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Rache der Orphans Agenten-Thriller von Hurwitz, Gregg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Rache der Orphans

Als "Nowhere Man" wird Evan Smoak von Verbrechern auf der ganzen Welt gefürchtet; für die, die ihn jagen, ist er "Orphan X", ein abtrünniger Regierungskiller mit eigenem Moralkodex. Um seine früheren Taten zu sühnen, nutzt er seine Fähigkeiten nun, um den Verzweifelten zu helfen. Doch Evan wird von seinen ehemaligen Auftraggebern gejagt. Da er bislang immer entkommen konnte, fordern sie ihn nun heraus: Sie attackieren den Menschen, der Evan am meisten bedeutet. Und ihr Plan scheint aufzugehen - denn Evan geht zum Gegenangriff über und schreibt dafür sein geheiligtes 4. Gebot um: Diesmal ist es persönlich.

"Atemberaubend, löst ein rasantes Kopfkino aus."
Magazin Köllefornia

"Waffenfähiges Thrillermaterial eines modernen Meisters."
The Guardian?? ??

"Eine großartige Fortsetzung. So gut Orphan X auch war, Projekt Orphan ist noch besser."
Associated Press über Projekt Orphan?

Gregg Hurwitz schreibt neben Thrillern Drehbücher für die großen Hollywood-Studios sowie Comicbücher für so prestigeträchtige Verlage wie Marvel (Wolverine, Punisher) und DC (u.a. Batman). Mit seinen Büchern hat er den Weg auf die New York Times-Bestsellerliste gefunden und seine 15 Thriller sind mittlerweile in 22 Sprachen übersetzt worden. Die Filmrechte an Orphan X konnte Gregg bereits vor Veröffentlichung an Warner Bros. verkaufen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 01.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677806
    Verlag: HarperCollins
    Serie: Evan Smoak Bd.3
    Originaltitel: Hellbent
    Größe: 1041 kBytes
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Rache der Orphans

1. NIE VORSICHTIG GENUG

Das RoamZone ans Ohr gepresst, trat Evan rasch durch die Tür seiner Penthousewohnung im Apartmenthochhaus Castle Heights. Das Handy mit dem Gehäuse aus gehärtetem Gummi und dem Display aus Gorilla Glass war so widerstandsfähig wie ein Hockeypuck und im Prinzip nicht zurückzuverfolgen. Jeder Anruf auf 1-855-2-NOWHERE wurde digitalisiert und über ein Labyrinth von verschlüsselten VPN-Tunneln über das Internet verschickt. Erst nachdem er per Software von Vermittlungsstelle zu Vermittlungsstelle einmal rund um den Globus geleitet worden war, kam er auf dem RoamZone an.

Evan meldete sich immer mit demselben Satz.

Brauchen Sie meine Hilfe?

Aber diesmal kannte er zum allerersten Mal die Stimme am anderen Ende.

Jack Johns.

Mit zwölf Jahren hatte Jack ihn gezielt aus der Vergessenheit eines Kinderheims herausgeholt und in ein streng geheimes Programm des Verteidigungsministeriums aufgenommen, das offiziell gar nicht existierte und komplett abgestritten werden konnte. Jack hatte aus Evan Orphan X gemacht, einen Agenten, dessen man sich jederzeit wieder entledigen konnte und der dorthin ging, wo die US-Regierung offiziell nicht sein durfte, und das tat, was sie offiziell nicht tun durfte. Und während der gesamten Zeit, die Jack ihn zum Killer ausgebildet hatte, hatte er darum gekämpft, dass Evan seine Menschlichkeit behielt.

Der einzige Vater, den er jemals hatte, rief jetzt diese Nummer an, eine Nummer, die normalerweise nur Menschen anriefen, die um ihr Leben fürchteten. Und Evans Frage - Brauchen Sie meine Hilfe? - hatte er mit einem einzigen Wort beantwortet.

Ja.

Evan und Jack hatten festgelegte Regeln für die Kontaktaufnahme: unter keinen Umständen so wie jetzt.

Dass Jack diese Nummer anrief, bedeutete, er befand sich in einer Lage, die andere vermutlich als ausweglos bezeichnen würden.

Alles, was Evan bislang gehört hatte, war dieses eine Wort. Das Rauschen in der Leitung war zum Verrücktwerden, die Verbindung wurde immer wieder unterbrochen.

Er umklammerte das Telefon so fest, dass es wehtat. "Jack? Jack? Jack! "

Vor acht Jahren war Evan beim Orphan-Programm ausgestiegen. Zu der Zeit war er dessen bester Agent gewesen. Aufgrund seines hochbrisanten Geheimwissens, der Morde, die er verübt, und der Spezialfähigkeiten, die er sich im Laufe seiner Ausbildung angeeignet hatte, war beschlossen worden, dass er nicht am Leben bleiben durfte. Der gnadenloseste Orphan, Charles Van Sciver, hatte die Leitung des Programms übernommen und war fest entschlossen, Evan aufzuspüren und zu vernichten.

Spurlos zu verschwinden war leichter, wenn man ohnehin nicht existierte. Das Orphan-Programm war hinter so vielen Geheimhaltungsmaßnamen verborgen, dass nur die unmittelbaren Betreuer wussten, wer die Orphans waren. Sie warteten in separaten Silos wie Marschflugkörper auf ihren verschlüsselten Einsatzbefehl, wodurch die glaubhafte Bestreitbarkeit auf jeder Ebene der Hierarchie gewahrt blieb. Doppelblind-Vorschriften garantierten, dass der höherrangige Führungsstab häufig noch nicht einmal den Aufenthaltsort der Betreuer kannte.

Also war Evan einfach von der Bildfläche verschwunden und hatte nur seinen Decknamen beibehalten, den er sich im Zuge seines Agentendaseins verdient hatte, ein Name, den man sich in den Hinterzimmern sämtlicher Geheimdienstorganisationen der Welt ehrfürchtig zuflüsterte.

Der Nowhere Man.

Jetzt half er den Verzweifelten, denjenigen, die keinen Ausweg mehr wussten. Menschen, denen von brutalen Verbrechern ohne jedes Schuldgefühl großes Leid zugefügt wurde.

Seine Klienten wählten 1-855-2-NOWHERE. Sofortige Problemlösung garantiert.

Sauber. Effektiv. Unpersönlich.

Bis zu diesem Moment.

Evans angespannte Schritte hallten durch das 650 m² große Penthouse. Die stahlgraue, offen gestaltete Wohnfläc

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