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Sagenreich Palzkis zwölfter Fall von Schneider, Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Sagenreich

Gibt es den Schatz der Nibelungen tats"chlich? W"hrend der Festspiele in Worms wird eine Komparsin erstochen. Hat der Mord etwas mit dem wiederentdeckten Originaltext des Nibelungenliedes zu tun? K"nnte dieser zum Schatz f hren? Zum sagenumwobenen Gold der Nibelungen? Weitere Bluttaten folgen und f r Hauptkommissar Reiner Palzki beginnt eine gef"hrliche Jagd zwischen Sage und Realit"t. Harald Schneider, 1962 in Speyer geboren, wohnt in Schifferstadt und arbeitet in einem Medienkonzern als Betriebswirt. Seine Schriftstellerkarriere begann w"hrend des Studiums mit Kurzkrimis f r die Regenbogenpresse. Der Vater von vier Kindern ver"ffentlichte mehrere Kinderbuchserien. Seit 2008 hat er in der Metropolregion Rhein-Neckar-Pfalz den skurrilen Kommissar Reiner Palzki etabliert, der neben seinem mittlerweile zw"lften Fall ¯Sagenreich® in zahlreichen Ratekrimis in der Tageszeitung Rheinpfalz und verschiedenen Kundenmagazinen ermittelt. 2013 wurde mit den Kindern von Reiner Palzki mit ¯Die Palzki-Kids in groáer Gefahr® eine eigene interaktive Kinderbuchreihe etabliert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 342
    Erscheinungsdatum: 01.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839247488
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 3624 kBytes
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Sagenreich

Kapitel 2
Die Nibelungenfestspiele in Worms

Nach einer halben Stunde erreichten wir ohne nennenswerte Ereignisse Worms.

Da wir sehr früh waren, hielt sich der Festivalverkehr in Grenzen. KPD steuerte zielsicher einen VIP-Parkplatz an, der sich in unmittelbarer Nähe des Doms befand.

"Ich habe mir extra einen Busparkplatz reservieren lassen, damit der hochglanzpolierte Lack nicht beschädigt wird."

Einparkprobleme waren damit weitgehend ausgeschlossen.

Es war einige Jahre her, seit ich das letzte Mal in Worms war. Zumindest an den Dom konnte ich mich erinnern, den gab es damals bereits. KPD zeigte neben den Dom.

"Auf der anderen Seite hat man das Freilichttheater im Heylshofpark aufgebaut. Ich bin jedes Jahr ergriffen, wenn ich darin Platz nehme. Natürlich immer auf den besten Rängen", fügte er angeberisch hinzu. "Lassen Sie uns zunächst eine Kleinigkeit essen. Ich habe uns einen Tisch bei Essen im Park reservieren lassen."

Diese Pein war mir bekannt. KPD hatte es mir während der Woche angedroht.

"Ich und meine Frau haben Sie deswegen so früh abgeholt, weil wir vorher auf dem Parkgelände dinieren wollen. Dies ist ein idealer Treffpunkt, um wichtige Personen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Am liebsten wäre mir, wenn Sie sich in dieser Zeit etwas zurückhalten, Sie reagieren ja öfters mal zu impulsiv." Während ich eine ärgerliche Miene aufzog, legte er eins drauf. "Ich habe selbstverständlich auf Sie Rücksicht genommen und nur Speisen vorbestellt, die man mit normalem Besteck zu sich nehmen kann. Ich will mich schließlich nicht in der Öffentlichkeit blamieren."

Das Essen, oder Dinner, wie KPD sich ausgedrückt hatte, machte keinen Spaß. Mir nicht, weil es bloß undefinierbares Zeug gab, uns allen nicht, weil mein Chef ständig von seinem Stuhl aufsprang und abartig laut irgendwelche mir unbekannten Vielleicht-Promis begrüßte. Seine Frau, die ihren Mann zur Genüge kannte, aß in sich gekehrt den nicht gerade üppig gefüllten Teller leer. Stefanie machte mir sogar ein Kompliment. "Da bin ich richtig froh, dass ich dich geheiratet habe und nicht einen Promi, wie es mir meine Mutter immer geraten hat."

Ich revanchierte mich und flüsterte ihr zu: "Und ich bin froh, dass ich dich geheiratet habe und nicht solch ein Duckmäuschen wie Frau Diefenbach."

Ja, auch ich konnte manchmal den richtigen Ton treffen, ohne in ein Fettnäpfchen zu treten. Stefanie strahlte mich an. Ich gab einen kleinen Scherz als Zugabe. "Obwohl so ein Schweigegelübde bei Frauen gar nicht so verkehrt ist." Ihr fiel der Kinnladen hinunter und ich ergänzte schnell: "Das sollte nur ein Witz sein! Natürlich sollen Frauen reden dürfen, wenn sie etwas gefragt werden." Ich grinste breit in der Hoffnung, dass Stefanie es tatsächlich als Witz auffasste. Irgendwo hatte ich mal den dummschlauen Spruch gelesen: "Kommunikation ist generell ein einziges Missverständnis" oder jedenfalls so ungefähr.

"Bei dir weiß man nie", antwortete Stefanie. "Seit wann isst du Bratheringe?" Sie zeigte auf meinen Teller.

"Was? Das sind Bratheringe?" Übelkeit stieg in mir hoch. Bratheringe waren mir genauso zuwider wie Rosenkohl und Rote Bete. Ich stand auf, um zur Toilette zu rennen.

"War nur ein Witz", sagte Stefanie. "Auch ich kann auf deine Art lustig sein."

"Das war nicht lustig", meuterte ich, während ich mich wieder setzte. Im gleichen Moment klopfte mir jemand mit voller Wucht auf den Rücken. Der letzte Bissen Brathering, oder was immer es war, flog zum Nachbartisch.

"Herr Palzki", flötete KPD, "stehen Sie mal auf. Ich muss Ihnen Frau Fou vorstellen."

Ich sah eine komplett in Lila gekleidete Frau. Vermutlich sollte es ein Kleid sein, für eine weniger modeaffine Person wie mich sah es aus, als hätte sie sich in eine 50 Meter lange Stoffbahn eingewickelt. "Das ist mein Untergebener Reiner Palzki, der mir bei den Ermittlung

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