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Mord im Zoo von Bramm, Sabine (eBook)

  • Erschienen: 04.05.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mord im Zoo

Die Raubkatzen im städtischen Zoo trauen ihren Ohren nicht. Warum schreit denn der Papagei Jogi heute so laut? Spielt er sich wieder einmal auf, um im Mittelpunkt zu stehen? Kurz darauf sehen sie mit eigenen Augen den Grund: Der Tierpfleger Guido Hart liegt tot im Vorraum des Raubtiergeheges, und ein Messer steckt tief in seiner Brust. Die Polizei beginnt im Zoo zu ermitteln und stellt fest, dass das Opfer bei seinen Kollegen alles andere als beliebt war. Von Tag zu Tag wird der Kreis der Verdächtigen größer. Da beschließen die Tiere, nicht länger tatenlos zuzusehen, sondern auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen. 'Chefermittler' wird der rührige Papagei Jogi, welcher dabei seine Kontakte zu Tieren in und außerhalb des Zoos nützt. Was wissen die 'doofen' Flamingos? Wie hilfreich ist der Geruchssinn der Mäuse bei der Suche nach dem Täter? Und was hat die Eule Elsa in der Nacht beobachtet? Wie es den schlauen Tieren gelingt, der Polizei den Täter quasi auf dem Silbertablett zu servieren, das beschreibt Sabine Bramm in diesem Buch mit viel Liebe zum Detail - und zu den Tieren.

Produktinformationen

    Größe: 837kBytes
    Herausgeber: Books on Demand
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 256
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783741248580
    Erschienen: 04.05.2016
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Mord im Zoo

5

Nach einer Weile meldet sich Wildcat wieder zu Wort. "Aber sollten wir nicht trotzdem etwas unternehmen? Müssen wir nicht jemanden über das Ableben des Tierpflegers informieren? Was meint ihr?"

Ja, auf jeden Fall sollten die anderen Zooangestellten oder zumindest einer von ihnen über den Todesfall hier im Raubtiergehege informiert werden.

Da sind sich alle Katzen sofort einig. Es ist auch schnell jemand gefunden, der diese wichtige Aufgabe übernehmen soll, nämlich kein anderer als Jogi, denn er ist zurzeit der Einzige, der diesen Raum ohne Probleme verlassen kann.

Darum lässt sich der Vogel nicht zweimal bitten, schließlich übernimmt er solche Botengänge nur zu gerne. Es ist doch immer wieder schön, wichtig zu sein! Beherzt macht er sich auch schon gleich auf den Flug. Schnell war allen klar, wen man nun in dieser prekären Situation als Ersten einweihen möchte. Die Wahl fiel einstimmig auf Manni, der eigentlich mit richtigem Namen Manfred heißt, den jeder aber einfach nur Manni ruft, und so halten es die Tiere eben auch, auch wenn sie nicht so ganz verstehen, warum ein Mensch zwei Namen braucht, um da draußen bestehen zu können. Aber solche zweinamigen Menschen gibt es öfter, als man denkt, wie die Raubtiere aus ihrem Erfahrungsschatz berichten können. Dieser Tierpfleger ist ein eher gemütlicher Typ, der sich mit seinen inzwischen bereits fünfundfünfzig Jahren keinen Stress mehr macht und schon mehr gesehen hat, als ihm lieb sein kann. Ihn kann so leicht nichts mehr erschüttern. Er war sogar schon oft Geburtshelfer. Gerade bei schwierigen Geburten war er immer derjenige, der sowohl die direkt betroffenen Tiere als auch die nervösen Menschen, die beim Gebären helfen sollen, beruhigt hat, um dann dafür zu sorgen, dass das kleine Lebewesen, welches sich mühsam seinen Weg in die Welt bahnt, wohlbehütet und gesund in der Zoogemeinschaft ankommt. Ohne den Tierpfleger wäre so manches Jungtier wahrscheinlich eine Totgeburt geworden. Schon alleine dafür sind diesem Mann alle für seine Anwesenheit hier im Zoo dankbar. Manni hat so eine ruhige und gelassene Ausstrahlung. In seiner Gegenwart fühlt sich jeder, egal ob Mensch oder Tier, gleich wohl und umsorgt und irgendwie auch im Mittelpunkt. Außerdem hat er stets für alle Leckerli parat und nie vergisst er es, seinen tierischen Lieblingen die benötigten Streicheleinheiten zukommen zu lassen. Das lässt er sich sogar bei den wilden und gefährlichen Raubkatzen nicht nehmen, was ihm sonst kein Zweibeiner nachmacht. Für alle ist es sonnenklar: Hierfür ist Manni genau der richtige Mann. Er weiß bestimmt sofort, was zu tun ist.

Jogi muss nicht lange nach dem netten Tierpfleger suchen. Trotz der frühen Morgenstunde befindet er sich schon im Futterlager, um die für das Frühstück nötigen Futtermengen gewissenhaft zusammenzustellen und in die entsprechenden Behältnisse zu füllen, damit er es dann in den einzelnen Ställen mit dem Austeilen einfacher hat, da er dann nur die inzwischen leeren Schalen und Teller wieder mit herausnimmt. Laut schreiend fliegt der Vogel direkt auf Manni zu. "Manni, du musst den Raubtieren unbedingt helfen! Stell dir vor, in ihrem Gehege liegt Guido und er ist mausetot."

"Ist ja schon gut, Jogi, schreie doch nicht so. Du bekommst ja deine extra Nuss, das weißt du doch. Da musst du mir doch nicht gleich die Trommelfelle ruinieren!" "Ich will doch keine ...mmmpf." Und schon hat der Papagei eine seiner geliebten Erdnüsse quer im Schnabel. Das passt ihm aber heute so gar nicht, schließlich hat er eine Mission zu erfüllen, die er mit Bravour meistern will. Deshalb spuckt er die Erdnuss in einem weiten Bogen von sich. "Nein, nein, ich will keine Nuss, du musst mit mir kommen, es gibt eine Leiche im Zoo."

Aber es ist absolut aussichtslos, der ahnungslose Manni versteht die Aufregung seines gefiederten Freundes so gar nicht. "Was ist denn mit dir heute Morgen los? Hast du dich etwa schon mit frei wa

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