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Parceval - Seine Jagd beginnt Thriller von Landow, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 17.12.2018 per Download lieferbar

Online verfügbar

Parceval - Seine Jagd beginnt

Ein Mann will Rache - und er wird sie bekommen!
Ralf Parceval sitzt lebenslänglich ein. Er hat fünfzehn Menschenleben auf dem Gewissen. Nach deutscher Rechtsauffassung ist er ein Mörder. Nach seiner eigenen Rechtsauffassung ist er ein Versager. Denn er hat die falschen Männer erwischt.
In Berlin wird die Tochter eines reichen Unternehmers entführt. Der Täter wird bei der Geldübergabe geschnappt, doch die Polizei bekommt kein Wort aus ihm heraus. Die Zeit für das Mädchen wird knapp, und der Chef der Berliner Kripo greift zu verzweifelten Mitteln: Er holt Ralf Parceval aus dem Knast ...

Chris Landow ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Bestsellerautors, dessen Romane sich über eine Million mal verkauft haben und in ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden. "Parceval - Seine Jagd beginnt" ist der Auftakt seiner Thrillerreihe um Ex-Bundespolizist Ralf Parceval.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 17.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641218744
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Ralf Parceval .1
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Parceval - Seine Jagd beginnt

2

Emir Yaviz, geprüfter Meister für Schutz und Sicherheit ( IHK ) und Angestellter der P.S.B. GmbH (das P.S.B. stand für Protection Services Berlin), seufzte. Irgendwann war es einfach nicht mehr lustig, an einen PKW heranzutreten, der nachts auf dem menschenleeren Busparkplatz des Flughafens Berlin Brandenburg stand, beschlagene Scheiben hatte und rhythmisch schaukelte. Irgendwann war es auch nicht mehr lustig, an die Seitenscheiben zu klopfen und mit der Taschenlampe ins Innere des Wagens zu leuchten und dort live eine Szene aus einem Amateurporno zu sehen, die Augen überrascht aufgerissen und mit erschrockenen Gesichtern.

Unter den Kollegen, die hier Streife gingen, hatte der Name "Verkehrsflughafen" mittlerweile eine ganz eigene Bedeutung.

Der Wagen, den sie heute hier etwas abseits der beleuchteten Zufahrtsrampe kontrollierten, war ein stiller, dunkler Schatten mit geschwungenen, großzügigen Formen.

" BMW 750Li xDrive", sagte Maik Wenzke. Er war heute Nacht Emirs Begleiter im Streifendienst. "Hatten wir noch nicht, eh? Sonst sind's immer nur kleine Kisten. Wieso hat 'n Typ, der so 'ne Karre fährt, kein' Platz daheim, um seine Schlampe dort zu vögeln?"

"Weil da die Alte auf ihn wartet", knurrte Emir.

"Ey, echt, Mann", sagte Maik. "Gleich komm' mir die Tränen."

Emir betrachtete den Wagen. Irgendetwas stimmte nicht, aber er hätte den Grund für sein komisches Gefühl nicht benennen können. Wahrscheinlich war es tatsächlich der Umstand, dass auch er keinen Wagen dieser Klasse hier erwartet hätte. Die bisherigen Schäferstündchen, denen sie ein Ende gesetzt hatten, hatten in deutlich billigeren fahrbaren Untersätzen stattgefunden.

"Bist du dir sicher wegen der Marke?", fragte er Maik. "Auf die Entfernung? Man sieht doch kaum was."

" BMW 750Li xDrive", wiederholte Maik. "Mann, ich kenn mich aus, ja?"

Der einsame Wagen war von dunkler Farbe, so viel ließ sich feststellen. Ein paar Chromteile glitzerten. Er stand in seiner eigenen schwarzen Schattenpfütze, als würde er sich an den Boden schmiegen.

"Was machen wir?", fragte Maik.

"Wir gehen hin und sagen ihnen, sie sollen woanders weiterpoppen", seufzte Emir.

"Mann, eigentlich hätten wir in fünf Minuten Schichtende!"

"Dann überziehen wir eben 'ne Viertelstunde."

"Wer zahlt mir das, eh? Zahlst du mir das? Wer zahlt dir das, Mann?"

Emir Yaviz zögerte. Die eigentliche Frage war: Warum sich die ganze Arbeit machen? Man musste das Kennzeichen notieren, sich entweder blöd anreden oder bedrohen lassen, in der Schichtstube musste man ein Formular ausfüllen, und was passierte dann? Nichts. Ein Haufen Arbeit für nichts. Nicht, dass Emir es sich gewünscht hätte, dass den Leuten irgendwelche Schwierigkeiten entstanden. Hey, er hatte schließlich auch schon im Auto rumgevögelt!

Er zögerte aber auch, weil er immer noch das Gefühl hatte, irgendetwas stimmte nicht. Es war nicht der Umstand, dass der Wagen ganz still stand. Es gab einen Haufen Dinge, die man miteinander anstellen konnte auf dem Rücksitz so einer Limousine, ohne sich heftig bewegen zu müssen.

Er schüttelte den Kopf und versuchte, das Gefühl abzuschütteln. "Wir haben die Karre nicht gesehen", beschloss er dann. "Die sind erst hierhergekommen, nachdem wir schon vorbei waren."

"Sag ich doch", bekräftigte Maik.

Sie wandten sich ab und stapften ein paar Schritte weiter. Dann drehte Emir sich doch noch mal zu dem Wagen um und blieb stehen. Er fingerte nervös an seiner Taschenlampe herum. Je länger er das Fahrzeug betrachtete, desto unnatürlicher schien es ihm. Zuerst war es nur ein Gefühl gewesen, das man hatte, wenn man etwas aus dem Augenwinkel wahrnahm. Etwas war unstimmig, eine so nebensächliche Kleinigkeit, dass man sie übersah, wenn man direkt hinblickte, weil der Mensch, wenn er etwas aus dem Augenwinkel betrachtete, es nicht nur mit d

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