex-Verlobte Petra, die sich der RAF angeschlossen hat ... Bereits erschienen: Band 1 'Sieben Schüsse im Stadtwald', Band 2 'Das Grab am Kapellenberg', Band 3 'Endstation Hauptwache', Band 4 'Der Westend-Würger', Band 5 'Blutnacht im Brentanopark' Martin Olden ist das Pseudonym des Journalisten und Kinderbuchautors Marc Rybicki. Er wurde 1975 in Frankfurt am Main geboren und studierte Philosophie und Amerikanistik an der Goethe-Universität. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Rybicki als Filmkritiker für das Feuilleton der 'Frankfurter Neuen Presse'. Ebenso ist er als Werbe- und Hörbuchsprecher tätig. Bei mainbook erscheint auch Martin Oldens Krimi-Reihe mit Kommissar Steiner: 1. Band: 'Gekreuzigt'. 2. Band 'Der 7. Patient'. 3.Band 'Wo bist du?'. 4. Band 'Böses Netz'. 5. Band 'Mord am Mikro'. 6. Band 'Die Rückkehr des Rippers'. 7. Band 'Vergiftetes Land'. Im Jahr 2013 veröffentlichte er zudem seinen ersten Thriller 'Frankfurt Ripper'. Weitere Titel von Marc Rybicki sind die Kinderbücher 'Mach mich ganz', 'Wer hat den Wald gebaut?', 'Wo ist der Tannenbaum?' und 'Graue Pfote, Schwarze Feder'. (Autorenwebsite: www.sonnige-sendung.de)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 109
    Erscheinungsdatum: 27.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783946413332
    Verlag: mainebook Verlag
    Größe: 291 kBytes
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Kommissar Platow, Band 6: Frau Wirtins letzter Gast oder Der Klappergassen-Killer

1

Samstag, 08. November 1975

Die "Babalu"-Bar stank nach Schnaps, Schweiß und Glimmstängeln. Am Tresen und an den runden Tischen war die übliche Kundschaft versammelt. Osteuropäische Kriminelle mit gefälschten Pässen, rauschgiftsüchtige GIs, Zuhälter, Dealer und Prostituierte auf der Jagd nach schnellem Geld. Zur Melodie von "Fly, Robin, Fly" tanzte ein blutjunges Mädchen auf einem rotbeleuchteten Steg und ließ mehr oder weniger gekonnt die Hüllen fallen. Ab und zu glitten lüsterne Blicke über ihren halbnackten Körper. Mich konnten die Kurven der Stripperin nicht ablenken. Hochkonzentriert, mit angespannten Muskeln, bewegte ich mich im Slalom durch die Ansammlung der halbseidenen Gestalten. Stets darauf bedacht, ob unter irgendeinem Jackett der kalte Stahl eines Revolvers aufblitzen würde. Die Spelunke in der Moselstraße war für mich feindliches Gebiet, denn ihr Besitzer wollte meinen Tod. Alle nannten ihn "Zappa" wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Rocker Frank Zappa. Eigentlich hieß er Simon Zapatka, stammte aus Tel Aviv und hatte sich in Frankfurt als einer der führenden Unterweltbosse etabliert. Zappa beherrschte das Bahnhofsviertel. Ihm gehörten Bordelle, Spielcasinos, Restaurants und Immobilien. Nebenbei handelte er mit Drogen, Waffen und Mädchen. Dank vorzüglicher Beziehungen zum Geldadel unserer Stadt gelang es Zappa immer wieder einer gerechten Strafe zu entkommen, indem er Zeugen kaufte und Beweismittel verschwinden ließ. Offene Rechnungen mit Konkurrenten pflegte der Rotlicht-König in Blei zu begleichen. Auch der Name "Joe Platow" stand weit oben auf seiner Abschussliste, weil ich nicht käuflich war und geschworen hatte, ihn zur Strecke zu bringen. Ich wusste, dass Zappa ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt hatte. Womöglich wollte es sich einer der zwielichtigen Gäste in der "Babalu"-Bar verdienen. Darum war ich nicht ohne Schutz gekommen. Neben mir lief eine hochgewachsene Blondine, von Mutter Natur gesegnet mit schnellen Reflexen und zweiundvierzig Zähnen. Abba - meine Lebensversicherung auf vier Pfoten.

"Wenn einer der Kerle frech wird, zeigst du ihm dein 1-A Scherengebiss", flüsterte ich und kraulte eine Stelle hinter ihren Schlappohren. In Gedanken hörte ich die Antwort meiner Hovawart-Hündin.

Gerne, Joe. Aber wir sollten mal über eine Gehaltserhöhung reden.

"Bekommst du nicht genug Futter?"

Erstens kann man nie genug Futter haben. Zweitens schiebe ich nicht umsonst Überstunden. Schau mal auf die Uhr! Um die Zeit schlummere ich normalerweise friedlich in meinem Körbchen.

"Tut mir leid um deinen Schönheitsschlaf. Aber wir müssen einen Kollegen retten." Ich hielt Ausschau nach einem Mann mit graubraunem Vollbart, speckiger Lederjacke und einem melancholischen Dackelblick. "Hast du ihn schon entdeckt?"

Abba hob die Nase. Schluckspecht sitzt hinten links, neben der Bühne - folge einfach dem Whisky-Mief!

Uwe Fink erweckte den Eindruck eines Gammlers vom nahegelegenen Hauptbahnhof. Den erfahrenen Kriminalkommissar sah man ihm nicht an. Wie ein Fragezeichen hing er über seinem Bourbon-Glas und starrte auf die hellbraune Flüssigkeit, als sei darin eine tiefe, für ihn allein sichtbare Weisheit verborgen. Nach Uwes zerknitterter Miene zu urteilen, war es weder sein erster Drink noch würde es sein letzter sein - falls ich ihn nicht stoppte.

Ich ließ mich neben ihm nieder und tippte auf seine Schulter. "Suchst du Gesellschaft oder willst du dich allein ertränken?"

"Joe, du alter Anarchist! Wo kommst du denn her?" Uwe lächelte entrückt. Seine Reibeisenstimme klang schleppend.

"Ist nicht leicht gewesen, dich zu finden. Abba und ich haben ein gutes Dutzend Bars und Kneipen nach dir abgegrast. Konntest du kein schöneres Plätzchen für dein Besäufnis finden?"

Mit einer ausladenden Geste umarmte Uwe Fink den obskuren Schuppen. "Mir gefällt`s hier! Ich passe in diesen Laden wie der

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