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Ostseejagd Pia Korittkis zwölfter Fall. Kriminalroman von Almstädt, Eva (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Ostseejagd

'Lieber Jäger, lass mich leben, will dir meine Schwester geben...'

In einem Badeort an der Ostsee entdeckt ein Hotelbesitzer am Strand eine Leiche. Das Gesicht der Toten ist unkenntlich, niemand scheint sie zu vermissen. Kurz darauf stolpert eine Jägerin im Wald über ein menschliches Skelett. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Toten? Und welche Rolle spielen die zwei Schwestern, die mit einem Kind zurückgezogen auf einem Bauernhof leben?

Pia Korittki, die in Lübeck von einem Stalker bedroht wird, übernimmt den Fall und zieht vorübergehend an den Ort der Ermittlungen, um aus der 'Schusslinie' zu sein. Eine Entscheidung, die sich als folgenschwer erweist...

Ein neuer Fall für Kommissarin Pia Korittki - Der zwölfte Band der erfolgreichen Ostseekrimi-Reihe von Bestsellerautorin Eva Almstädt!

Eva Almstädt absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Ihr erster Roman Kalter Grund wurde zum Auftakt der erfolgreichen Serie um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki. Die Autorin lebt mit Mann und zwei Kindern in Schleswig-Holstein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 398
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732539529
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Pia Korittki Bd.12
    Größe: 1482 kBytes
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Ostseejagd

1. Kapitel

Die Morgenluft war feucht und überraschend kalt und vertrieb den letzten Rest von Müdigkeit und Bettschwere. Den Widerwillen gegen das, was er tun musste, beseitigte sie nicht. Robert Jensen zog den Reißverschluss seiner Laufjacke über dem runden Bauch nach oben und die Strickmütze tiefer in die Stirn. Die Nebeneingangstür des Hotels hatte er sacht hinter sich ins Schloss gezogen. Seine Frau Stine und seine Tochter Jessika waren schon aufgestanden, aber er wollte nicht riskieren, ihre zurzeit einzigen Gäste, zwei ältere Paare aus Wuppertal, zu wecken. Sie waren in den Appartements im Seitenflügel untergebracht. Wahrscheinlich konnten sie ihn sowieso nicht hören, doch das ständige Rücksichtnehmen war ihm schon in Fleisch und Blut übergegangen. Einer der Gäste hatte verkündet, morgens Vögel beobachten zu wollen, und sich als wahre Morgenlerche gepriesen. Er musste zusehen, dass er dem hier draußen nicht schon über den Weg lief. Jespers Holzbank nahm Jensen nur aus dem Augenwinkel wahr und vermied es wie immer, richtig hinzusehen. Stattdessen fiel ihm auf der Terrasse das leere Bierglas auf, das ein Gast auf der Balustrade hatte stehen lassen.

Er stieg die Außentreppe hinunter und folgte dem Plattenweg zur Uferstraße. Jensen überquerte die Straße und die Grünfläche mit dem Kinderspielplatz, um zum Strand zu gelangen. Das Gras war noch klatschnass vom Tau. Er kreuzte die um diese Uhrzeit menschenleere Strandpromenade und stapfte durch den weichen Sand in Richtung Wasser. Eine Möwe segelte über ihn hinweg und schrie heiser. Jensen atmete tief durch.

Vor ihm lag die bleigraue Ostsee, über die sich ein weiter anthrazitfarbener Himmel spannte. Er konnte die Horizontlinie schon ganz schwach vor sich ausmachen. Der Strand schimmerte feucht, ein Schwanenpaar schaukelte auf dem Wasser. Es dämmerte bereits.

Doch Jensen hatte keinen Sinn für die Schönheit des Morgens, wenn er trainieren musste. Er wandte sich nach rechts, ging in strammem Tempo am Wassersaum entlang, wo der Sand fest, aber nicht zu nass für seine neuen, lächerlich teuren Sportschuhe war. Die Muschelschalen zwischen dem angeschwemmten Seetang knirschten unter seinen Schritten. Er atmete den Geruch von Meer, verrottenden Algen und Fisch ein. Sein Arzt hatte ihm zu regelmäßiger Bewegung geraten, wenn er seinen sechzigsten Geburtstag noch gesund erleben wollte. Er hasste den Mann.

Nach ein paar Minuten tauchte rechter Hand das Hotel Baltic Pride auf, dessen geschwungene Fassade mit den ausgedehnten Fensterflächen er während des Frühsports ebenso sehr hasste wie seinen Hausarzt. Die Fünf-Sterne-Herberge hatte im letzten Jahr neu eröffnet. Bekannte hatten ihm gesteckt, dass die Geschäftsführung neuerdings einen renommierten Koch aus Hamburg engagiert hatte. Verdammt wollte er sein, wenn er sich von dem ausstechen ließ.

Jensen beschleunigte seine Schritte, sodass er zu schnaufen begann. Er würde wie immer bis hinter den Jachthafen gehen, doch heute erschien ihm seine übliche Tour anstrengender als sonst. Unter der dünnen Trainingsjacke brach ihm der Schweiß aus.

Am Hafen verließ er den weichen Sand und ging auf dem Pflaster und dann dem geschwungenen Holzsteg weiter. Hinter dem Hafenbecken wurde der Geruch nach Fisch und Algen wieder intensiver. Vor ihm lag nun der unbewachte Strandabschnitt mit der Steilküste. Hierhin verirrten sich hauptsächlich Naturliebhaber, Wanderer und im Hochsommer FKK-Anhänger. Rechts befanden sich auf einem gepflasterten Areal mehrere Grills und ein Holzhaus für die Touristen. Dahinter stieg das Gelände zum Steilufer hin an, durchsetzt mit Büschen und anderem Grünzeug. Jensen blieb stehen und lauschte. Es war windstill und die Ostsee so ruhig wie ein Tümpel. Keine Menschenseele weit und breit, nicht einmal der Vogelfreund aus seinem Hotel war zu sehen. Und das war auch besser so.

Er stieg den beschwerlichen Pfad vom Strand zum Steilufer hinauf, der im Dämmerlic

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