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Sühneopfer Thriller von Laws, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 21.12.2018 per Download lieferbar

Online verfügbar

Sühneopfer

Matt Hunter hat seinen Glauben schon lange verloren. Als Ex-Pastor berät er die Polizei bei religiös motivierten Verbrechen. Als seine Frau, eine Architektin, eine alte Kirche in Oxfordshire restaurieren soll, nutzt Matt dies für eine Auszeit. Doch das Dorfidyll zerrt bald an seinen Nerven. Und der charismatische Pastor der Gemeinde stellt sich als alter Studienkollege heraus. Dann verschwinden mehrere Frauen spurlos, und Matt ahnt, dass hinter der frommen Fassade etwas abgrundtief Böses lauert ...

Peter Laws ist ein britischer Autor, Journalist und Filmkritiker. Er ist zudem ein ordinierter Pastor mit einer Vorliebe für das Makabre. Auf YouTube betreibt er einen Kanal, auf dem er sich mit Horrorfilmen befasst. Sühneopfer, der erste Fall des ehemaligen Pastors Matt Hunter, ist sein Debütroman. Peter Laws ist verheiratet und Vater zweier Kinder, um die er sich tagsüber kümmert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 525
    Erscheinungsdatum: 21.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732560967
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Purged
    Größe: 2051 kBytes
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Sühneopfer

2. Kapitel

Professor Matt Hunter hatte so etwas noch nie zuvor gesehen: Ein großer Abschnitt der Oxford Street war menschenleer. Es war Sonntag und ein so heißer Sommertag, dass die Leute ihre Jacken mit lässiger Unbekümmertheit daheim ließen. Und so sonnig, dass man auf dem Weg zur Arbeit Callipo-Eis lutschen, auf dem Bürgersteig einherschreiten und es einfach nur genießen wollte, draußen zu sein. Doch hier vor ihm lag die Straße, und sie sah total verlassen aus. Es war seltsam und irgendwie cool zugleich. Als wäre er im Begriff, mit seinem Kleinwagen durch die Auftaktszene eines Zombiefilms zu fahren.

Ein Polizist, den er kannte, lungerte vor einem Starbucks-Laden neben einer Plastikabsperrung herum. Als er Matts Auto sah, kam Leben in ihn, und er zerrte das Hindernis beiseite.

"Sie können durch, Professor."

Matt streckte den Kopf zum Fenster hinaus und trat auf die Bremse. "Wohin muss ich fahren ... Craig - so heißen Sie doch, nicht wahr?"

"Sie sind ein Gedächtniskünstler!", erwiderte der Polizist beeindruckt. "Ja, ich bin Craig Mills."

"Nun ...?"

"Oh. Fahren Sie zur Nudelbar, die erste rechts." Er wies mit dem Finger auf eine Seitenstraße ein Stück weit entfernt. "Es ist wirklich nicht zu übersehen."

"Da ist keine Bombe oder so, oder?"

"Das hat man zuerst angenommen, aber es hat sich herausgestellt, dass es keine ist. Was gut ist. Deshalb hat man Sie hergerufen. Es geht um etwas, das in Ihren Bereich fällt." Er blickte hinab auf Matts Kleidung. "Übrigens, tolles Outfit, wie ich finde."

Matt versuchte, zu lachen. "Nun, immerhin einer."

Die Bürgersteige waren leer. Die Türen der Ladengeschäfte standen offen, und Autos parkten am Straßenrand, in denen niemand zu sehen war. Die einzigen Gesichter, die er erblicken konnte, waren diejenigen von Schaufensterpuppen, die sich in kecken, für den Rücken jedoch recht ungesunden Posen zeigten. Sie wirkten depressiv und verstört, wohl wegen des Kleidungsstils dieser Saison. Er verstand das gut.

Als er in die erste Nebenstraße auf der rechten Seite einbog, war es tatsächlich nicht zu übersehen. Drei Streifenwagen hatte man so geparkt, dass sie einen kleinen Bogen bildeten, und um sie herum stand eine Gruppe von Polizisten. Sie alle starrten zu einer Nudelbar, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite war und den Namen Shangri-La! trug. Entsprechend einem großen Schild war dies ein Lokal: Wo sich der Osten mit dem Besten trifft! Niedlich.

Matt warf einen letzten Blick in den Rückspiegel, um sein Spiegelbild zu betrachten. Er beugte sich näher heran, sah seine Halsbekleidung und stöhnte. Es war genau die Art von Geräusch, die er als Teenager an den Tagen gemacht hatte, wenn er mit einem apokalyptischen Akne-Ausbruch in die Schule gehen musste.

Köpfe wandten sich ihm zu, und Augen wurden aufgerissen, als er aus dem Wagen stieg. Er kannte nur einen der Polizisten, und zwar den hoch aufgeschossenen Schlaks. Der Mann glotzte Matt an und stieß einem Kollegen den Ellbogen in die Seite. Dann wies er mit einem Nicken auf Matts Hose und Hemd, die beide schwarz waren, registrierte den weißen Priesterkragen und versuchte, ein Kichern zu unterdrücken. In einem fluoreszierenden Mankini hätte sich Matt weniger auffällig gefühlt. Er trat heran und blickte dabei hinüber zum Nudel-Restaurant.

Er nahm an, dass er mit flüsternder Stimme sprechen sollte, und so fragte er leise: "Wo ist Sergeant Forbes?"

Umgehend öffnete sich eine Autotür, und Detective Sergeant Larry Forbes wuchtete seinen gewichtigen Körper aus dem Wagen, der dabei ins Wackeln geriet. Er hielt ein Mobiltelefon an sein Ohr, doch er beendete sofort das Gespräch, ohne sich zu verabschieden, und eilte herüber. Er schlug eine verschwitzte Hand in Matts.

"Hören Sie zu, Partner. Danke, dass Sie hergekommen sind, und es tut mir leid, dass wir Sie in Ihrem Urlaub angeruf

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