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Mordalpen Ein Alpen-Krimi von Sohler, Walter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Mordalpen

Auf der Alm, da gibt's aan Rind: Der eigenbr"tlerische und j"hzornige Bauer Giovanni Forda zieht wie jedes Fr hjahr mit seinen K hen auf die Alm. Die Flucht auf den Berg kommt ihm gelegen, gibt es im Tal doch b"ses Blut wegen eines Golfplatzprojekts. Giovanni weigert sich, dem Immobilienh"ndler Heinrich Karner den ben"tigten Grund zu verkaufen. Karner verschwindet spurlos, und als auch noch Kommissar Delapozza unauffindbar bleibt, ist klar, dass hier ein paar Zuf"lle zu viel im Spiel sind ... Walter Sohler wurde 1967 in Kitzb hel in Tirol geboren. Der studierte Historiker arbeitet seit 1992 als Journalist und war in den vergangenen 14 Jahren als Chef vom Dienst bei Tageszeitungen in Innsbruck und Wien t"tig. Zurzeit schreibt Sohler u. a. f r Mitgliederzeitungen und PR-Magazine und lebt in Wien. Der Autor ist in den Alpen aufgewachsen, besuchte die Schule in Tirol und im Salzburger Land und verbrachte seine Studienzeit in Innsbruck. Er kennt vor allem die Kitzb heler Alpen, das Gebiet der Hohen Tauern und das Inntal. Sein Hobby, das Wandern, aber auch berufliche Reisen f hrten ihn u. a. quer durch den Alpenraum: neben dem Bundesland Tirol nach S dtirol, Trient, Bayern, S dostfrankreich, in die Schweiz und in die alpinen Zonen Ost"sterreichs. Mordalpen ist sein erster Roman.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 311
    Erscheinungsdatum: 02.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839245194
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 3543 kBytes
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Mordalpen

I. Kauen, bis der Metzger kommt

Verhängnisvoll: Warum es Kühen auf der Alm besser geht als im Tal und wie ein hinreißendes, saftiges Büschel Gras großes Unheil herbeizulocken vermag

Giovanni liebt sie alle. Elsa, Violetta, Ariadne und Fiona sind seine Schönsten. Tatjana, Brünnhilde und Leonore die Jüngsten, Dorabella hat bereits einen Preis gewonnen und Alcina ist etwas ganz Besonderes. Zerlina, Carmen und Schneeflöckchen geben zwar die meiste Milch – aber am allerliebsten ist ihm Elvira. Die mit Abstand Herzallerliebste seiner kleinen, aber äußerst feinen Kuhherde.

Giovanni ist trotz seiner erst 36 Jahre schon lange Bauer, von klein auf hatte er die Rindviecher um sich. Das Leben rund um den Stall, zusammen mit seinen Mädels, ja, das ist sein Revier. Andere mögen sich den in Mode gekommenen und zugegeben äußerst kuschelig anmutenden Rindern aus dem schottischen Hochland zuwenden, manche schwören auf Angus-Viecher, weil sie das bessere Fleisch und deshalb pro Kilo ein paar Cent mehr liefern sollen. Giovanni mag es aber lieber traditionell: Er schwört auf seine braun-weißen Rinder. Nichts Außergewöhnliches, aber trotzdem erstklassig.

Seine Girls sind mit jenen Kühen verwandt, die er immer schon gekannt hat, die immer schon auf den Hängen seines Großvaters und Vaters gegrast haben, die er als Bub viele Sommer lang gehütet und die er lange Zeit Jahr für Jahr auf die Alm seiner Vorfahren getrieben hat. Durchschnittliche Milchleistung, durchschnittliche Fleischqualität, aber pflegeleicht und widerstandsfähig.

Man sagt immer, ein Bauer isst nicht, was er nicht kennt. Giovanni lässt sich schon im Stall auf keine Experimente ein.

Die braun-weiß gescheckten Damen lassen sich auf Giovannis Alm nichts abgehen. Majestätisch und unbeschreiblich lieblich zugleich thront dieser grüne Flecken über dem Tal – und auf ihm machen es sich Alcina und ihre Genossinnen so richtig bequem. Die Aussicht auf den nahen Ort im Tal ist unbeschreiblich, den Kühen freilich ist das egal. Sie grasen. Kosten die ersten Tage auf der Hochalm so richtig aus und kauen, was das Zeug hält.

Was sollen Kühe auch anderes tun. Die vier Mägen der schönen Damen müssen stets beschäftigt werden. Die Zähne tun pausenlos ihren Dienst, das frische Gras vom Berg ist nach der langen winterlichen Heu-Diät mit der Zugabe von Kraftfutter aus Südamerika – verantwortlich für eine miserable saisonale Ökobilanz auf Giovannis Hof –, endlich wieder ganz etwas anderes. Giovannis versammelte Rindviecher-Familie lässt es sich heute ganz besonders gut gehen. Grashalm für Grashalm, Blume für Blume, Kraut für Kraut finden ihren Weg von den Zähnen durch das Labyrinth der Mägen. Zermahlen, gekaut, geschluckt, wieder heraufgewürgt, noch mal gekaut. So lässt sich Zeit auch totschlagen.

Heute legt sich die versammelte Schar ordentlich ins Zeug – ganz so, als ob es schon lange nichts mehr zu mampfen gegeben hätte und es gilt, einen Vorrat für schlechtere Zeiten anzulegen. Das gute Dutzend hat sich auf der Weide aufgeteilt – natürlich auch die vier Kälber, die man an dieser Stelle nicht vergessen darf. Marcelline, Salome, Fenena, der kleine Bub heißt Kamerad.

Normalerweise steht die Herde nah beisammen. Heute, an ihrem dritten Tag auf der Weite der Alm, scheint es, als ob die Viecher nach den Monaten der Enge im Stall und nur spärlichen Ausflügen auf das Feld vor ihrem Hof die Unbegrenztheit der Alpen so richtig genießen und ihre Auslaufmöglichkeit ordentlich nutzen. Sie weiden weit verstreut in kleinen Gruppen. Es

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