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Plan Zero Thriller von Berry, Steve (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 20.08.2018 per Download lieferbar

Online verfügbar

Plan Zero

Was passiert, wenn der zukünftige Präsident und sein Stellvertreter sterben, bevor sie den Amtseid ablegen können?
Nachdem sein Flugzeug über Sibirien abgeschossen wurde, wird Cotton Malone von Aleksandr Zorin, einem immer noch überzeugten Soviet, gefangen genommen. Malone erfährt, dass Zorin plant, den zukünftigen US-Präsidenten und seinen Stellvertreter bei der Vereidigung zu ermorden und so die USA ins Chaos zu stürzen. Seine Waffe ist mächtig, ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg und von vielen bisher für einen Mythos gehalten. Malone muss ihn aufhalten - sein Wettlauf gegen die Zeit führt ihn von den eisigen Weiten Sibiriens direkt ins Weiße Haus.

Steve Berry war viele Jahre als erfolgreicher Anwalt tätig, bevor er seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte. Mit jedem seiner hoch spannenden Thriller stürmt er in den USA die Spitzenplätze der Bestsellerlisten und begeistert Leser weltweit. Steve Berry lebt mit seiner Frau in St. Augustine, Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641228217
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Cotton Malone .11
    Originaltitel: The 14th Colony (Cotton Malone 11)
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Plan Zero

1

Baikalsee, Sibirien

Freitag, 18. Januar

15 Uhr

Bittere Erfahrungen hatten Cotton Malone gelehrt, dass totale Abgeschiedenheit normalerweise Ärger ankündigte.

Und der heutige Tag bildete da keine Ausnahme.

Er flog eine 180-Grad-Schleife, damit er noch einmal hinuntersehen konnte, bevor er landete. Die blasse messingfarbene Sonne stand tief im Westen. Der Baikalsee lag unter einer winterlichen Eisschicht, dick genug, um darauf fahren zu können. Er hatte bereits Lkw ausgemacht, Autobusse und Pkw, die in alle möglichen Richtungen über die milchig-weißen Bruchkanten fuhren, und deren Reifenspuren diese vergänglichen Schnellstraßen anzeigten. Andere Autos parkten um Angellöcher herum. Er erinnerte sich aus dem Geschichtsunterricht daran, dass man im frühen 20. Jahrhundert Eisenbahnschienen über das Eis gelegt hatte, um während des Russisch-Japanischen Krieges Nachschub in den Osten zu transportieren.

Allein durch seine Zahlen wirkte der See fantastisch. Er wurde von einem uralten kontinentalen Grabenbruch gebildet, der dreißig Millionen Jahre alt war. Er galt als der älteste See der Welt und enthielt ein Fünftel des gesamten Süßwasservorrats weltweit. Dreihundert Flüsse speisten ihn, doch es gab nur einen einzigen Abfluss. Der See war fast 100 Meilen lang, bis zu fünfzig Meilen breit und erreichte eine Tiefe von bis zu 1600 Metern. Das Ufer hatte eine Länge von über 1200 Meilen, und dreißig Inseln verteilten sich auf der kristallklaren Oberfläche. Auf Landkarten sah der See in Südsibirien wie ein halbmondförmiger Bogen aus, er lag 2000 Meilen westlich vom Pazifik und 3200 Meilen östlich von Moskau, in dem großen, menschenleeren Gebiet Russlands nahe der Grenze zur Mongolei. Man hatte ihn zum Weltnaturerbe erklärt. Auch darüber dachte Malone nach, weil das normalerweise ebenfalls mit Ärger verbunden war.

Der Winter hatte Land und Wasser fest im Griff. Die Temperatur stagnierte um minus achtzehn Grad Celsius, überall lag Schnee, doch glücklicherweise fiel gerade keiner. Mit einem kurzen Zug am Steuerknüppel ging er auf eine Höhe von 700 Fuß. Die Kabinenheizung blies warme Luft auf seine Füße. Das Flugzeug stammte von einem kleinen Flugfeld außerhalb von Irkutsk und war ihm von den russischen Luftstreitkräften zur Verfügung gestellt worden. Weshalb es zu dieser intensiven russisch-amerikanischen Kooperation kam, wusste er nicht, doch Stephanie Nelle hatte ihm befohlen, sich das zunutze zu machen. Normalerweise wurden für eine Einreise nach Russland Visa benötigt. Während seiner Zeit als Agent beim Magellan Billet hatte er oft falsche Visa verwendet. Auch der Zoll hätte Probleme machen können, doch diesmal gab es überhaupt keinen Papierkram, und kein Behördenvertreter hatte ihm die Einreise erschwert. Stattdessen war er mit einem russischen Sukhoi/ HAL -Kampfflugzeug der neuen Zweisitzer-Ausführung ins Land geflogen. Sein Ziel war ein Luftwaffenstützpunkt nördlich von Irkutsk gewesen, wo fünfundzwanzig Tupolew Tu-22M-Mittelstreckenbomber aufgereiht am Rollfeld standen. Ein Ilyushin-II-78-Tankflugzeug hatte während seines langen Fluges das Nachtanken ermöglicht. Am Luftwaffenstützpunkt hatte ein Helikopter gewartet, der ihn weiter nach Süden brachte, wo dieses Flugzeug für ihn bereitstand.

Die An-2 war eine einmotorige Doppeldeckermaschine mit einem abgeschlossenen Cockpit und einer Fahrgastkabine, in der zwölf Passagiere Platz hatten. Wegen des Vierblattpropellers rüttelte der dünne Aluminiumrumpf unablässig, als er sich in unruhigem Flug durch die eiskalte Luft schraubte. Er wusste nur wenig über dieses sowjetische Arbeitspferd aus dem Zweiten Weltkrieg, das langsam und ruhig flog und dabei kaum Steuerungskorrekturen erforderte. Diese Maschine war mit Kufen ausgestattet, die es ihm ermöglicht hatten, von einer verschneiten Bahn aus zu starten.

Er flog die Kurve aus und änderte dann den Kurs nach Richtung Nordosten, über dicht bewachsene W

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