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Minus 18 Grad Kriminalroman von Ahnhem, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.01.2017
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)

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Minus 18 Grad

In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte.

Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will.

Eins ist allerdings sicher: Es wird noch weitere Opfer geben, ein Serienmörder ist am Werk. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht das erste Opfer, und noch lange nicht das letzte ...

Stefan Ahnhem ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und preisgekrönt. Mit seinem Debüt Und morgen du schaffte er auf Anhieb den Sprung auf die Bestsellerliste. Bevor Ahnhem begann, selbst Krimis zu schreiben, verfasste er Drehbücher unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Kopenhagen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 02.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843714808
    Verlag: Ullstein
    Serie: Fabian Risk 3
    Größe: 2306 kBytes
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Minus 18 Grad

Kapitel 1

Kaum hatte Kripochefin Astrid Tuvesson das Haus verlassen und die Tür hinter sich abgeschlossen, ärgerte sie sich. Das Licht war greller, als sie erwartet hatte. Wenn sie nicht bald die Sonnenbrille in ihrer beschissenen Handtasche fand, würde ihr der Kopf vor Schmerzen platzen. Sie sah schon vor sich, wie Molander und seine Männer ankamen, alles absperrten und ihre Überreste einsammelten. Endlich, da war sie ja. Total zerkratzt und voller Fingerabdrücke, aber was sollte es.

So ein Mist ... Nun musste sie plötzlich pinkeln. Manchmal ging sie sich selbst auf den Geist. Typisch, dass ihr das nicht eingefallen war, bevor sie das Haus verlassen und ihren Schlüssel in der Tasche versenkt hatte, wo er natürlich nicht mehr auffindbar war. Diese Tasche war schlimmer als der Zauberkünstler Joe Labero. Sie konnte darin nach dem dämlichen Hausschlüssel suchen, so lange sie wollte. Er war weg, vermutlich für immer futschikato, sagte sie sich, zog Hose und Slip hinunter und hockte sich hinter das Beet.

Es war schließlich ihr Garten, und deshalb konnte sie darin machen, was ihr passte. Wer etwas dagegen hatte, konnte ja die Polizei rufen. Der Gedanke brachte sie zum Lachen und ließ den Strahl zwischen ihren Beinen, ähnlich wie bei einem Springbrunnen, stoßweise hervorspritzen.

Eigentlich begriff sie selbst nicht, wieso sie nicht einfach zu Hause bleiben konnte, sondern unbedingt ins Auto steigen und den Zündschlüssel umdrehen musste. Den Autoschlüssel hatte sie mühelos gefunden. Sie hatte sich nach dem letzten Montag für drei Tage krankschreiben lassen, was im Vergleich zu anderen Kollegen harmlos war.

In gewisser Hinsicht war es die Schuld von Gunnar, diesem Idioten. Ohne ihn wäre nichts von alldem passiert. Dann hätte sie ganz normal zur Arbeit gehen können, anstatt, so wie jetzt, zu Hause im Bett zu liegen und ... Als es knallte, trat sie auf die Bremse. Was zum Teufel war das? Nachdem sie den Rückspiegel richtig eingestellt hatte, sah sie, dass nur dieser Scheißbriefkasten schuld sein konnte, der auch einen dritten Weltkrieg überleben würde, weil dieser Idiot ihn ja unbedingt hatte einzementieren müssen. Das fehlte ihr gerade noch. Sie mochte gar nicht daran denken, wie das Auto wohl von hinten aussah. Jedenfalls nicht jetzt.

Sie fuhr einige Male vor und zurück, bevor sie auf die Singögata abbog und Gas gab, ehe die Nachbarn rauskommen und glotzen würden. Genau das meinte sie. Alles, wirklich alles, was in ihrem Leben nicht gut lief, war die Schuld von Gunnar, diesem Idioten.

Sie bog links ab auf die E20 in nördliche Richtung, drückte den Zigarettenanzünder hinein und zog die letzte Zigarette aus dem Päckchen, das im Türgriff klemmte. Die Glut breitete sich aus, und sie atmete den Rauch so tief ein, wie ihre Lunge es erlaubte, während sie auf der Autobahn beschleunigte.

Noch vor wenigen Jahren hatte sie ihn verlassen wollen. Sie hielt schon so lange die Zügel in der Hand und hatte von ihm so dermaßen die Schnauze voll, dass sie schlechte Laune bekam, sobald sie ihn sah. Da er sich jedoch nicht trennen konnte und an ihr klebte wie an einem Fliegenfänger, war die eingeschlafene Liebe langsam, aber sicher in pure Verachtung übergegangen. Die ganze Situation schien sie in ein gehässiges Monster verwandelt zu haben, und als er schließlich den einzig richtigen Schritt tat und sie verließ, kam alles anders, als sie gedacht hatte. Vollkommen anders.

Zuerst verstand sie nicht, was vor sich ging, als es krachte und der linke Seitenspiegel abgerissen wurde und, nur noch an ein paar Kabeln hängend, gegen die Karosserie hämmerte wie ein aufgeregter Specht. Dann sah sie den roten BMW , der jetzt direkt vor ihr her fuhr. Sie drückte wie wild auf die Hupe, woraufhin der Wagen beschleunigte und abzog. Doch so schnell sollte ihr das Arschloch nicht entkommen. Sie trat das Gaspedal durch und hatte ihn bald eingeholt.

Nichts

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