text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Provenzalische Verwicklungen Ein Fall für Pierre Durand von Bonnet, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.03.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Provenzalische Verwicklungen

Ein atmosphärischer Frankreich-Krimi Sainte-Valérie, ein idyllisches Dorf in der Provence inmitten von Weinbergen und Olivenhainen. Der ehemalige Pariser Kommissar Pierre Durand würde den Spätsommer in seiner Wahlheimat genießen, wenn ihn nicht gerade seine Freundin verlassen hätte. Doch auch mit der Ruhe ist es plötzlich vorbei: Der Dorfcasanova wird ermordet in einem Weintank aufgefunden - daran geheftet ein Rezept für Coq au vin. War es ein makabrer Racheakt eines gehörnten Ehemanns? Die Dorfbewohner halten fest zusammen. Und schon bald ahnt Pierre, dass sich hinter der schönen Fassade Sainte-Valéries ganze Abgründe auftun ... Sophie Bonnet ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihrem Frankreich-Krimi "Provenzalische Verwicklungen" begann sie eine Reihe, in die sie sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Mit Erfolg: Der Roman begeisterte Leser wie Presse auf Anhieb und stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso wie die darauffolgenden Romane um den liebenswerten provenzalischen Ermittler Pierre Durand. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 17.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641130619
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Pierre Durand Bd.1
    Größe: 2328 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Provenzalische Verwicklungen

1

"Noch einen Pastis?"

Pierre Durand sah unwillig auf, nickte und blickte zum elften Mal an diesem Abend auf sein Handy, ob nicht doch eine SMS oder eine Mail eingetroffen war. Aber außer einer Werbung für Potenzmittel war nichts gekommen.

Merde! Sie machte es ihm aber auch nicht leicht.

Er nahm das Glas mit dem Pastis entgegen und den Krug, den Philippe, Besitzer der Bar du Sud , ihm über den Tresen schob, und goss ein wenig Wasser auf den Anisschnaps, als das Handy klingelte. Vor Schreck füllte er zu viel ins Glas, und es schwappte über, doch bevor er sich über das Malheur ärgern konnte, griff er nach dem Telefon und riss es an sein Ohr.

"Celestine?"

"Hallo, Pierre, gut, dass ich dich erreiche", antwortete eine männliche Stimme. "Ich habe gerade einen Anruf von einer Frau bekommen, die behauptet, ihr Freund sei verschwunden."

Es war Luc Chevallier, sein Assistent, übereifrig wie immer.

"Herrje, hat das denn nicht bis morgen Zeit?", sagte Pierre schärfer als gewollt. "Ich habe Feierabend."

"Na ja, ich habe sie nicht beruhigen können, und jetzt steht sie hier ..."

Im Hintergrund schluchzte jemand auf. Pierre rollte mit den Augen.

"Verdammt, Luc, du wirst doch wohl in der Lage sein, eine weinende Frau zu beruhigen?"

"Ja, aber ..." Ein lautes Kreischen erklang. Der Telefonhörer wurde zugehalten, man hörte eindringliches Reden, dann raschelte es. "Bitte", flüsterte Luc nun. "Sie will hierbleiben, bis wir etwas unternehmen."

"Ist ein Mord geschehen?"

"Nein."

"Ein Überfall, ein anderes Verbrechen?"

"Nein. Das heißt, vielleicht. Zumindest behauptet sie es."

"Dann geh der Sache nach."

Luc seufzte hörbar. "Wie stellst du dir das vor? Ihr Freund ist ein stadtbekannter Casanova. Er hat sie versetzt, und ich kann mir schon denken, was er jetzt gerade treibt. Ein Protokoll habe ich bereits geschrieben und ihr gesagt, dass viele Vermisste noch nach Tagen auftauchen und sie übermorgen wiederkommen soll. Was soll ich denn noch tun? Diese Frau steht hier und droht die Wache zusammenzuschreien."

"Na und? Ist ohnehin niemand außer dir dort."

"Pierre!" Jetzt klang er wirklich verzweifelt. "Du weißt, ich kann mit hysterischen Frauen nicht gut umgehen."

"Ruf Celestine an."

"Hab ich schon versucht. Sie geht nicht ran."

Klar, sie glaubt ja auch, dass ich sie anrufe, wenn sie die Nummer der Polizeiwache sieht, dachte Pierre und registrierte, dass es ihn mehr traf, als er es sich eingestehen wollte. "Ach, was weiß denn ich", rief er laut aus. "Mit Frauen kann ich genauso wenig umgehen wie du, denk dir halt was aus." Damit beendete er das Gespräch und schaltete das Handy aus. Sollten ihn doch alle mal am Allerwertesten ...

"Ärger?" Philippe beugte sich über den Tresen und stellte ihm ungefragt einen neuen Pastis hin, dann wischte er mit einem Lappen, von dem Pierre nicht wissen wollte, was er noch so alles aufgesogen hatte, das Wasser vom Holz.

"Nicht mehr als sonst auch", war die karge Antwort.

Nein, Pierre wollte nicht über den gestrigen Abend nachdenken. Weder über den Streit noch über Celestine. Sie würde sich schon melden, wenn sie sich beruhigt hatte. Und Luc ...

Er leerte sein Glas mit einem Zug, warf ein paar Münzen auf den Tresen und verließ die Bar.

Luc war ein einfältiger Kerl. Fast dreißi

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen