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netwars - Der Code 1: Sturzflug Thriller von Coleman, M. Sean (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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netwars - Der Code 1: Sturzflug

netwars: Der Code. Ein Cyber-Thriller. Folge 1 von 6. -- Edward Snowden und die NSA waren erst der Anfang. Der aktuelle Thriller zum Thema Cyberwar, Hacker, Internet-Sicherheit, Internet-Kriminalität und Cyber-Terrorismus. -- Willkommen im Deep Web. Dem Teil des Internets, das von keiner Suchmaschine erfasst wird. Dem Ort, wo man alles kaufen kann. Drogen, Kinder, Waffen. Jeder kann es. Jederzeit. -- Anthony Prince, Chef der Sicherheitsfirma PrinceSec, die Software für die Regierung entwickelt, stirbt beim Absturz seines Privatflugzeugs. Verantwortlich für Prince' Tod war ein Hacker namens Strider. Unter seinem wirklichen Namen, Scott Mitchell, arbeitet er als Berater für die National Cyber Crime Unit. Als Mitchell verfolgt er die Bösen mit legalen Mitteln. Striders Mittel sind nicht ganz so legal. In derselben Nacht, als Anthony Prince getötet wird, gibt es einen Hackerangriff auf dessen Firma. Die Spur führt zu einer kriminellen Hacker-Gruppe namens Black Flag. Kann Mitchell seine Identität als Strider schützen und zugleich Black Flag aufhalten, bevor es zu spät ist? -- netwars: Der Code ist Teil eines Transmedia-Projekts mit der Doku-Webseite 'www.netwars-project.com' zum Thema Internet-Sicherheit, einer Fernsehdokumentation für Arte und ZDF über Hacker-Angriffe und der interaktiven Graphic Novel App 'netwars: The Butterfly Attack'. Für Leser von Dave Eggers, DER CIRCLE, Marc Elsberg, BLACKOUT und ZERO, Daniel Suarez, DARKNET, für Fans von Filmen wie DER STAATSFEIND NR. 1 und alle, die Spionage und High-tech Thriller lieben. -- Über den Autor: M. Sean Coleman begann als Scriptwriter für Douglas Adams' Hitchhikers Guide to the Galaxy Online. Für seine Beiträge für MSN, O2, Sony Pictures, Fox, die BBC und Channel 4 wurde er mehrmals mit Preisen ausgezeichnet. Er lebt in London. -- Für alle Fans von netwars die zweite Staffel erscheint am 22.01.2015!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 68
    Erscheinungsdatum: 16.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838755830
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1168 kBytes
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netwars - Der Code 1: Sturzflug

Regel Nr. 1: Mach dich bekannt

Ein Ziel sollte wissen, dass es angegriffen wurde, und weshalb. Vor allem sollte es erkennen, dass sein Geheimnis ans Licht gekommen ist.

Er hasste Paris im Frühling. Es war so klischeehaft: Paare, die Hand in Hand über die Champs-Élysées schlendern und sich für gestellte Fotos unter dem Eiffelturm küssen oder sich überteuerte langstielige Rosen von Straßenverkäufern in Cafés andrehen lassen, nur weil die anderen Paare das auch tun. Natürlich war ihm klar, dass sie alle einem romantischen Stereotyp nacheiferten, schließlich waren sie deshalb hierhergekommen, aber diese Einfallslosigkeit ärgerte ihn maßlos. Letztendlich sorgte diese banale Zurschaustellung von Verliebtheit nur dafür, dass in der Stadt der Liebe der Tourismus boomte.

Strider, wie er online hieß, saß in seiner eleganten Wohnung in der Nähe der Rue de Sévigné und lauschte dem regen Treiben im 3. Arrondissement, während er sich wieder einmal fragte, weshalb er so zynisch geworden war. Was ging es ihn an, ob andere Leute ihr Liebesleben nach dem ausrichteten, was sie in Schnulzen zu sehen bekamen? Warum sollte er sich daran stören, wenn es sie glücklich machte?

Vielleicht ärgerte er sich über diesen Affenzirkus, weil er selbst kein Interesse an einer Beziehung hatte. Manchmal hatte er den Eindruck, ihn würde alles kaltlassen, was andere Menschen erstrebten. Und wenn es um Beziehungen oder auch nur um Freundschaften ging, erschien ihm vieles unlogisch. Aus welchem Grund sollte man einen anderen Menschen so nah an sich heranlassen? Oder zulassen, dass er einen von Grund auf kennenlernte? Wie konnte man jemanden so tief in die eigene Seele blicken lassen, dass der andere erkennen konnte, wer man wirklich war?

Ihn, Strider, jedenfalls hatte noch nie jemand so gut gekannt, nicht einmal die Leute, die sich als seine Freunde bezeichneten. Keiner von ihnen wusste, was er tat oder wer er war. Letzten Endes würde er immer alleine sein. Vielleicht war das der Grund, weshalb er Paris nicht allzu sehr mochte. Hier wurde ihm sein Alleinsein jedes Mal besonders deutlich bewusst. Aber das würde vorbei sein, sobald er im Hochgeschwindigkeitszug saß, auf dem Rückweg in die relative Normalität Londons.

Strider war nervös, wie jedes Mal, wenn ein Auftrag kurz vor dem Abschluss stand. Dann schien sich die Zeit zu verändern, schien ihr Tempo zu variieren. Zuerst schlich sie ermüdend langsam dahin, um dann, wenn der Augenblick der Wahrheit gekommen war, in Windeseile zu verstreichen, sodass man kaum etwas mitbekam.

Auch diesmal spürte Strider in der Magengrube, wie die Zeit immer schneller ablief, wie seine Unruhe wuchs. Und mit der Nervosität kam wie jedes Mal das beinahe spirituelle Gefühl, dass dies hier seine Bestimmung war, sein Schicksal.

Striders Wohnung, eines von mehreren Verstecken, die in ganz Europa verstreut lagen, war Labor und Büro zugleich. Er hatte die Wohnung umgebaut, um den Lärm der Stadt so gut wie möglich auszublenden. Heute genoss er die Stille mehr denn je, da er den Nachmittag damit verbracht hatte, seine Arbeit in Ruhe zu überprüfen und sicherzustellen, dass auch wirklich alles perfekt war. Nach der monatelangen Vorbereitung kam es nun vor allem auf diesen einen Augenblick absoluter Konzentration an.

Und er musste sich sehr konzentrieren.

Der Tod eines Mannes hing davon ab.

Anthony Prince verließ die kleine Privatlounge, trat hinaus auf die Startbahn des Flughafens Paris-Le Bourget und ging direkt zu seinem Privatjet, einer Cessna Citation Mustang. Sie war sein Ein und Alles. Wenn er sich zwischen seiner Frau und der Cessna entscheiden müsste, sagte er oft und gern im Scherz, würde die Cessna

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