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Meine Wahrheit 12 12 Private Bekenntnisse

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2017
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Meine Wahrheit 12

Alle 14 Tage neu! Hier sind die dramatischen Geschichten aus dem wahren Leben, authentisch und voller Emotionen! Jede Menge ergreifende Schicksale und aufregende Bekenntnisse - aktuell, ehrlich und persönlich. Jetzt wird endlich mal deutlich Klartext geredet! Geschichte 1: Erschütternde Erkenntnis Ja, er lebt mit mir, aber er wird sich nie scheiden lassen.' Sich in einen verheirateten Mann zu verlieben, ist immer ein heikles Unterfangen, besonders dann, wenn man vorher keine Ahnung hatte, dass er bereits vergeben ist... Ich hatte nie vor, eine Geliebte zu sein. Geplant hatte ich das jedenfalls nicht. Was ich dagegen wollte, war mir schon früh klar: eine feste, dauerhafte Beziehung zu einem Mann, dem ich vertrauen konnte und der mit mir durch dick und dünn ging. Nach dem Abitur zog es mich erst einmal in die große, weite Welt hinaus. Ich lebte in Südafrika, Australien und beendete mein Studium in den Vereinigten Staaten. Ich kam also ganz schön rum, wie man so sagt. Ein Kind von Traurigkeit war ich dabei nicht unbedingt. Doch die ganz große Liebe, jene, die Schmetterlinge im Bauch zum Leben erweckt und einen auf rosa Wolken schweben lässt, die blieb aus. Also kehrte ich irgendwann in die Heimat zurück, auch, weil ich ein sehr gutes Jobangebot bekam. Ich sollte das Finanzcontrolling eines großen Krankenhauses übernehmen - die Karrierechance für mich schlechthin. Gleich an meinem ersten Tag dort traf ich Martin, Arzt in der Chirurgie, sehr groß, sehr gut aussehend mit sehr blauen Augen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 09.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740917739
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 599 kBytes
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Meine Wahrheit 12

"Mein Mann ist viel älter und hat schon alles mit anderen erlebt."

Als ich mich in einen zweifach geschiedenen Mann verliebte, ahnte ich nicht, was auf mich zukam. Auch der große Altersunterschied stört mich bis heute nicht. Was mir wirklich zu schaffen macht, ist, dass es anscheinend nichts gibt, was Arne nicht schon mal erlebt hat.

Arne und ich lernten uns im Supermarkt kennen. Ich hetzte nach dem wie immer viel zu späten Feierabend noch schnell durch die Gänge, während Arne schon eine ganze Weile nach dem richtigen Rotwein suchte, als ich ihn im Weinregal fast umfuhr. Ich hatte es eben eilig. Wir sahen uns an, und ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, mich sofort und unsterblich verliebt zu haben.

"Ich habe schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass es so etwas gibt!", erzählte ich meiner Freundin Betti ganz aufgeregt. Natürlich hatten wir sofort Telefonnummern getauscht, und ich wartete geradezu auf ein Zeichen von ihm.

Noch während ich mit Betti telefonierte, schickte er mir eine Nachricht - und lud mich zum Essen ein. Danach waren wir praktisch sofort ein Paar. Dass er fast fünfzehn Jahre älter war als ich, störte mich überhaupt nicht.

"Er wirkt viel jünger!", erklärte ich Betti.

Seit einem Jahr war sie nun schon verheiratet, mit Timo, ihrem ehemaligen Klassenkameraden. Und am Nachwuchs bastelten die beiden auch schon wie wild. Eine Partnerschaft wie die ihre hatte ich auch schon gehabt, nur war ich damit nie so glücklich wie Betti, mir war der erste Freund einfach nicht genug gewesen. Und im Gegensatz zu ihr hatte ich schon das Bedürfnis gehabt, mich auszuprobieren und zu schauen, was es da vielleicht sonst noch gab. Dass ich damit die erste große Liebe sausen ließ, nahm ich in Kauf, damals dachte ich ja noch, dass es nicht so schwer sein konnte, den einzig Richtigen zu finden.

Während meine Freundin ihren Richtigen also tapfer festhielt und verteidigte, suchte ich eifrig, und spätestens mit dreißig war klar: So einfach war es wohl doch nicht.

Oh, Arne war da wie die Antwort auf meine Gebete, die Erfüllung meiner Wünsche. Er nahm mich ernst, wir redeten stundenlang über Gott und die Welt und zum ersten Mal fühlte ich mich in einer Beziehung auch als Mensch gewürdigt und anerkannt.

"Ich finde es schön, deine Meinung zu hören!", machte mir Arne klar. Und hielt mit seiner auch nicht hinter dem Berg.

Ich diskutierte zum ersten Mal in meinem Leben mit meinem Partner politische Standpunkte, und unsere Gespräche und Diskussionen drehten sich nicht nur um Beziehungsfragen. Die blieben eher außen vor, aber da gab es zunächst auch nicht viel zu diskutieren.

"Du musst ihm deinen Standpunkt von vorn herein klarmachen!", riet Betti. "Sonst buttert er dich mit seiner Erfahrung unter!"

"Nett gemeint, aber wir haben überhaupt keinen Beziehungsstress!", stellte ich fest. Und wunderte mich fast schon selbst darüber. Dass wir uns in der Woche meist nur an drei Tagen sahen, kam mir erst nach einer Weile komisch vor.

Jessica braucht mich noch mehr als die beiden großen Mädchen!" Arne spielte von vorn herein mit offenen Karten. Und ich verstand, natürlich, immerhin war Jessica, Arnes Tochter aus zweiter Ehe, mitten in der Pubertät.

"Ich weiß nicht, wie ich das bei Carla und Daniela überstanden habe!", stöhnte Arne, als Jessica mitten in der Nacht von der Polizei aufgegriffen wurde und vom Revier abgeholt werden musste.

"Sie hat sich nicht getraut, ihre Mutter anzurufen. Weißt du, Conny ist da ziemlich streng!"

Angesichts der Tatsache, dass es nach drei Uhr morgens war, sympathisierte ich stark mit ihr. Und verstand natürlich sehr gut, dass Jessica lieber ihren gutmütigen Papa ranzitierte. Der hielt ihr zwar am Morgen auch eine Moralpredigt, doch die schien sie eher ertragen zu wollen als die ihrer Mutter.

"Ihr dürft ihr nichts sagen!", beschwor sie uns.

Arne versprach es

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