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Pyjamamord Halls und Bruckners dritter Fall von Börgdahl, Ole R. (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Pyjamamord

Es sind drei Schaufensterpuppen, die auf Autobahnparkplätzen in der Nähe Hamburgs gefunden wurden. Alle sind mit einem Pyjama bekleidet. Blut, menschliche Haut, Verwesung! Es riecht nach Tod! Riecht es auch nach Mord? Puppenmord! Alles schon dagewesen? Kriminaloberkommissar Kurt Bruckner denkt aber, dass es sich nicht um einen Scherz handelt. Er legt die Fakten dem ehemaligen US-Profiler Tillman Halls vor. Bruckner und Halls dritter Fall! Ein Täter, der sich nicht zeigt, eine Spurensuche, die weit in die Vergangenheit reicht. Ole Roelof Börgdahl wurde am 23.05.1971 in Skellefteå, Schweden, geboren. Er wuchs in Skellefteå, Malmö und Lübeck auf. Das Lesen ist für Ole R. Börgdahl ein wichtiges Element des Schreibens. 'Ich habe keine Lieblingsbücher, ich kann aber Bücher nennen, die mich beeindruckt haben. Hierzu gehört der Zyklus Rougon-Macquart von Émile Zola und Suite Francaise von Irène Némirovsky. Bei Zola gefällt mir die reiche Sprache, bei Suite Francaise hat mich das Schicksal von Irène Némirovsky bewegt.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 242
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847638162
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 704 kBytes
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Pyjamamord

Mittwoch, 3. April 2013

Bruckner konnte es nicht gefallen, dass unsere Angelegenheit in Sachen Leserbrief so lange dauerte. Ich wollte meinen journalistischen Erguss natürlich so gut wie möglich machen. Ich schrieb den Text vor, kam aber erst am Wochenende dazu, ihn druckreif fertigzustellen. Ich wollte schließlich nicht, dass die Redaktion von Hamburg Direkt meinen Kommentar ablehnte. Bruckner hatte bis Freitag mehrere Male versucht, mich am Telefon zu erreichen. Am Wochenende ließ er mich aber in Ruhe und gleich am Sonntagnachmittag konnte ich ihm den Text mailen. Er hatte keine Einwende, keine Verbesserungen, er wollte nur, dass das Ding, wie er es bezeichnete, so schnell wie möglich raus ging. Ich wählte natürlich den Postweg, gab den Brief noch am Abend beim Hauptpostamt am Bahnhof ab. Ich konnte natürlich keine Expresszustellung daraus machen, das wäre zu auffällig gewesen. Dann hatte ich doch nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde.

Bruckner war es wieder, der mir eine Mail schickte. Im Anhang befand sich der Link auf die Website von Hamburg Direkt. Bruckner hatte mit seinem Smartphone auch ein Foto von der betreffenden Zeitungsseite geschossen. Die Redaktion hatte meinen Leserbrief tatsächlich gedruckt. Wenn Bruckner mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, wäre mir allerdings entgangen, dass der Text gekürzt wurde. Ich verglich ihn mit meiner Version. Die Änderungen waren aber nicht sehr gravierend. Obwohl ich bei der Postzustellung meinen vollen Namen angegeben hatte, war die Redaktion meinem Wunsch gefolgt und hatte nur das Kürzel TH unter den Leserbrief gesetzt. Hier schien Bruckners Revolverblatt durchaus seriös zu sein.

In den folgenden Tagen kümmerte ich mich nicht mehr um das, was in Hamburg Direkt erschien, denn ich ahnte schon, dass Bruckner ein wachsames Auge auf alles haben würde. Ich hatte allerdings nicht mit seiner Ungeduld gerechnet. Wieder ein paar Tage später saß ich morgens in meinem Büro, als mein Mobile klingelte. Ich hörte es erst nicht, weil ich es in meiner Jacke hatte stecken lassen. Ich schaffte es gerade noch zum Garderobenschrank.

Bruckners Stimme klang verärgert. "Mein Gott, ich dachte schon, Sie hätten sich heute einen freien Tag genommen."

"Habe ich aber nicht. Sind Sie das, Bruckner?"

"Ja, Entschuldigung! Hier spricht Kriminaloberkommissar Kurt Bruckner, Kriminaloberkommissar auf Eis. Ist das so in Ordnung?"

"Ja, ja, jetzt kommen Sie mal wieder runter", forderte ich ihn auf. "Gab es eine Antwort?"

"Gab es eine Frage", rief Bruckner trotzig.

"Ich meine den Leserbrief, oder warum rufen Sie an?"

"Ach so, das meinen Sie mit Antwort, Antwort auf den Leserbrief." Es entstand eine kurze Pause. Bruckner holte tief Luft. "Warum wissen Sie das denn nicht selbst?"

"Es reicht doch, dass Sie es herausfinden. Das nenne ich Arbeitsteilung. Ich habe den Leserbrief geschrieben, Sie haben die Zeitung im Blick."

Dann hörte ich einige Sekunden lang gar nichts mehr. Bruckner musste den Hörer mit der Hand abgedeckt haben, denn auch das leise Stimmengewirr im Hintergrund war verstummt.

"Hallo, sind Sie noch da?" Keine Reaktion. Ich wartete. "Hallo!" Dann hallte es und Bruckner meldete sich wieder.

"Entschuldigung, ich musste mir mal eben eine ruhige Ecke suchen."

"Wieso, wo sind Sie denn?", fragte ich etwas irritiert.

"Wo soll ich denn wohl sein, im Büro natürlich. Ich habe Ihnen doch erklärt, dass ich zur Zeit Schreibtischtäter bin."

"Aber Sie waren eben nicht in Ihrem eigenen Büro, oder?"

"Ich hab' gar kein eigenes Büro mehr, das heißt, ich hab' mein Altes noch, aber dort sitzt vorübergehend ein anderer Kollege."

"Sie sind aber weiterhin bei der Polizei, oder hat man Sie suspendiert?"

"Was soll das, was denken Sie denn über mich? Suspendiert!"

Bruckner klang sichtlich empört. Es lag aber etw

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