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Krontenianer Rendezvous am Bogen von Herold, Erasmus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.09.2016
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Krontenianer

Im Alter von achtzehn Jahren verlässt Marla Santiago die Erde, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Es ist ihr Wunsch, den Weltraum zu bereisen und fremde Planeten kennenzulernen. Nach der Ausbildung an der Akademie Gayas heuert sie auf einem krontenianischen Transportschiff als Navigatorin an. Während der mehrere Monate andauernden Reise, versucht sie sich den Respekt ihrer Kollegen zu erarbeiten. Eines Tages entdeckt Marla abseits der Handelsroute einen Planeten, den ein besonderes Naturspektakel, genannt Bogen, erwartet. Das Phänomen verleitet den Captain zur Kursänderung, denn das austretende Gas bietet eine zusätzliche Chance auf Profit. Das Zeitfenster ist knapp, da das Ende des Himmelskörpers naht und eine energiefreisetzende Fusionskette droht, den Planeten und alles in seinem Umfeld zu zerstören. Ist es Zufall oder haben die Entführung der Waffenoffizierin, die Sabotage im Maschinenraum und die anderen Übergriffe mit dem Flug zum Bogen zu tun?

Erasmus Herold wurde 1969 in Bonn-Beuel geboren, ist verheiratet, hat zwei Töchter. Er lebt im Oelder Stadtteil Stromberg. Seit 2009 schreibt Erasmus Herold Romane. Laut eigener Aussage entspricht die Idee zum thematischen Aufbau seiner Krimis oft persönlichen Interessen, seien es die komplexen Verstrickungen innerhalb seiner Bücher, die lebensnahe Beschreibung seiner Protagonisten oder die Einbindung der Geschichte seiner Heimat Westfalens. Erasmus Herold ist Mitglied in der Autorenvereinigung "Das Syndikat".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 488
    Erscheinungsdatum: 06.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740737139
    Verlag: TWENTYSIX
    Größe: 837kBytes
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Krontenianer

2. Nachtschicht (3 Tage bis zum Bogen)

Das leise Pulsieren des Alarms ging einher mit dem langsamen, automatischen Ansteigen der Kabinenbeleuchtung. Marla Santiago erwachte aus ihrem kurzen Schlaf, setzte sich auf und rieb ihre müden Augen. Ein Blick auf die roten Ziffern der Digitaluhr neben der Tür zeigte, es war kurz vor zwei in der Nacht.

Es ist einfach zu früh, um aufzustehen ... Aber höchste Zeit, um noch pünktlich zu sein , redete Marla sich ein, streckte die Arme aus und rutschte schließlich nach vorne an den Rand des Bettes. In ihrer Kabine war es warm und so trug sie im Bett für gewöhnlich nicht mehr, als ihr weißes Lieblings-T-Shirt. Seit gut acht Monaten lebte Marla nun an Bord dieses krontenianischen Transportschiffs der Pegasus-Klasse mit dem verheißungsvollen Namen " Beautiful Decision ".

Es war Zeit für ihre Schicht.

"Verdammt", fluchte sie, als sie aufstand.

Marla warf das wenige an Bekleidung ab, das sie trug und verschwand im Bad, um sich notdürftig zurecht zu machen. Nachts musste es immer schnell gehen, schlafen so lange wie möglich, dann sputen. Für einen Moment musterte Marla ihren Körper im Spiegel. Die schulterlangen, braunen Haare hingen leicht struppig und zerzaust nach unten. Die großen, hellblauen Augen wirkten noch müde. Sie war immer der Meinung gewesen, den Anflug von Mandelform habe sie von ihrer Mutter geerbt. Die schmalen, blass roten Lippen mit ihrem energischen Aussehen betonten die Blässe ihres knochigen Gesichts.

Mehr kannst du jetzt nicht aus dir machen , entschied Marla.

Ein frisches Outfit lag parat und nach weiteren fünf Minuten trug sie ihre Arbeitskleidung, war bereit den Raum zu verlassen. Sie berührte den Fingerscanner neben dem Ausgang. Ein grünes Licht, gefolgt von zwei kurzen Signaltönen, deutete die Freigabe der Tür zum Korridor an, die anschließend leise aufglitt. Beim Verlassen der Kabine dimmte das Licht automatisch und das startende Umluftgebläse würde für ein angenehmes Raumklima bei ihrer Rückkehr sorgen.

Der Flur leuchtete nachts in gelblichem Licht, in den Morgenstunden ließ sich eine Grüntönung erkennen und tagsüber schien das Korridorlicht weiß. Dieser künstliche Tag-Nacht-Zyklus half der Crew im lichtleeren Weltall die Schiffstageszeit abzuschätzen.

Marla mochte das gelbe Licht. Es wirkte entspannend auf die Augen, gerade dann, wenn man wenig geschlafen hatte. Sie folgte dem langen Korridor Richtung Raumschiffmitte. Der Boden aus nachgebendem, fast weichem Material, ließ sie leise und abfedernd gehen. Die meisten Wände trugen das dunkle Einheitsgrau einer Titanlegierung, wie sie überall auf diesem Schiff zu finden war. Auf Augenhöhe markierte ein grüner, handbreiter Streifen den Gang. Jede Etage besaß eine andere farbliche Kennzeichnung zur Orientierung in einem Transportschiff, das über zweiundzwanzig Decks und unzählige Laderäume in verschiedensten Größen verfügte. Auf der " Beautiful Decision " glichen sich viele Etagen. Bei der Architektur hatte niemand auf Individualität und Einfallsreichtum Wert gelegt. Ganz anders zeigte sich die Ausstattung des Schiffes. Der Captain, ein Liebhaber von technischen Raffinessen und Spielereien, hatte über die Jahre die Standardausstattung des Transporters modifiziert und ein individuelles Raumschiff mit verändertem Antrieb, umgebauten Laderäumen, liebevoll gestalteter Kantine und unzähligen Freizeitmöglichkeiten geschaffen. Die Ausstattung, die Marla und ihre Kollegen auf dem Schiff von Captain Rati val' men Porch vorfanden, war für Transportschiffe nicht üblich. Doch es schien ein entscheidender Grund dafür zu sein, warum sich die meisten an Bord so Viele geborgen und heimisch fühlten. Der krontenianische Captain verstand es, seiner Mannschaft einiges abzuverlangen, dies war der Ausgleich für die Strapazen.

Das Handelsschiff, auf dem Marla Santiago früher einmal gelernt hatte, war zweckdi

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