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Mörderisches Bonn 11 Krimis und 125 Freizeittipps von Schulte, Andreas J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2017
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
9,99 €
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Mörderisches Bonn

Ein Profikiller hat Probleme vor einer Grundschulklasse seinen Beruf zu erkl"ren. Eine Rentnerin findet beim Spaziergang am Rhein Beethoven tot im Wasser. Ein paar "ltere Damen gr nden ein Start-up und wollen an die B"rse, ihr Gesch"ftszweig: Auftragsmorde. Mit viel Humor und Spannung sorgt Krimiautor Andreas J. Schulte f r elf Kriminalf"lle in Bonn und Umgebung. Nebenbei pr"sentiert er 125 Freizeittipps f r die Stadt und die Region zwischen Siebengebirge, Drachenfels, Godesburg und Kottenforst. Andreas J. Schulte ist Journalist und Autor, Jahrgang 1965, verheiratet und hat zwei S"hne. Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen, produzierte er mit 15 Jahren sein erstes Krimi-H"rspiel. Bereits w"hrend seiner Studienzeit in Bonn arbeitete er als Radiojournalist und ver"ffentlichte Kurzgeschichten. Heute ist er Mitinhaber eines Redaktionsb ros und lebt mit seiner Familie in einer ausgebauten alten Scheune zwischen Andernach und Maria Laach. Neben erfolgreichen historischen Kriminalromanen schreibt und ver"ffentlicht er auch Kurzkrimis und Thriller. Andreas J. Schulte ist Mitglied im ¯Syndikat®, der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, und der britischen ¯Crime Writers' Association® (CWA). www.andreasjschulte.de

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Mörderisches Bonn

Werben oder sterben

Was soll ich sagen? Es ist einfach schrecklich. So etwas kann man erst einmal gar nicht glauben. Also, mir kommt das ... na ja, irgendwie ganz unwirklich vor, wenn Sie verstehen, was ich meine. Er ist ... Gott, ich muss ja jetzt sagen, er war ein so netter, gütiger Mensch. Wer würde so jemandem etwas zuleide tun? Und dann auch noch die anderen beiden. Furchtbar, ganz furchtbar. Wobei, die habe ich ja kaum gekannt.

Also, um ehrlich zu sein, ich kann Ihnen nichts sagen, was Ihnen weiterhelfen könnte. Ich habe schon dar über nachgedacht, macht man ja automatisch. Ich war gestern Abend wirklich früh zu Hause, alleine, wollte mich nach dem anstrengenden Arbeitstag entspannen. So den ganzen Tag auf den Beinen sein, immer 100-prozentig konzentriert, das schlaucht schon. Deshalb weiß ich auch gar nicht, was die anderen gemacht haben. Ob die noch zusammen weggegangen sind? Keine Ahnung. Na ja, und morgens bin ich dann erst später dazugekommen.

Hach, jetzt muss ich selber über mich lachen, ich habe eigentlich ja überhaupt kein Alibi, aber das werden Sie mir sicher nachsehen, nicht wahr? Ich habe ja auch nicht damit gerechnet, dass ich ein Alibi vorweisen muss. Ich bin wirklich entsetzt über so viel Brutalität. Dass es so viel Böses gibt. Nein, das macht mich wirklich ganz fassungslos.

Was meinen Sie? Klingt das gut in Ihren Ohren? Ich will da Ihre ehrliche Meinung hören. Ich bin zwar Profi, wenn es darum geht, eine Rolle zu spielen, aber das hier ist schließlich nicht irgendein Auftritt, das ist das richtige Leben. War ich für Sie überzeugend? Gut, denn genau das werde ich gleich der Polizei erzählen. Und soll ich Ihnen mal was verraten - es ist alles erstunken und erlogen.

"Und Cut! Alles klar, ist im Kasten. Danke! Fünf Minuten Pause für alle. Aber bitte, Kinder, denkt daran, nur fünf Minuten, wir müssen uns heute ranhalten, ihr Süßen."

Christian Hempler, von allen nur Chris genannt, gefällt sich unglaublich in der Rolle des großen Regisseurs. Warum er sich diesen furchtbaren Tonfall angewöhnt hat, dieses Tuntige, will mir nicht in den Kopf. Ehrlich, ich kenne einige Schwule und auch ein paar Lesben, habe sogar ein, zwei Bekannte, die noch nicht so recht wissen, was sie wollen - aber dieses affektierte Verhalten geht mir auf die Nerven. Als wäre man hier nicht auf der D üne Tannenbusch , sondern in der Neuverfilmung von "Ein Käfig voller Narren".

"Charlie, Darling, ich muss dir sagen, gaaanz großes Kino, du trägst die Szene alleine, supertoll. Bitte, bleib so konzentriert und auf den Punkt, dann wird das supi."

Boah, haben Sie das gehört?

Ich steh ja auf Komplimente, wer nicht? Aber ich weiß auch, dass wir hier nur einen Werbefilm für das Land Nordrhein-Westfalen über die Parks und Grünanlagen in und um Bonn drehen. Und die Düne Tannenbusch wird aufgrund ihrer Herkunft zwar jedem Geologen die Freudentränen in die Augen treiben, doch so viel Ehrlichkeit muss sein - es sind auch nicht mehr als nur ein paar Spazierwege. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was Chris sich einfallen lässt, wenn wir in Brühl auf Schloss Augustusburg und am Jagdschloss Falkenlust drehen. Wahrscheinlich wird der sich beim Anblick der barocken Gartenanlagen nicht mehr einkriegen.

Ich hasse es übrigens, dass er mich Charlie nennt. Ich heiße Charlotte, und Chris ist nicht Winnetou, verdammt noch eins. "Charlie, mein weißer Bruder" kennt man ja aus dem Karl-May-Filmen. Wenn er es wagt, Lotte zu sagen, dreh ich ihm seinen dürren Hals um. Aber vorher ist die Grete dran. Diese blöde Gans.

Okay, ich seh schon, ich muss Ihnen ein bisschen was erklären. Also, ich heiße Charlotte Grahmann, bin 35 Jahre alt, Schauspielerin und wurde engagiert, um in dem blöden Werbefilmchen die Moderation z

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