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Meine Wahrheit 11 11 Private Bekenntnisse

  • Erscheinungsdatum: 25.04.2017
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Meine Wahrheit 11

Alle 14 Tage neu! Hier sind die dramatischen Geschichten aus dem wahren Leben, authentisch und voller Emotionen! Jede Menge ergreifende Schicksale und aufregende Bekenntnisse - aktuell, ehrlich und persönlich. Jetzt wird endlich mal deutlich Klartext geredet! Geschichte 1: Schicksalhafte Begegnungen 'Und ich hatte ihn auch noch zu dieser Astrologin geschickt...' Nur aus Liebe und um meinem Mann in einer schwierigen emotionalen Situation zu helfen, machte ich ihm den Vorschlag, sich doch mal von einer Astrologin beraten zu lassen. Er ging tatsächlich darauf ein! Das sollte der Anfang vom Ende unserer Ehe sein. Rolf war nur noch ein Schatten seiner selbst. Seit mehr als einem halben Jahr gab es Gerüchte über die drohende Schließung der Fabrik, in der mein Mann als Werkmeister arbeitete. Die Firmenleitung mauerte, etwas Genaues war nicht zu erfahren. Selbst der Betriebsrat wusste angeblich von nichts. Doch gerade diese Ungewissheit war es, die Rolf und seine Kollegen zermürbte. Für meinen Mann war es ganz besonders schlimm. Er schlief schlecht und fühlte sich tagsüber oft ausgelaugt und erschöpft. 'Ich werde dieses Jahr fünfundfünfzig', sagte er mehr als einmal zu mir. 'Ich kriege doch nie wieder einen Job, schon gar nicht in unserer Gegend. Und wegziehen? Das geht auch nicht, das Haus ist doch noch lange nicht abbezahlt.' Das wusste ich natürlich auch. Wir waren immer davon ausgegangen, dass Rolf bis zur Rente in der Fabrik arbeiten konnte. Ich verdiente zwar mit einem 400-Euro-Job als Kassiererin im Supermarkt etwas dazu. Aber das war leider nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 25.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740917364
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 628 kBytes
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Meine Wahrheit 11

"Und ich hatte ihn auch noch zu dieser Astrologin geschickt..."

Nur aus Liebe und um meinem Mann in einer schwierigen emotionalen Situation zu helfen, machte ich ihm den Vorschlag, sich doch mal von einer Astrologin beraten zu lassen. Er ging tatsächlich darauf ein! Das sollte der Anfang vom Ende unserer Ehe sein.

Rolf war nur noch ein Schatten seiner selbst. Seit mehr als einem halben Jahr gab es Gerüchte über die drohende Schließung der Fabrik, in der mein Mann als Werkmeister arbeitete. Die Firmenleitung mauerte, etwas Genaues war nicht zu erfahren. Selbst der Betriebsrat wusste angeblich von nichts.

Doch gerade diese Ungewissheit war es, die Rolf und seine Kollegen zermürbte. Für meinen Mann war es ganz besonders schlimm. Er schlief schlecht und fühlte sich tagsüber oft ausgelaugt und erschöpft.

"Ich werde dieses Jahr fünfundfünfzig", sagte er mehr als einmal zu mir. "Ich kriege doch nie wieder einen Job, schon gar nicht in unserer Gegend. Und wegziehen? Das geht auch nicht, das Haus ist doch noch lange nicht abbezahlt."

Das wusste ich natürlich auch. Wir waren immer davon ausgegangen, dass Rolf bis zur Rente in der Fabrik arbeiten konnte. Ich verdiente zwar mit einem 400-Euro-Job als Kassiererin im Supermarkt etwas dazu. Aber das war leider nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Wenigstens unsere Kinder waren aus dem Gröbsten raus. Die neunzehnjährige Ines arbeitete als Erzieherin im Nachbarort. Michael war siebzehn und lebte noch bei uns, wollte aber nach dem Abitur als Offizier zur Bundeswehr gehen. Den Traum von einer Karriere als Fußballprofi hatte er glücklicherweise nur kurze Zeit gehabt. Um unseren Nachwuchs brauchten wir uns also zum Glück keine großen Sorgen zu machen.

Aber das Haus war unser kleines Paradies. Wir hatten viel Arbeit und Herzblut hineingesteckt. Der Gedanke, es verkaufen zu müssen, war für Rolf und mich ein wahrer Horror.

Die Ungewissheit war das Schlimmste. Wenn Rolf abends am Küchentisch saß und die Wand anstarrte, versank er in dumpfe Grübelei.

Ich wollte ihm Zuversicht vermitteln, die ich selbst nicht hatte. "Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird", sagte ich.

Doch Rolf durchschaute meine aufgesetzte Fröhlichkeit sofort. "Du

hast doch keine Ahnung", knurrte er schlechtgelaunt. Im nächsten Moment stand er auf und nahm mich in die Arme.

"Es tut mir leid, Moni. Ich wollte nicht gemein zu dir sein. Aber ich halte das nicht mehr lange aus. Jedes Mal, wenn ich Fischers Unschuldsmiene sehe, kriege ich Magenkrämpfe."

Hans Fischer, das war der Seniorchef des Unternehmens. Ich schmiegte mich in Rolfs Arme und strich ihm sanft über die Wange.

"Ich weiß auch nicht, was wir machen sollen, Rolf. Vielleicht muss du mal mit einer neutralen Person über alles reden."

"Aber mit wem denn? Unsere Freunde und Verwandten arbeiten doch auch fast alle in der Fabrik. Oder sie sind in Rente und somit fein raus."

"Vielleicht kannst du zum Arzt gehen?"

"Ich bin nicht krank, sondern demnächst arbeitslos", sagte Rolf abweisend. "Und dagegen gibt es keine Medizin."

"Du weißt doch noch gar nicht, ob sie dich hinauswerfen."

"Eben, es ist alles völlig in der Schwebe. Und das macht mich noch verrückt."

Verrückt war ein gutes Stichwort. Insgeheim hatte ich gehofft, dass Rolf sich einem Psychiater anvertrauen würde. Aber das würde mein Mann nie tun. Er hielt überhaupt nichts von den 'Seelenklempnern', wie er die Nervenärzte nannte.

Da kam mir plötzlich eine Idee. "Warum gehst du nicht zu einem Astrologen? Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Aber vielleicht kann ein Sternendeuter etwas Licht ins Dunkel bringen."

Rolf runzelte die Stirn und schaute mich an, als hätte ich den Verstand verloren hätte. Aber dann nickte er zu meiner größten Überraschung.

"Ja, das ist gar nicht mal übel. Schlimmstenfalls zieht so ein Kaffeesatzles

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