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Meine Frau wird erpresst: Kriminalroman von Horschelt, Theodor (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
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Meine Frau wird erpresst: Kriminalroman

Der Umfang dieses Buchs entspricht 172 Taschenbuchseiten. Eine Erpressung aufklären, für Privatdetektiv Lester Crane eigentlich ein Routineauftrag. Doch der Fall gestaltet sich zu einem Parforce-Ritt voller Gewalt, Mord und falscher Spuren. Nichts und niemand ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Crane muss um sein Leben kämpfen, und kommt mit den Ermittlungen doch noch nicht weiter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 170
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738928136
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 752 kBytes
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Meine Frau wird erpresst: Kriminalroman

2

Ensalinas liegt am anderen Ufer der Orpington Bay und besitzt einen eigenen kleinen Hafen. Dort nahm ich gegen 20 Uhr 15 Kurs auf einen Sektor der Kaimauer, der durch eine Tafel: POLIZEIHAFEN Anlegen nur Dienstfahrzeugen gestattet! bezeichnet war.

Genau dort machte ich fest und ging an Land. Ich war noch nicht aus dem Boot gesprungen, als bereits zwei smarte Boys von der Wasserschutzpolizei auftauchten. Der Größere der beiden fragte mich verdächtig höflich, ob ich denn nicht lesen könne.

Ich zwang mein Gesicht zu einem naiven Grinsen und erwiderte vorwurfsvoll: "Schon in der Hilfsschule war ich ein hoffnungsloser Fall! Aber Spaß beiseite, ich muss dringend den Kommandeur oder seinen Stellvertreter sprechen. Ich komme nämlich gerade von einem Rendezvous mit drei Mördern."

Die beiden blickten mich betreten an und schüttelten mitleidig den Kopf.

"Sie haben nicht zufällig einen tüchtigen Schluck über den Durst getrunken, Sir?", fragte der Wortführer und machte keine Anstalten, mich vorbeizulassen.

Ich zeigte meine Detektiv-Lizenz vor, und das bewog sie endlich dazu, mich zu Captain Phil Rattigan zu führen. Gleichzeitig stellten sie mir für den Fall, dass ich sie nur "am Bein zu ziehen" gesonnen sei, eine düstere Zukunftsentwicklung vor Augen.

Die beiden rahmten mich links und rechts ein und dirigierten mich in das nüchterne Stabsgebäude des Polizeikommandos. Wir passierten den Wachraum, wo einige dienstfreie Mannschaften Karten spielten, gerieten in ein Vorzimmer mit emsig ratternden Fernschreibern, und landeten in einem kleinen Büro. Hinter dem gut aufgeräumten Schreibtisch saß ein bulliger Captain in marineblauer Uniform. Er sah bei unserm Erscheinen unmutig auf. Ich schätzte ihn auf fünfzig. Trotz seiner schlohweißen Schädelbürste wirkte er erstaunlich jung und beweglich. Wasserhelle Augen musterten mich ausdruckslos.

Er legte den Kugelschreiber aus der Hand und blickte den Sergeant, der rechts von mir stand, auffordernd an.

Hastig kam ich dem Sergeant zuvor. "Verzeihung, Captain, aber die Angelegenheit, in der ich Sie belästige, duldet keinen Aufschub! Hier bitte...", ich schob ihm die Zellophanhülle mit meiner Lizenz hin, "Lester Crane, Privatdetektiv, Los Angeles. Ich bin vor etwa zwei Stunden durch einen reinen Zufall auf Spanish Island gelandet, und wäre dort um ein Haar in eine üble Klemme geraten."

"Phil Rattigan", stellte sich der Captain, meinen Redestrom unterbrechend, vor und streckte mir die Hand hin. Sein Händedruck war fest und sympathisch. Er deutete auf einen arg mitgenommenen Ledersessel vor seinem Schreibtisch. "Setzen Sie sich, und dann berichten Sie. Einen schreckhaften Eindruck machen Sie nicht gerade. Was kann Ihnen auf einem unbewohnten kleinen Eiland schon Schlimmes zugestoßen sein? Sie haben mich neugierig gemacht."

Fünf Minuten später wusste er es. Er starrte mich fassungslos an. "Das ist die tollste Räuberpistole, die ich je gehört habe!", war sein verblüffter Kommentar. Er beugte sich zum Mikrophon der Haussprechanlage nieder, drückte auf einen Knopf und sprach abgehackt hinein.

"Captain Rattigan an alle! Captain Rattigan an alle! Ich rufe das Wachboot, das in der Nähe von Orpington Beach patrouilliert. Bitte melden!"

Gleich darauf ertönte eine Geisterstimme aus dem Lautsprecher: "W 18 - Sergeant Zerroun. Liege eine Meile vor Orpington Beach beigedreht. Over."

"Okay, Hal, ich habe einen Auftrag für Sie. Fahren Sie zum Pier, laden Sie Carlos Costales ein, und bringen Sie ihn schnellstens hierher. Over."

"Befehl aufgefasst, Sir: Bootsverleiher Costales zu Captain Rattigan bringen. Ende."

Als das erledigt war, richtete sich der Captain seufzend auf und schüttelte den Kopf. "Wirklich eine mysteriöse Geschichte, Mann! Sie sind doch nicht etwa spaßig veranlagt?"

"Unter Bezugnahme auf meinen eben erstatt

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