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Nebelkind Thriller von Schepp, Emelie (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Nebelkind

ER wurde gezeichnet. ER tötet. ER ist neun Jahre alt. Die Staatsanwältin Jana Berzelius wird bei einem spektakulären Fall hinzugezogen: Ein Mann wurde erschossen - die Hinweise verdichten sich, dass die Tat von einem Kind begangen wurde. Dann taucht die Leiche eines Jungen an der schwedischen Küste auf. Seine Fingerabdrücke passen zu jenen des Tatorts, doch warum sollte ein Kind einen Mord begehen? Während die Ermittler im Dunkeln tappen, ermittelt Jana auf eigene Faust. Denn der Junge, der das Wort "Thanatos" als Narbe im Genick trägt, hat ein Geheimnis, das nur Jana kennt: Auch ihr Genick ziert der Name einer Todesgottheit, und nun setzt sie alles daran, herauszufinden, warum. Emelie Schepp, geboren 1979, wuchs im schwedischen Motala auf. Sie arbeitete als Projektleiterin in der Werbung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman: Der zuerst nur im Selbstverlag erschienene Thriller "Nebelkind" wurde in Schweden ein Bestsellerphänomen und erscheint mittlerweile als Übersetzung in 30 Ländern; die Jana-Berzelius-Serie hat sich weltweit über eine Million Mal verkauft. 2016, 2017 und 2018 wurde Schepp mit dem renommierten CrimeTime Specsaver's Reader's Choice Award ausgezeichnet und damit bereits dreimal zur besten Spannungsautorin Schwedens gekürt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641159450
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Jana Berzelius Bd.1
    Originaltitel: Märkta for livet
    Größe: 1544 kBytes
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Nebelkind

Sonntag, den 15. April

N otrufzentrale 112. Wie kann ich Ihnen helfen?"

"Mein Mann ist tot ..."

Anna Bergström von der Rettungsleitstelle hörte eine zitternde weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung und warf einen raschen Blick auf die Bildschirmanzeige vor ihr. Es war 19.42 Uhr.

"Nennen Sie mir bitte Ihren Namen."

"Kerstin Juhlén. Mein Mann heißt Hans. Hans Juhlén."

"Sind Sie ganz sicher, dass er tot ist?"

"Er atmet nicht. Liegt einfach nur da. Er lag schon so, als ich nach Hause kam. Und auf dem Teppich ist Blut", antwortete die Frau schluchzend.

"Sind Sie selbst verletzt?"

"Nein."

"Ist jemand anders verletzt?"

"Nein, mein Mann ist tot!"

"Ich verstehe. Wo befinden Sie sich jetzt?"

"Zu Hause." Die Frau am anderen Ende holte tief Luft.

"Geben Sie mir bitte Ihre Adresse."

"Östanvägen 204 in Lindö. Das Haus ist gelb, und es stehen große Blumenkübel davor."

Anna Bergströms Hände fuhren rasch über die Tastatur, während sie auf der digitalen Karte den Östanvägen suchte.

"Ich werde Ihnen die nötige Hilfe schicken", sagte sie mit ruhiger Stimme. "Und ich bitte Sie, am Telefon zu bleiben, bis die Kollegen eingetroffen sind."

Anna Bergström bekam keine Antwort. Sie drückte das Headset an ihr Ohr.

"Hallo? Sind Sie noch dran?"

"Er ist wirklich tot."

Die Schluchzer der Frau gingen in hysterisches Weinen über, und dann war im Telefon der Rettungsleitstelle nur ein langer, angstvoller Schrei zu hören.

Kriminalkommissar Henrik Levin und Kriminalobermeisterin Maria Bolander stiegen in Lindö aus dem Volvo. Die kühle Meeresluft von der Ostsee fuhr in Henriks dünne Frühlingsjacke. Er zog den Reißverschluss bis zum Hals und steckte die Hände in die Taschen.

Auf der gepflasterten Auffahrt stand ein schwarzer Mercedes, umgeben von zwei Polizeiautos und einem Krankenwagen. Ein Stück von der Absperrung entfernt parkten zwei weitere Fahrzeuge, die nach den Schriftzügen zu urteilen den beiden konkurrierenden Tageszeitungen der Stadt gehörten.

Zwei Reporter standen so dicht am Absperrband, dass es an ihren Daunenjacken bis zum Bersten gespannt war.

"Manche brauchen es so richtig piekfein, was?" Maria Bolander - oder Mia, wie sie von allen genannt wurde - schüttelte irritiert den Kopf. "Und Statuen haben sie auch noch."

Wütend starrte sie die Löwen aus Granit an. Dann blieb ihr Blick an den meterhohen Blumenkübeln hängen, die neben den Tierfiguren standen.

Henrik Levin schwieg und ging die erleuchtete Auffahrt des Hauses im Östanvägen 204 entlang. Die kleinen Schneehaufen am grauen Bordstein zeugten davon, dass der Winter sich noch immer nicht geschlagen gegeben hatte. Henrik nickte dem Polizeiassistenten Gabriel Mellqvist zu, der vor der Eingangstür stand.

Er stampfte sich den Schnee von den Schuhen, hielt Mia die schwere Haustür auf, und die beiden traten ein. In der gigantischen Villa herrschte hektische Betriebsamkeit. Die Kriminaltechniker sicherten systematisch Fingerabdrücke und andere Spuren. Sie hatten schon die Türblätter und Klinken mit Puder und Pinsel bearbeitet und einige Spuren durch Lichteinstrahlung sichtbar gemacht. Momentan konzentrierten sie sich auf einige interessante Flächen an den Wänden, gegen die sich offenbar jemand gelehnt hatte. Ab und an wurde der sparsam möblierte Raum von Kamerablitzen erhellt. Die Leiche lag auf dem gestreiften Teppich im Wohnzimmer.

"Total widerlich, oder?", sagte Mia.

"Ich weiß", sagte Henrik.

"Wer hat ihn gefunden?"

"Seine Frau, Kerstin Juhlén. Als sie nach Hause kam, hat sie ihn so aufgefunden", sagte Henrik.

"Und wo ist sie jetzt?"

"In der oberen Etage. Hanna Hultman ist bei ihr."

Henrik Levin betrachtete den Toten, der vor ihm lag: Hans Juhlén, der eine leitende Stellung im Amt für Migration innegehabt hatte und für Asylf

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