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Meine Wahrheit 05-2019 von T., Kathrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.04.2019
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Meine Wahrheit 05-2019

Hier sind die dramatischen Geschichten aus dem wahren Leben, authentisch und voller Emotionen! Jede Menge ergreifende Schicksale und aufregende Bekenntnisse - aktuell, ehrlich und persönlich. Jetzt wird endlich mal deutlich Klartext geredet! Geschichte 1: Erschütternde Erkenntnis Ja, er lebt mit mir, aber er wird sich nie scheiden lassen.' Sich in einen verheirateten Mann zu verlieben, ist immer ein heikles Unterfangen, besonders dann, wenn man vorher keine Ahnung hatte, dass er bereits vergeben ist... Ich hatte nie vor, eine Geliebte zu sein. Geplant hatte ich das jedenfalls nicht. Was ich dagegen wollte, war mir schon früh klar: eine feste, dauerhafte Beziehung zu einem Mann, dem ich vertrauen konnte und der mit mir durch dick und dünn ging. Nach dem Abitur zog es mich erst einmal in die große, weite Welt hinaus. Ich lebte in Südafrika, Australien und beendete mein Studium in den Vereinigten Staaten. Ich kam also ganz schön rum, wie man so sagt. Ein Kind von Traurigkeit war ich dabei nicht unbedingt. Doch die ganz große Liebe, jene, die Schmetterlinge im Bauch zum Leben erweckt und einen auf rosa Wolken schweben lässt, die blieb aus. Also kehrte ich irgendwann in die Heimat zurück, auch, weil ich ein sehr gutes Jobangebot bekam. Ich sollte das Finanzcontrolling eines großen Krankenhauses übernehmen - die Karrierechance für mich schlechthin. Gleich an meinem ersten Tag dort traf ich Martin, Arzt in der Chirurgie, sehr groß, sehr gut aussehend mit sehr blauen Augen. Geschichte 1: 'Für meine behinderte Tochter verzichtete ich auf die Liebe.' Geschichte 2: 'Am Muttertag wurde ich unverhofft Mutter.' Geschichte 3: 'Die Auszeit, um die er bat, war jung und blond.' Geschichte 4: 'Mein bester Freund... ein kleiner Kater.' Geschichte 5: 'Dieses Kind ist niemals von meinem Sohn!' Geschichte 6: 'Dieses Kind ist niemals von meinem Sohn!' Geschichte 7: 'Es ist doch normal, dass der Mann entscheidet.' Geschichte 8: 'Meine Frau und ich haben nichts mehr gemeinsam.' Geschichte 9: 'Aus Angst wurde mein Mann immer geiziger.' Geschichte 10: 'Weil ich mich für seinen Tod verantwortlich fühle.' Geschichte 11: 'Er sah aus wie mein toter Sohn.' Geschichte 12: 'Ich schlafe mit dem Mann meiner Stationsschwester.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 23.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740947774
    Verlag: Martin Kelter Verlag
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Meine Wahrheit 05-2019

"Für meine behinderte Tochter verzichtete ich auf die Liebe."

Meine Ehe mit Johannes bestand schon seit Jahren fast nur noch auf dem Papier. Wir hatten uns schlicht auseinandergelebt. Ich glaube, die Behinderung unserer Tochter hatte einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, denn durch sie waren wir auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet. Als ich mich dann in Nicolas verliebte, stand ich plötzlich vor einer schweren Entscheidung: meine Familie oder die Liebe...

Ganz langsam wanderte ich über den einsamen, kilometerlangen Deich. Der Wind riss brutal an meinen Haaren, und mein Atem bildete eisige Wölkchen. Die Hände in den Taschen meines Mantels zu Fäusten geballt, trotzte ich der Natur. Ich musste nachdenken. Über meine Ehe, über mein Leben und darüber, was ich um vier Ecken herum über meinen Mann Johannes erfahren hatte.

Er hatte mich betrogen. Und das nicht zum ersten Mal. Der Schock darüber, nach all dem, was wir durchgemacht hatten, hatte mich nun zur Flucht getrieben. Zum ersten Mal war ich allein verreist. Zum allerersten Mal in meinem Leben hatte ich alles hinter mir gelassen und war im bitterkalten Februar hierher an die raue Nordsee geflüchtet.

Im Reisebüro hatte ich vor der jungen Frau gesessen und hatte das erstbeste Angebot angenommen, das sie mir vorgeschlagen hatte: Eine kleine Privatpension in dem verschlafenen Örtchen Dorum. Je einsamer, desto besser, hatte ich mir gesagt. Von hier aus konnte ich jeden Tag kilometerlange Wanderungen unternehmen und dabei nachdenken.

Ich lachte bitter auf, als ich mir Johannes' entsetzten Blick ins Gedächtnis rief, als ich ihm eröffnete, dass ich ein paar Tage oder vielleicht auch ein oder zwei Wochen verreisen würde.

"Und was wird aus mir und So-

phia?", hatte er gefragt.

Wie immer dachte er dabei nur an sich selbst. Ich war schließlich diejenige, die Tag für Tag für unsere behinderte Tochter da war. Die sie fütterte und pflegte, die ihre Launen aushalten musste, wenn der geliebte Vater mal wieder geschäftlich unterwegs war und keine Zeit für sie hatte. Ich prustete verächtlich. Von wegen Geschäftsreisen! Mit seiner Arbeitskollegin hatte er eine Affäre gehabt - und das schon seit über einem halben Jahr. Und alle hatten davon gewusst, nur ich nicht.

Wäre Rainer, Johannes' Arbeitskollegen, nicht dummerweise ein Fehler unterlaufen, ich hätte es wohl nie erfahren. Doch er hatte sich verquatscht, hatte eine Besprechung im Büro angesprochen, die zu einem Zeitpunkt stattgefunden hatte, zu dem Johannes angeblich auf einer zweitägigen Geschäftsreise war. Da war mein Misstrauen geweckt worden, denn ich wusste von Angela, die schon immer ein Auge auf meinen Mann geworfen hatte.

Ich hatte nachgehakt und schließlich eins und eins zusammengezählt. Dabei hatte Johannes mir geschworen, dass das damals, vor zwei Jahren mit Claudia, ein einmaliger Ausrutscher gewesen war.

Zur Rede gestellt, brach er schließlich ein und gab zu, dass ihm die häusliche bedrückende Situation über den Kopf gewachsen war, sodass er ausgebrochen war und sich mit Angela abgelenkt hatte.

Ich dachte an das erste Mal, als Johannes mich betrogen hatte. Claudia war eine entfernte Bekannte gewesen, die nach der Trennung von ihrem Mann ausgerechnet bei meinem Mann Trost gesucht und gefunden hatte. Der Schmerz und der Verrat damals waren unerträglich gewesen.

Zuerst hatte ich an Trennung gedacht, dann aber, als ich mir ins Gedächtnis gerufen hatte, dass Sophia, die seit ihrer Geburt an einem angeborenen Herzfehler litt und durch eine Sauerstoffunterversorgung für den Rest ihres Lebens behindert war, uns beide brauchte. Zum Glück konnte Sophia wenigstens sprechen, denn die Behinderung hätte noch wesentlich schwerer sein können. Sie hing mit abgöttischer Liebe an ihrem Vater, der, wenn er dann mal da war, zärtlich und fürsorglich war.

In meiner grenzenlosen Wut und Enttäuschung hatte ich mich damals unserem

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