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Letzte Stunde im Hyde Park Ein Thomas-Pitt-Roman von Perry, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Letzte Stunde im Hyde Park

Mitten in der Nacht wird Thomas Pitt, der Leiter des Staatsschutzes, in den Buckingham Palace gerufen. Die Queen persönlich wünscht sich von ihm Ermittlungen in einem hochbrisanten Fall. Ihr Sohn und Thronfolger, der Prince of Wales, pflegt nämlich in ihren Augen schlechten Umgang. In ihrer Sorge hat sie einen Spion in sein Umfeld eingeschleust - doch dieser wurde tot im Hyde Park aufgefunden. Angeblich bei einem Bootsunfall ertrunken. Pitt findet schnell heraus, dass ein Verbrechen dahintersteckt - ein Verbrechen, das das ganze Empire in Gefahr bringen könnte. Die Engländerin Anne Perry, 1938 in London geboren, verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Neuseeland und auf den Bahamas. Schon früh begann sie zu schreiben. Ihre historischen Kriminalromane zeichnen ein lebendiges Bild des spätviktorianischen Englands und begeistern ein Millionenpublikum. Anne Perry lebt und schreibt in Schottland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 09.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641218089
    Verlag: Heyne
    Serie: Thomas Pitt .32
    Originaltitel: Murder on the Serpentine (Pitt 32)
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Letzte Stunde im Hyde Park

KAPITEL 2

Früh am nächsten Morgen suchte Pitt sein Büro in Lisson Grove auf, um Stoker mitzuteilen, dass er wegen eines dringenden Falles einige Tage lang nicht in die Dienststelle kommen werde, aber bei Bedarf jeden Abend zu Hause zu erreichen sei.

"Ja, Sir", sagte Stoker ungerührt. Auf seinem knochigen Gesicht ließ sich kaum erkennen, was er dachte oder empfand. "Im Augenblick gibt es nichts Besonderes. Ich werde Jenkins und Doherty Bescheid sagen. Können wir Ihnen in irgendeiner Weise behilflich sein?"

"Im Augenblick nicht und möglicherweise auch später nicht", teilte ihm Pitt mit. "Ich komme Freitag wieder, vielleicht sogar schon früher." Er zögerte. Es gab da eine Frage, die Stoker nicht zu stellen töricht gewesen wäre. Der Mann hatte bei Pitts Eintritt in die Abteilung bereits seit einigen Jahren dort Dienst getan. "Wissen Sie irgendetwas über Sir John Halberd?"

Stoker legte die Stirn in Falten. "Ich habe den Namen schon einmal gehört. Aber wo und wann ..."

"Er ist kürzlich gestorben", fügte Pitt hinzu.

Stoker schüttelte den Kopf. "Ach ja. Ein lachhafter, wenn auch tragischer Bootsunfall. Man sollte glauben, dass so ein Mann nicht so dumm ist, in einem wackligen Ruderboot aufzustehen, auch wenn das Wasser nicht tief ist."

"Was wissen Sie außerdem über ihn?", fragte Pitt.

"Ehrlich gesagt nichts. Er gehört zu den Leuten, von denen jeder gehört hat, die aber niemand wirklich kennt. Er hat nie ein Regierungsamt ausgeübt, und ich könnte nicht sagen, mit wem er verwandt ist. Tut mir leid. Falls es wichtig ist, kann ich mich erkundigen."

"Nein, vielen Dank. Vergessen Sie, dass ich den Namen erwähnt habe. - Und das ist nicht so dahingesagt, sondern eine dienstliche Anweisung."

"Sehr wohl, Sir." Stoker sah verwirrt drein, begriff aber, dass es Pitt damit ernst war. Er würde der Sache nicht weiter nachgehen.

Als Nächstes rief Pitt die Polizeiwache in der Savile Row an. Sie lag eine gute Viertelstunde Fußmarsch von der Stelle am Serpentine-See entfernt, an der man Sir Johns Leiche gefunden hatte. Dort teilte man ihm höflich mit, zuständig für den Fall sei die Wache der Pavilion Road in Knightsbridge, die etwa gleich weit in der entgegengesetzten Richtung von dem See im Hyde Park entfernt lag. Er dankte und beendete das Gespräch.

Der geschwungene Serpentine-See lag mehr oder weniger in der Mitte des Hyde Park. Der Auftrag der Königin an Pitt war unmissverständlich: äußerste Diskretion. Allerdings würde es alles andere als einfach sein, sich strikt daran zu halten. Da die Mitarbeiter der Abteilung Staatsschutz keine Uniform trugen, sah Pitt mit seinem wirren Haar und seinem Anzug, der nicht so recht zu sitzen schien, obwohl er erstklassig geschnitten war, wie ein beliebiger Endvierziger aus, doch da er sein halbes Leben lang bei der Polizei gewesen war, kannte ihn die Hälfte aller Londoner Polizeibeamten vom Sehen.

Er trat in die Wache und zeigte dem diensthabenden Beamten seine Karte, woran er sich nach wie vor nicht richtig gewöhnt hatte.

"Ich möchte mit dem Leiter der Wache sprechen", erklärte er. Einen Grund dafür brauchte er in seiner Position nicht anzugeben.

"Selbstverständlich, Sir", sagte der Beamte mit unüberhörbarer Hochachtung in der Stimme. Nicht überall war der Staatsschutz beliebt, doch hatten alle einen gewissen Respekt vor ihm. Man wusste, dass es da um Staatsgeheimnisse und Gewalttaten ging, um eine mögliche Bedrohung der den meisten Menschen im Lande gemeinsamen Lebensweise, deren Sicherheit sie für gegeben hielten, obwohl es im Lauf der vergangenen Jahrzehnte in ganz Kontinentaleuropa zu Unruhen gekommen war. Man sprach hinter vorgehaltener Hand davon, dass es bald überall zu Veränderungen kommen we

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