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Omega Thriller von Brannan, J. T. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Omega

Unerklärliche Phänomene erschüttern die Welt: Die riesige Christus-Statue in Rio bewegt die Arme, Vögel attackieren Flugzeuge und Tsunamis vernichten Teile Asiens. Die Journalistin Alyssa bekommt von einem alten Freund den Tipp, all diese Phänomene hätten keine natürliche Ursache. Doch ehe er mehr sagen kann, wird er erschossen. Alyssa entkommt den Killern nur knapp. Ihre Suche nach der Wahrheit führt sie in ein geheimes Regierungslabor. Dort entdeckt sie Schreckliches: Niemand ist vor der Ausrottung sicher ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 12.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838759425
    Verlag: Bastei Lübbe
    Originaltitel: Extinction
    Größe: 1509kBytes
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Omega

Prolog

"Fertig?", fragte Clive Burnett. Die Spannung stand ihm in die wettergegerbten Züge geschrieben und war in der durchdringenden, unerbittlichen Mittagssonne der ägyptischen Wüste deutlich zu erkennen.

"Fertig", gab Tom Bowers zurück, der selbst seine Aufregung kaum zügeln konnte. Er war der Sprengstoffexperte des Archäologenteams und hatte im berühmten Tal der Könige vierzig Pfund Plastiksprengstoff in einer natürlichen Felsformation versenkt.

Burnett betrieb seit über dreißig Jahren Ausgrabungen und war davon überzeugt, dass diese karge Stelle in der Wüste das verbarg, wonach er seit all diesen Jahren suchte - die legendäre "Halle der Aufzeichnungen". Die Halle gehörte zu den meist verbreiteten Mythen der Ägyptologie und hätte ebenso gut wahr sein können - eine riesige Lagerstätte für uralte Texte, darunter diejenigen aus der Bibliothek von Alexandria, von denen man glaubte, sie seien gerettet und an einen geheimen Ort in Ägypten gebracht worden, bevor die Stadt vor Tausenden von Jahren dem Erdboden gleichgemacht worden war.

In Jahren mühevoller, akribischer Forschung war Burnett zu der Meinung gelangt, endlich ihren Standort gefunden zu haben. Röntgenaufnahmen aus der Luft hatten kürzlich eine ausgedehnte Struktur unter dem Sand aufgezeigt. Das einzige Problem waren die fünfzig Tonnen Granit, mit denen sie bedeckt war und die eine Grabung im Sand darunter verhinderten.

Aber Burnett hatte seine Belege vorgelegt, und Ägyptens oberste Antikenbehörde hatte schließlich den Einsatz von Sprengstoff zur Freilegung der Grabungsstätte genehmigt. Während Burnett zusah, wie Bowers seine letzten Vorbereitungen traf, spürte er, wie ihm der Schweiß übers Gesicht rann - nicht aufgrund der glühend heißen Wüstensonne, sondern vor gespannter Erwartung.

Bowers nickte in Burnetts Richtung. Der Rest des Teams verfolgte die Sprengung hinter den Sicherheitsmarkierungen. Bowers warf seinem Freund ein Lächeln zu und drückte den Griff der Sprengbox hinunter.

Zuerst passierte gar nichts - kein Laut, keine Explosion -, und Burnett befürchtete schon, die Sprengladungen seien nicht losgegangen. Aber Sekunden später spürte er, wie der Boden unter seinen Füßen bebte, und grinste, als Trümmerstücke hoch in den klaren blauen Himmel über ihnen schossen und die Grundfesten der Felsformation, die das Objekt seiner Begierde verbargen, zerschmettert wurden.

Er sah, wie der Fels erbebte, sich der Wucht der Reihe von Sprengladungen widersetzte und sich ein letztes Mal aufbäumte, bevor der Sand ihn für immer freigab und er zerschmettert wurde.

Burnett sah zu, wie Staub und Schutt Dutzende von Metern in die Luft geschleudert wurden und der massive Fels buchstäblich vor seinen Augen zerbröselte.

Er wandte sich Bowers zu, der drei Meter vor ihm am Rand der Sicherheitszone stand, und reckte fröhlich den Daumen nach oben.

Aber irgendetwas stimmte nicht; Bowers lächelte nicht. Stattdessen wirkte er alarmiert, verwirrt und sogar erschrocken.

Dann drehte er sich ganz zu Burnett und dem Rest der Gruppe um. "Zurück!", brüllte er aus vollem Hals gegen das Poltern der Steine an. "Es bricht ein!"

Burnett hatte nur Sekunden, um zu überlegen, was sein Freund meinte. Der Fels sollte doch brechen, oder? Aber dann sah er, was der Sprengstoffexperte sagen wollte: Die Überreste des riesigen Granitbrockens versanken in dem rasch aufreißenden Boden, und Millionen Tonnen von Sand rutschten auf den durch die Sprengung entstandenen gewaltigen Krater zu.

Burnett sah, wie Bowers die Beine unter dem Körper weggerissen wurden und er unentrinnbar in den gierigen Schlund gezogen wurde, der sich mitten im Tal aufgetan hatte. Instinktiv bewegte er sich vorwärts, um seinem Freund zu helfen, doch dann spürte er, wie der Boden unter seinen Füßen erneut bebte und blieb wie angewurzelt stehen. Er konnte seine Beine nicht gebrauchen, die durch den Schock wie zu Stein erstarrt waren; und d

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