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Orte der Finsternis Roman von Airth, Rennie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.05.2015
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Orte der Finsternis

'Ein fantastischer Thriller voller Details aus den Dreißigerjahren.' The Guardian

Surrey, Sommer 1932. Wie Vorboten kommender Schrecken liegen Gewitterwolken über der ländlichen Idylle, als die kleine Alice Bridger spurlos verschwindet. Auch John Madden, ehemals Inspector bei Scotland Yard, schaltet sich in die Suche ein und findet schließlich die grausam zugerichtete Leiche des Mädchens. Bei ihrem Anblick ahnt Madden, dass der Täter nicht zum ersten Mal gemordet hat - und nicht zum letzten Mal. Eine Befürchtung, die sich auf schockierende Weise bestätigt ...

Rennie Airth wurde in Südafrika geboren und arbeitete einige Zeit als Auslandskorrespondent für Reuters. Er hatte in England bereits zwei Romane veröffentlicht, bevor ihm mit "Nacht ohne Gesicht", dem Auftakt der Serie um den Ermittler John Madden, der internationale Durchbruch gelang.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 06.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641152239
    Verlag: Goldmann
    Größe: 2015 kBytes
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Orte der Finsternis

1

Es war reiner Zufall, der die Maddens an jenem Tag nach Brookham führte.

Sie waren für eine Verabredung zum Mittagessen nach Reigate gefahren und wären unter normalen Umständen geradewegs auf der Hauptstraße nach Guildford zurückgekehrt. Das schöne Wetter aber hatte sie dazu verleitet, ihre Fahrt zu unterbrechen, um einen schmalen Reitweg zu erklimmen, der die steilen Hänge des Colley Hill zum Plateau der North Downs hinaufführte.

Diesen Spaziergang hatten sie bereits viele Male unternommen - der Ausblick vom Kamm war zurecht berühmt -, und über eine Stunde lang waren sie Arm in Arm durch den spätsommerlichen Sonnenschein geschlendert, waren hier und dort stehen geblieben, um den Blick über die südenglische Landschaft schweifen zu lassen, die sich unter ihnen wie ein Flickenteppich aus Feldern und Hecken und Wäldern bis zum fernen Horizont erstreckte.

Es war ein friedvolles Land in jenem Jahr, 1932.

Als sie schließlich zu ihrem Wagen zurückkamen, war es bereits später Nachmittag, und sie mussten feststellen, dass die Hauptstraße von schleichenden Sonntagsfahrern verstopft war. Daraufhin hatten sie beschlossen, einen Umweg zu nehmen und über die ruhigeren Nebenstrecken nach Hause zurückzukehren.

Madden hatte während der Fahrt den immer dunkler werdenden Himmel im Auge behalten. Im Westen hatte sich bereits seit einiger Zeit eine Wolkenbank zusammengezogen. Die Ernte war zwar vorbei und das Heu eingefahren, ein Hagelsturm aber würde einen verlustreichen Schaden auf den noch heranreifenden Gemüsefeldern anrichten.

Er schaute so konzentriert durch die Windschutzscheibe nach vorn, dass er möglicherweise an der Reihe von Cottages vorbeigefahren wäre, ohne irgendetwas zu bemerken, hätte Helen ihn nicht am Arm gefasst.

"John! Schau nur ..."

Sie fuhren durch ein kleines Dorf namens Brookham, noch immer einige Meilen von ihrem Zuhause entfernt. Eine Gruppe von Männern hatte sich vor einem der Cottages versammelt. Einige waren im Garten, andere standen vor dem Zaun. Über der ganzen Szene lag eine Atmosphäre erwartungsvoller Spannung.

Madden hielt den Wagen an.

"Was da wohl los ist?" Helen war Ärztin, und ihr erster Gedanke war, dass möglicherweise ihre Dienste benötigt würden.

Madden antwortete nicht. Die Szene weckte Erinnerungen. Sie war ihm auf grausame Art vertraut, wenngleich er seit vielen Jahren nicht mehr mit einer solchen Situation konfrontiert worden war.

In diesem Moment ging die Tür des Cottage auf, und ein Police Constable trat aus dem Haus. Hoch gewachsen, noch dazu mit seinem Helm auf dem Kopf, überragte er die Männer vor ihm.

"Gütiger Himmel!", entfuhr es Helen verblüfft. "Das ist Will !"

Will Stackpole war der Dorfpolizist von Highfield, dem Ort, in dem sie lebten.

"Was in aller Welt macht er denn hier?"

Madden war nicht bereit, eine Vermutung zu äußern, daher schüttelte er nur schweigend den Kopf.

Dennoch überkam ihn bereits eine dunkle Vorahnung.

Der Name des Kindes war Alice, erzählte Will ihnen. Alice Bridger. Sie und eine Freundin hatten sich kurz vor Mittag auf den Weg zu dem nur rund eine Meile entfernten Nachbardorf Craydon gemacht und waren dabei dem Fußweg entlang der Landstraße gefolgt, die die beiden Ortschaften miteinander verband.

"Sie wollten dort bei einer Freundin zu Mittag essen und anschließend zu dritt zu einer Geburtstagsfeier gehen."

Der Constable hatte Madden und Helen erspäht, als sie aus ihrem Wagen stiegen. Augenblicklich ließ er die Gruppe von Männern stehen und überquerte die Straße. In seiner Miene war deutlich Besorgnis zu erkennen, und er machte kein Hehl aus seiner Erleichterung, sie zu sehen.

Wie sich die Sache darstellte, hatten Alice, die vor kurzem zwölf geworden war, und ihre Freundin, ein Mädchen namens Sally Drake, gerade einmal die Hälfte des Wegs zur

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