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Mord im Hotel Wiener Kaffeehauskrimi von Bauer, Hermann (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.07.2018
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Mord im Hotel

Nach der Geburtstagsfeier von Leopolds Freundin Erika Haller im Café Heller, wird der Frauenheld Eberhard Aichholzer in seinem Zimmer, im nebenan gelegenen Hotel Floridus, erwürgt aufgefunden - mit einer Exit Bag über dem Kopf. Einige im Hotel übernachtende Freunde Erikas zählen genauso zum Kreis der Tatverdächtigen wie ein paar weitere Hotelgäste. Leopold macht sich in diesem komplizierten Fall auf die Suche nach dem Täter, obwohl die Polizei nicht ihn, sondern Erika zur Zusammenarbeit einlädt.

Hermann Bauer wurde 1954 in Wien geboren. 30 wichtige Jahre seines Lebens verbrachte er im Bezirk Floridsdorf. Während seiner Zeit am dortigen Gymnasium begann er, sich für Billard, Tarock und das nahe gelegene Kaffeehaus, das Café Fichtl, zu interessieren, dessen Stammgast er lange blieb. Seit 1983 unterrichtet er Deutsch und Englisch an der BHAK Wien 10. 1993 heiratete er seine Frau Andrea, der zuliebe er seinen Heimatbezirk verließ. Bauers erster Kriminalroman "Fernwehträume" erschien 2008. Diesem folgten zehn weitere Krimis um das fiktive Floridsdorfer Café Heller und seinen neugierigen Oberkellner Leopold. "Mord im Hotel" ist der elfte Kaffeehauskrimi des Autors.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 279
    Erscheinungsdatum: 04.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839258125
    Verlag: Gmeiner-Verlag
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Mord im Hotel

Kapitel 2

"Hör zu, Hannes! Ich finde, es ist keine gute Idee, dass du mitkommst."

"Ich halte es sogar für eine ausgezeichnete Idee!"

Die Frau ging nervös im Zimmer auf und ab. Sie hatte ihre Jacke anbehalten und rauchte in hastigen Zügen eine Zigarette. "Wir leben getrennt. Wir haben uns nichts mehr zu sagen", führte sie ins Treffen. "Wir sind froh, wenn wir einander nicht sehen. Warum um alles in der Welt möchtest du da unbedingt zu Erikas Geburtstagsfeier mitkommen?"

"Wer hat die Einladung bekommen?", fragte Hannes grinsend.

"Mach dich nicht lächerlich", reagierte die Frau verärgert. "Es ist klar, dass sie bei dir gelandet ist. Dein Domizil war früher unsere gemeinsame Adresse."

"Und was steht drauf? An Ingeborg Förster und Hannes Auer in großer Schrift, ganz deutlich zu lesen. Wir sind beide eingeladen, also gehen wir auch beide hin. Es sei denn, du willst daheim bleiben."

"Ich denke nicht daran", protestierte Ingeborg, ihre Zigarette ausdämpfend. "Warum willst du überhaupt hin? Erika ist schließlich meine Schulkollegin."

"Du wirst es nicht glauben: Ich habe sogar mit ihr telefoniert", klärte Auer seine frühere Lebensgefährtin auf. "Erika freut sich auf uns. Und ich freue mich darauf, etliche Leute wiederzusehen. Es verspricht, ein vergnüglicher Abend zu werden."

Ingeborg lachte kurz höhnisch auf. "Läuft etwa in Erikas Freundeskreis auch eine von deinen Weibergeschichten?", erkundigte sie sich sarkastisch.

"Wenn, dann würde es dich nichts angehen", lächelte Hannes spöttisch zurück. "Aber ich kann dich beruhigen, dem ist nicht so. Ich will mich schlicht und einfach gut unterhalten und sehe nicht ein, warum ich mir das von dir verbieten lassen soll."

Ingeborg setzte sich nun doch auf das Sofa, das noch vor ein paar Wochen ihr Lieblingsmöbel gewesen war. Es erinnerte sie nur mehr an den Scherbenhaufen ihrer Beziehung. Sie und Hannes, zwei Egoisten, jeder stets mit dem Kopf durch die Wand. Eigentlich war es, nachträglich betrachtet, ein Wunder, dass ihre Lebensgemeinschaft stolze acht Jahre gehalten hatte. Niemand hätte das gedacht, und es war beinahe ein Kompliment, dass Erika Haller annahm, sie seien beide weiterhin zusammen.

"Und ich sehe nicht ein, warum du Erika, wenn du mit ihr telefonierst, nicht über unsere Trennung informiert hast", reagierte Ingeborg Förster scharf. "Sie hat ein Doppelzimmer für uns reserviert."

Hannes Auer zuckte mit den Schultern. "Das stört doch nicht. Diese eine Nacht wirst du es schon mit mir aushalten."

"Ich werde es nicht mit dir aushalten, auf keinen Fall! Glaubst du, ich kann das, was zwischen uns geschehen ist, vergessen? Mir vorstellen, dass alles ist wie früher? Das kannst du dir abschminken! Wir werden auf zwei Einzelzimmer umbuchen!"

"So etwas ist normalerweise einen Tag vor der Ankunft nicht leicht möglich. Außerdem würde das alles unnötig verkomplizieren."

"Dann wechsle ich eben in ein anderes Hotel!"

"Glaubst du, dass Erika dir dafür dankbar sein wird?", redete Hannes auf Ingeborg ein. "Sie hat das Ganze arrangiert, bezahlt uns die Übernachtung. Und dann kommst du und bringst alles durcheinander. Warum lassen wir es nicht, wie es ist? Vor gar nicht langer Zeit haben wir uns auf unsere gemeinsamen Nächte gefreut!"

Ingeborg Förster zündete sich die nächste Zigarette an. Sie schwankte. Genau genommen war es wirklich egal, ob sie diese paar Stunden zusammen in einem Zimmer verbrachten oder nicht. Sie würden ohnehin beide viel trinken und dabei eine Bettschwere bekommen, die jeden die Anwesenheit des anderen vergessen ließ. Machte es Sinn, sich deswegen zu streiten? Es war wirklich spät, in die Planung einzugreifen. Und außerdem ging es niemanden von den anderen Gästen etwas an, dass sie und Hannes nicht mehr beisammen waren.

Aber sollte sie ihm recht geben? War die Art, wie er die Angelegenheit hand

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