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Na denn Joe Cullen #5 von Oster, Jerome (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.07.2016
  • Verlag: spraybooks publishing
eBook (ePUB)
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Na denn

Ben Forbes kommt zurück nach New York, um sich bei alten Freunden für Verfehlungen der Vergangenheit zu entschuldigen. Als er dann unerwartet und ohne Verschulden in einen Todesfall verwickelt wird, verliert er den Kopf und trifft einige sehr falsche Entscheidungen. Eigentlich moralischen Halt bei einem Meeting der Anonymen Alkoholiker suchend, lernt er wenig später die Schriftstellerin Nora kennen, der er nach einigem Zögern seine etwas abstrus klingende Geschichte anvertraut. Der nächste große Fehler mt weitreichenden Konsequenzen, denn nun beginnt ein wahres Martyrium ... Jerry Oster ist 1943 in New Mexico geboren, kommt als Zehnjähriger nach New York, besucht die Highschool, geht später auf die Columbia University, wo er Englische Literatur im Hauptfach studiert. Danach hat er einen Job bei United Press International News Service, dann bei Reuter und schließlich bei den New York Daily News. Ein Journalist, ein Mann wie manche seiner Protagonisten. Jerry Oster war Polizeireporter, hat unzählige Tatorte aufgesucht und über alle möglichen Verbrechen geschrieben. Sein Lektor Peter Hetzel verglich Osters kunstvoll komponierte Gesellschaftspanormen mit einer Bemerkung, die George Grosz über New York machte: "Alles dörrt, siedet, zischt, grölt, lärmt, trompetet, hupt, pfeift, rötet, schwitzt, kotzt und arbeitet." Oster ist ein wahrer Meister darin, seine Plots mit scheinbar sinnlosen Ab- und Ausschweifungen auszuschmücken, die dann in ihrer Summe ein atmosphärisch dichtes und plausibles Gemälde dieses "Kolosses unter den Städten" und der dort lebenden Menschen ergeben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 222
    Erscheinungsdatum: 29.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945684078
    Verlag: spraybooks publishing
    Serie: Joe Cullen .5
    Größe: 765 kBytes
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Na denn

Das Leben ist wunderbar, dachte Joe Cullen. Samstagmorgen neun Uhr, ein Tag, an dem es ihm noch nie etwas ausgemacht hatte zu arbeiten, weil die Luft frisch war und der Verkehr erträglich. Blauer Himmel, nicht zu heiß, keine schrägen Vögel von Freitagnacht übrig geblieben, noch niemand tot. Und so arbeitete er bereits eine Stunde und hatte nichts zu tun, außer ein Bagel zu einer weiteren Tasse Kaffee zu essen, die Sportseiten der Times zu studieren und gelegentlich etwas zu meckern, während Mike Mathews wie schon seit einer Woche wieder damit prahlte, am Türsteher des Chaos vorbeigekommen zu sein, um auf die Jagd nach Supermodels zu gehen. "Die haben so eine Liste, stimmt's? Das weißt du, stimmt's? Bist selbst schon da gewesen, stimmt's? Du verstehst, was ich sage?" "Hm-hmmmh." "Du bist noch nie da gewesen? Ach, komm, Joe. Da musst du hin. Komm heute Abend einfach mit - verstehst du, was ich sage? Ich geh wieder hin. Es war, als wär ich gestorben und in den Himmel gekommen - verstehst du, was ich sage? Von Wand zu Wand zu Wand zu Wand nichts als schlanke große Babes. Wie zum Beispiel Leeza Benson. Kennst du Leeza Benson? Die ist in dieser Werbung. Du kennst die Werbung. Wo sie sich bückt, als würde sie, du weißt schon, dir einen blasen. Macht mich wahnsinnig, diese Werbung. Ich wollte es ihr sagen. Sie war da. Ich wollte einfach zu ihr hin und sagen: Yo, Leeza, bück dich, als würdest du mir einen blasen, machst du das mal für mich, damit ich sehe, was das für ein Gefühl ist. Oooh, wahnsinnig gern würde ich wissen, was das für ein Gefühl ist. Verstehst du, was ich sage? Du magst doch auch schlanke große Babes, Joe, oder vielleicht nicht?" "Hmmm." "Dann musst du mitkommen - hörst du mich? Die haben so eine Liste. Keinen Schimmer, wer die aufstellt. Die Besitzer von dem Schuppen, schätze ich. Mehrere Seiten lang. Die hat er auf einem Klemmbrett, also, der Türsteher - verstehst du mich? Ist dein Name nicht auf der Liste, kommst du nicht rein. Aber das sind alles keine Leute, die bestimmt kommen, es handelt sich um Leute, von denen sie hoffen, dass sie kommen, also, die Inhaber hoffen das. Wenn die nicht kommen, die Leute auf der Liste, läuft auch keine Party. Und wenn die Party nicht läuft, dann sind sie verdammt schnell wieder genau dort, wo sie mal waren, und zwar in irgendeinem Lagerhaus an irgendeiner Seitenstraße am absoluten Arsch der Welt - verstehst du, was ich sage?" Janet Truelove kam mit einer Starbuck's-Tüte herein. "Ich habe hier Kaffee? Wer will?" Cullen senkte seine Zeitung. "Was machst du denn hier?" "Schieb n paar Ü-Stunden. Lehman nimmt sich einen Psychotag. In der U-Bahn hat so ein Wichser auf ihn geschossen. Hast du davon gehört?" "Hab gehört, er hätte zu dem Kerl gesagt, er soll sich nicht die Mühe machen, ihn abzuknallen, er wäre nur ein Bahnbulle." "Es kam ja noch viel besser", sagte Truelove. "Er hat dem Typ gesagt, er wäre kein Bahnbulle, er hätte überhaupt keine Befugnisse, der Typ sollte einen Moment warten, dann würde er losziehen und einen richtigen Bahnbullen holen. Der Wichser hat gerade lange genug nicht aufgepasst, dass Lehman ihm ein Ding in die Kniescheibe verpassen konnte." "Das ist besser", sagte Cullen. "Hallo, Mike", sagte Truelove. "Steht'n an?" "Ich, äh, hätte nichts gegen einen Kaffee", sagte Mathews. "Einen Buck und einen Quarter", antwortete Truelove. Mathews zog seine Hand zurück. "Also, äh, vielleicht..." "War nur Spaß, Mike. War nur Spaß. Nimm ihn dir. Ich schmeiß ne Runde. Ich schieb Ü-Stunden." "Danke, Trues. Danke. Ej, Trues, rat mal, wohin Joe und ich heute Abend gehen? Ins Chaos." "Schon da gewesen, schon gesehen", meinte Truelove beiläufig. "Nein! In echt jetzt?" "War ein Scherz, Mike. Wie in: Mein Leben ist das reinste Chaos. Deshalb hab ich Verständnis für die Erfahrung von ... Ach, vergiss es. Du meinst den Nachtclub?" "War letzten Samstag da. Heute Abend will ich wieder hin. Als wär ich gestorben und in den Himmel gekommen

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