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Kommissar Valderon & Die Speisenkarte des Fabien le Trec von Bredaux, Jack (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Kommissar Valderon &

In einem Land, in welchem bis vor wenigen Jahren die Köpfe nur so rollten, wie sonst überreifes Obst von den Bäumen fällt, erregen elf Tote mehr oder weniger nicht unbedingt die Gemüter. Wenn es sich dabei jedoch um hinterhältige Morde handelt, deren abscheuliche Ausführungen Gemeinsamkeiten aufweisen, fühlt sich die Obrigkeit sehr wohl berufen, für Aufklärung Sorge zu tragen. Von Marseille bis hin nach Biarritz, zieht sich eine Spur des Grauens. Niemand, als Kommissar Valderon, der ansonsten in Marseille den Ganoven das Leben schwer macht, wäre besser geeignet den spärlichen Hinweisen nachzugehen. So gelangt der Kommissar im tiefen Süden Frankreichs zu einem Gasthaus, welches wohlschmeckende Fleischgerichte zu einem äußerst günstigen Preis anbietet. Doch reicht alleine der stete Appetit des mehr als vollschlanken Monsieurs, um den Täter dingfest zu machen? Der Weltenbummler, Träumer und Romantiker, Jack Bredaux, lässt Kommissar Valderon auf humorvolle Weise ermitteln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 347
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738061666
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 793 kBytes
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Kommissar Valderon &

Anno 1804

"Vater, darf ich mit dir gehen?", quengelt der kleine Fabien, und zieht dabei ungeduldig, und so kräftig wie er es vermag, an Bertrands Rock.

"Es ist weit, mein Sohn und je nachdem welcher Fang in der Falle ist, bin ich außerstande diesen und dich gleichzeitig auf meinen Schultern zu tragen."

"Bitte, bitte Vater, ich verspreche, dir nicht zur Last zu fallen."

"Louisdor", nutzt Rosalie le Trec den Kosenamen, um auf ihren Buben einzuwirken, "hör auf mit dem Gezeter. Es wird bald dunkel und dein Vater ist umso schneller zurück, desto rascher er laufen kann. Wenn du älter bist, kannst du immer noch mit ihm hinaus gehen", versucht Rosalie, den Knaben von seinem Vorhaben abzubringen. "Ich fände es überhaupt besser, wenn auch du, mein Liebster, daheim bleiben würdest", bemüht sie sich weiter, ihren Ehemann ebenfalls von seinem Plan abzuhalten.

"Um dann den Fang den Wildtieren zu überlassen? Nein-nein, meine Liebe, ein Braten auf dem Tisch wird uns nicht schaden und vielleicht können wir sogar etwas von dem Fleisch verkaufen, wenn es denn mehr als nur ein Hase ist."

"Bertrand, ich habe Schüsse gehört; womöglich sind noch andere auf der Jagd. Außerdem weiß ich nicht, ob man dich wegen der Wilderei anklagen kann."

"Rosalie, ich bin ein freier Bürger und als solcher habe ich das Recht dafür zu sorgen, dass meine Familie ein Stück Fleisch auf den Tisch bekommt. Der Wald gehört uns allen, also auch das Viehzeug, welches sich darin breit macht. Nun, nicht direkt, doch das spielt keine Rolle."

"Genau, Mama, und auch ich bin ein freier Bürger und möchte, dass Fleisch auf den Tisch kommt", pflichtet Fabien seinem Vater frohgelaunt bei.

"Wohlan, junger Mann, dann sollten wir uns jetzt rasch auf den Weg machen", gibt Bertrand mit einem Lachen im Gesicht dem Drängen des Sohnes nach. "Pass auf, mein Junge, wenn wir schon gemeinsam auf die Jagd gehen, dann wollen wir uns natürlich auch die Arbeit teilen. Du trägst zunächst den großen Leinensack, in dem wir hoffentlich unsere ebenso große Beute packen werden, und ich trage dich auf meinen Schultern."

Nur das große und überaus scharfe Jagdmesser steckt sich Bertrand noch in den Gürtel, um einer eventuellen Beute in der Falle, den erlösenden Tod beibringen zu können. Dann ergreift er rasch Fabien und setzte sich diesen in den Nacken. Mit seinen kräftigen Händen umfasst er die kurzen Beine des Buben, damit dieser einen sicheren Halt findet. Mit großen Schritten macht sich Bertrand dann auf den Weg zum Wald. Fabien genießt den erhöhten Platz und das schnelle Vorankommen sichtlich und meint seinen Vater dennoch einwenig anspornen zu müssen.

"Vater, du kannst ruhig noch etwas schneller gehen, mir macht s nichts aus und Mutter würde es sicherlich freuen, wenn wir vor Anbruch der Dunkelheit wieder zurück sind."

Mit einem Lächeln um den Mund folgt Bertrand den Anweisungen des Sohnes und seine Schritte werden noch ausladender. So geht es schweigsam mitten durch die blühenden Wiesen, denn Bertrand braucht seinen Atem, um den raschen Schritt beibehalten zu können. Fabien indes schaukelt hoch auf den Schultern des Vaters, so, als würde er auf einem galoppierenden Pferd sitzen. Etwa eine halbe Stunde mag vergangen sein, da sehen sie den dichten Waldrand vor sich liegen, in dessem Inneren Bertrand seine Falle aufgestellt hat. Nun hebt Bertrand den Knaben von seinen Schultern und lässt ihn auf den weichen Boden herab.

"Wenn wir jetzt in den Wald gehen, Fabien, dann bleibst du dicht hinter mir. Laufe nicht neben mir her, sondern versuche in meine Fußstapfen zu treten; nicht, dass du noch selbst in die Falle gerätst. Ist das klar?"

"Ja, natürlich, Vater", gibt Fabien mit strahlenden Augen zurück und streckt sich mächtig, um die großen Schritte des Vaters nachmachen zu können.

Während sich Bertrand seine Mütze gerade rückt, ja, er trägt noch e

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