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Matrjoschka-Jagd Kriminalroman von Schnyder, Marijke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2010
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Matrjoschka-Jagd

Ein nasskalter Herbstmorgen in dem kleinen Kurort Lenk im Berner Oberland. Die Million"rin Klara Ehrsam macht ihren gewohnten Spaziergang zum See. Wenig sp"ter findet ein Wanderer ihre Leiche in der N"he eines Kioskh"uschens. Kommissarin Nore Brand und ihr Assistent Nino Zoppa von der Berner Polizei machen sich auf den Weg hinauf in das Simmental. Dort treffen sie auf eine Mauer des Schweigens. Die Angst vor der Russen-Mafia l"hmt die Talbewohner. Und noch ahnen die beiden Ermittler nicht, welche bedrohlichen Dimensionen dieser Fall annehmen wird ... Marijke Schnyder wurde 1956 in Morges am Genfersee geboren. Ihr Studium, das sie mit einer Dissertation in Linguistik abschloss, f hrte sie nach Holland, Frankreich und Schottland. Sie lebt heute in Bern, wo sie als Dozentin an der P"dagogischen Hochschule arbeitet. Der Krimi 'Matrjoschka-Jagd' ist ihr Deb t als Romanautorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 275
    Erscheinungsdatum: 12.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839235461
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Serie: Gmeiner Original Bd.1
    Größe: 1745 kBytes
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Matrjoschka-Jagd

Nore Brand wehrt sich gegen den Filz (S. 161-162)

Es war Abend geworden. Die Wirtin saß mit einer Zeitung an der Bar, das Glas mit Weißwein in Reichweite. Sie hatte Nore Brand mit einem Anflug von Euphorie begrüßt. Das hatte nichts mit ihr zu tun, das war die Wirkung des Alkohols. Die Schminke in ihrem Gesicht war verwischt. Die Zigarette wieder ausgegangen. Oder war es noch dieselbe? Gegenüber der Bar hing oben an der Wand der Fernseher. Er lief ohne Ton. Reklamen wurden gesendet. Alles hektisch und bunt.

Ein neues Auto fuhr durch die Wüste. Bei der letzten Einstellung rekelte sich Dolly Partons Enkelin auf dem Kühler und lächelte verführerisch. Dann ein Kampf zwischen einem Stier, einem Auto und einem Torero. Draußen hatte sich der Herbststurm zurückgemeldet; er zerrte und rüttelte an den Fensterläden. Nach dem Essen hatte sie sich mit einer Tageszeitung in einen alten Ledersessel gesetzt. Sie schaute auf die Wanduhr. Nino Zoppa musste jeden Augenblick zurück sein.

Der letzte Zug ins Tal hinauf würde gleich im Bahnhof einfahren. Bei jedem Geräusch hob sie den Kopf. Nore Brand hatte die Zeitung längst ausgelesen, inklusive Todesanzeigen und Stellenausschreibungen, als sie das Warten aufgab. Nino kam nicht mehr. Vielleicht würde er den ersten Morgenzug nehmen. Sie war zu erschöpft, um zu entscheiden, ob ihr Ärger mit der Besorgnis oder Empörung über die Unzuverlässigkeit ihres Assistenten zu tun hatte.

Sie hätte ihm ihren Wagen geliehen, dabei wusste sie nicht einmal, ob er fahren konnte. Sie zog sich in ihr Zimmer zurück. Mit Erleichterung stellte sie fest, dass das künstliche Licht die Hässlichkeit des Raumes milderte. Als sie im Bett lag und das Licht ausgemacht hatte, horchte sie hinaus. Der nächtliche Sturmwind hatte etwas nachgelassen, nun warfen böenartige Winde den Regen gegen die Scheiben. Das fahle Licht der Straßenlampe zeichnete ein gespenstisches Muster auf den Wandschrank. Wie konnte sie in diesem Zimmer zur Ruhe kommen. Plötzlich schlug eine Tür im Erdgeschoss zu. Nino? Unsinn, schalt sie sich.

Um diese Zeit fuhren längst keine Züge mehr. Es blieb still auf dem Gang, kein Licht ging an. Das hätte sie durch den Spalt zwischen Tür und Schwelle gesehen. Unruhig wälzte sie sich im Bett, der Schlaf würde nicht kommen, nicht so wie in der letzten Nacht. Plötzlich fuhr sie hoch, sie musste eingeschlafen sein. Da war etwas. Sie horchte ein paar Sekunden. Nichts. Sie wollte sich wieder hinlegen, etwas beruhigt, aber mit klopfendem Herzen, da brach ein lautes Klirren die Stille.

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