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Mordtour Commissaire Papperins zweiter Fall - ein Provencekirimi von Hold, Ignaz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.05.2014
  • Verlag: ambiente-krimis
eBook (ePUB)
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Mordtour

Die Tour de France führt durch das idyllische provenzalische Städtchen Correns. Mitten im Gedränge des Hauptfelds kippt ein Fahrer von seiner Rennmaschine und verursacht einen Massensturz. Das Loch in seinem Rücken stammt von der Kugel aus einem Jagdgewehr. Im Tumult verschwindet aus der Menge der Schaulustigen ein Kind. Kidnapping und ein heimtückischer Mord am gleichen Tag - kann das Zufall sein? Commissaire Papparin gerät ins Schwitzen. Nicht nur wegen der provenzalischen Hitze: Mit der Dopingmafia ist nicht zu Spaßen ist. Die verzweifelte Mutter des verschwundenen Kindes ist die überaus attraktive und von ihm verehrte Schauspielern Nicole de Laterre.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 396
    Erscheinungsdatum: 23.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783981561326
    Verlag: ambiente-krimis
    Größe: 2579 kBytes
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Mordtour

Jean-Luc Papperin lernt eine schöne Frau kennen

Mitte Mai

" Mesdames et messieurs , jetzt kommen wir zum Höhepunkt des Tages, was sage ich, der gesamten diesjährigen Landwirtschaftsmesse: Der Verleihung der Preise – Gold, Silber und Bronze – für die besten Produkte der regionalen Olivenölproduzenten."

Die Lautsprecher in der kommunalen Allzweckhalle von Brignoles dröhnten auf die dicht gedrängten Zuschauer herab. Vorne, am hell erleuchteten Rednerpult wischte sich der Präfekt des départements Var Schweißtropfen von der Stirne. Dann blickte er neben sich auf den langen, festlich geschmückten Tisch, an dem rund ein Dutzend ältere Männer in dunklen Anzügen saßen.

"Die für die Auswahl der Preisträger verantwortliche Jury unter dem Vorsitz des président de la confrèrie des oleiculteurs de France setzt sich aus den führenden Kapazitäten der Republik zusammen, und zwar: Monsieur ...". Jetzt zählte er eine Reihe von Namen auf. Die Genannten erhoben sich und verbeugten sich hoheitsvoll unter dem überwältigenden Applaus des etwa tausendköpfigen Auditoriums.

"Für die Überreichung der Preise", fuhr der Redner fort, "darf ich etwas ganz Besonderes ankündigen: Eine weit über die Grenzen der Republik hinaus berühmte und beliebte Filmdiva ist eigens aus Paris angereist, um diesem Festakt besonderen Glanz zu verleihen. Begrüßen Sie mit mir unseren strahlenden Stern am Medienhimmel" – es folgte eine rhetorische Kunstpause – "Madame Nicole de Laterre!"

Die ländlich-pompöse Inszenierung erreichte ihren Höhepunkt. Die bunt uniformierten Mädchen der Tanztruppe Les Mousquetaires du Val warfen ihre Beine in die Höhe und schwenkten ihre mit Federboas geschmückten Arme, begleitet vom Can Can der Kapelle der örtlichen Feuerwehr, der sapeurs-pompiers von Brignoles. Aller Augen richteten sich auf den Eingang zur Bühne, der von einem kunstvoll aus Ölbaumzweigen geflochtenen Schleier verhangen war. Jetzt teilte sich der silbriggrüne Blättervorhang und unter lautem Fanfarengeschmetter stieg eine schlanke junge Frau in einem bodenlangen weißen Satinkleid die Stufen zur Bühne herab.



Die ersten zehn Reihen waren für die Olivenbauern und die Ölmühlenbetreiber reserviert. Hier saß Jean-Luc Papperin mit seiner Mutter Odile. Gerüchten zufolge sollte die Ancien Moulin à Huile F. Papperin in Cabanosque dieses Jahr mit einer Medaille auf der foire agricole , der Landwirtschaftsmesse in Brignoles, ausgezeichnet werden. Die Ölmühle wurde von der Familie Papperin bereits in der vierten Generation betrieben und jetzt von Jean-Lucs Mutter geführt.

Die forsche Musik dröhnte in Jean-Lucs Kopf, währenddessen schweiften seine Gedanken in die Vergangenheit ab. Er schloss die Augen und sah vor sich, wie er als kleiner Junge seinem Vater beim Abfüllen des frisch gepressten Öls half. Damals hatten sie noch keine Plastikkanister verwendet. Alles war aus Blech, teilweise hatten sie auch schon große, silbern glänzende Edelstahlbehälter. In einer Ecke des einzigen Raumes, in dem sich das ganze Geschehen abspielte – Ölmühle, Presse, Öltanks und Verkaufstheke – waren noch die alten Tongefäße ausgestellt, in denen früher das Öl gelagert wurde. Damals zu Zeiten seiner Vorfahren. Aus dieser Zeit stammte auch das F. im Firmennamen. Es stand für Frédéric, den

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