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Lüge nie! Thriller von White, Kate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2018
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Lüge nie!

Bist du mein Geliebter - oder ein Mörder? Die erfolgreiche Autorin Bryn Harper kämpft seit einem schweren Autounfall, bei dem sie fast verbrannt wäre, mit einer Schreibblockade. Alpträume suchen sie heim, und ihr Ehemann Guy versucht, sie abzulenken, indem er eine Dinnerparty ausrichtet. Dort hinterlässt ihr jemand rätselhafte Zeichen, die auf den Unfall hinweisen, und die Chefin der Catering-Firma verhält sich ihr gegenüber feindselig - am nächsten Morgen ist sie tot. Und dann muss Bryn erfahren, dass ihr Mann nicht der zu sein scheint, als der er sich ausgibt... "Diesen Thriller kann man nicht beiseitelegen - verrückte Träume garantiert!" Cosmopolitan. Kate White war mehrere Jahre lang Chefredakteurin bei Cosmopolitan. Ihre Bücher sind in dreizehn Ländern erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 07.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841216298
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: The Secrets You Keep
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Lüge nie!

Kapitel 2

Kurz darauf kämpfe ich mich aus einem Gespinst aus Schlaf. Mir wird klar, dass ich einen Alptraum hatte, ich bin jetzt hellwach. Mein Herz hämmert in meiner Brust. Meine Haut glüht, als wäre ich zu lange in der Sonne gewesen, und mein T-Shirt ist schweißnass.

Ich blicke mich um, immer noch unsicher, wo ich bin. Es ist hell, vielleicht später Nachmittag. Und dann weiß ich es. Ich befinde mich auf der abgeschirmten Veranda des Hauses, das wir in Saratoga Springs gemietet haben. Neben mir liegt eine abgegriffene Ausgabe von House Beautiful. In der Ferne höre ich das Dröhnen eines Rasenmähers und das Bellen eines Hundes.

Mein Herz schlägt immer noch wie wild. Ich stehe auf und atme tief durch die Nase ein, durch den Mund wieder aus, eine Technik, die mir Dr. G. gleich bei unserer ersten Sitzung beigebracht hatte.

Schließlich beruhigt sich mein Puls. Ich greife nach Stift und Block, die auf dem Beistelltisch bereitliegen, und notiere Fragmente meines Traums: Hotelzimmer, Rauch, schmelzende Türklinke, eine Wand aus Flammen. In den letzten Wochen hatte ich schon mehrfach diesen oder ähnliche Alpträume. Dr. G. hat vorgeschlagen, die Träume aufzuzeichnen. Sie scheinen wegen des Feuers etwas mit dem Unfall zu tun zu haben, den ich vor drei Monaten hatte.

Sie glaubt, dass mich das Niederschreiben der Träume beruhigen würde - und mit Glück auch einige meiner Erinnerungslücken füllen könnte.

Ich schließe meine Augen und versuche, weitere Details festzuhalten, aber der Traum zerfällt in meiner Erinnerung wie ein Haufen toter Blätter, die vom Wind verweht werden.

Ich zwinge mich dazu, von der Liege aufzustehen, und trotte in den Haupttrakt des Hauses. Vor etwas über hundert Jahren ist es im viktorianischen Stil erbaut worden. Es gibt nicht viele Zimmer, aber sie sind geräumig und elegant, mit hohen Decken, aufwändigen Stuckverzierungen und Wandverkleidungen. Nicht die Art von Haus, für die ich mich entschieden hätte - es ist alles so steif und ordentlich -, aber angenehm für einen Sommer.

Ich gehe in die Küche. Die weißen Fliesen unter den Hängeschränken glänzen in der Junisonne. Ich öffne den Kühlschrank und nehme den Krug mit Eistee heraus, gieße mir ein Glas ein und trinke es aus.

Der Tee löscht meinen Durst, vertreibt aber nicht mein Unbehagen. Ich schaue auf die Uhr. Es ist sechzehn Uhr dreißig. Guy wird gegen sechs zu Hause sein. Vielleicht können wir sogar noch draußen auf der Veranda essen, es wird ein lauer Abend werden.

Ich zwinge mich aufzustehen und das Geschirr abzuspülen. Dann nehme ich zwei Hühnerbrüste aus dem Kühlschrank und schnipple die grünen Bohnen, die ich vorhin gekauft habe.

Als ich damit fertig bin, gehe ich nach oben und mache das Bett. Aber während ich den Stoff geradeziehe, wird mir zum ersten Mal die totale Lächerlichkeit - und auch Ironie - dessen bewusst, was ich da tue. Im übertragenen Sinn war mein Leben bisher nichts als eine Abfolge ungemachter Betten, für die ich viel zu beschäftigt war und einfach nur glücklich, am Ende eines verrückten Tages hineinzufallen. Aber ich weiß genau, warum ich mich jeden Tag aufs Neue dieser Aufgabe widme. Es lenkt mich davon ab, was ich eigentlich machen sollte.

Dieser Sommer in Saratoga in einem zauberhaften Ferienhaus sollte mir die Gelegenheit geben, wieder auf die Beine zu kommen, nachdem meine Knochenbrüche größtenteils verheilt sind. Außerdem wollte ich an einem Exposé für mein neues Buch arbeiten, womit ich schon längst begonnen haben wollte, bevor dann der Unfall dazwischenkam. Aber es soll wohl nicht sein. Ich habe permanenten Jetlag wie ein Reisender, der aus einem Flugzeug taumelt, nachdem er ein Dutzend Zeitzonen durchflogen hat.

Und dann ist da noch meine Schreibblockade. Ich hatte befürchtet, dass es eine Weile dauern würde, bis es wieder rund läuft, aber inzwischen habe ich schon ganze Tage damit verbracht, a

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