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Sauerkrautkoma Der fünfte Fall für den Eberhofer Ein Provinzkrimi von Falk, Rita (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.11.2014
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Sauerkrautkoma

??... schon wieder top.?? Bunte Weil sich der Eberhofer in Niederkaltenkirchen bei der Verbrechensbekämpfung so verdient gemacht hat, wird er in die bayerische Metropole des Verbrechens versetzt. Gut nur, dass die Oma ihn mit Care-Paketen versorgt. Doch kaum hat der Franz den Sessel im Präsidium angewärmt, da geht's auch schon los mit der großstädtischen Kriminalität. Als nämlich der Papa zum ersten Mal im Admiral daherkommt, wird ihm sogleich der Wagen geklaut. Der taucht zwar bald wieder auf, doch damit fängt der Stress erst richtig an: Im Kofferraum befindet sich die Leiche einer jungen serbischen Frau. Offenbar erwürgt. Die Spuren führen den Franz in eine ihm völlig fremde Welt: nach Grünwald. Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt in Bayern, ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet. Mit ihren Provinzkrimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer und ihren Romanen 'Hannes' und 'Funkenflieger' hat sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben - weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Höchst erfolgreiche Kino-Verfilmung der Eberhofer-Serie mit Sebastian Bezzl und Simon Schwarz in den Hauptrollen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 21.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423420792
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: dtv Unterhaltung Bd.5
    Größe: 2971 kBytes
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Sauerkrautkoma

Kapitel 1

"Wie, München?", frag ich jetzt erst mal.

"Ja, München halt. Was verstehen S' jetzt da nicht, Eberhofer?", sagt der Bürgermeister, ohne sich umzudrehen. Er steht am Rathausfenster und schaut in unseren wunderbaren Hof hinaus.

"Einiges", sag ich. "Das Wort ›Zwangsbeförderung‹ zum Beispiel. Und das Wort ›Versetzung‹ versteh ich auch nicht. Am wenigsten versteh ich das Wort ›München‹, Bürgermeister. Warum soll ich weg von Niederkaltenkirchen? Die haben doch bestimmt genug Beamte dort in München, die auf die Münchener aufpassen können, oder?"

"Herrschaft, Eberhofer! Die Anordnung kommt von ganz oben, kapiert? Und wenn wir einmal ehrlich sind, dann haben die doch seinerzeit diesen Posten hier bei uns im Rathaus eigentlich nur für Sie erfunden, Mensch. Was wär denn sonst aus Ihnen geworden - nach Ihren delikaten Verfehlungen damals, Eberhofer. Hä? Aber jetzt stehen die Dinge ja anders. Komplett anders, würd ich mal sagen. Sie haben ja direkt eine Karriere gemacht, eine ganz erstklassige, hähä. Und drum haben die vom Präsidium halt gemeint, dass man einen so dermaßen engagierten Polizeibeamten, der quasi jedes Jahr einen verzwickten Mordfall aufklärt, dass man den doch nicht so einfach in der Provinz versauern lassen kann, oder? Nein, der muss raus in die Welt, direkt ins Zentrum des Verbrechens sozusagen. Um dieses dann gleich im Keim zu ersticken, gell."

"Soso, ins Zentrum des Verbrechens also. Ja, und wer bitte schön passt dann auf unsere Niederkaltenkirchner auf, wenn die Frage gestattet ist?"

"Hähä, die Niederkaltenkirchner halt. Ja, mei, Eberhofer, das ist so eine Sache, gell. Die vom Präsidium, also die haben gemeint, ein ganzer Polizeibeamter, der wär für ein Kaff, wie wir es sind, ohnehin zu viel. Weil, wenn wir einmal ehrlich sind, so arg viel passiert ja auch wirklich nicht hier."

"Sieben Morde, eine Amoklage, eine Geiselnahme, ein entflohener Psychopath, das Köpfl vom Höpfl, die Sache mit dem Barschl und dem Hirschfänger ..."

"Schluss jetzt, Eberhofer. Ich hab die Regeln nicht gemacht. Anordnung von ganz oben, wie gesagt. Außerdem, schauen S' her, hier sind die Unterlagen, da hat Sie der Polizeipsychologe - Wie heißt der gleich noch? - wissen S' schon, der, der Sie seinerzeit für plemplem erklärt hat, ja, der hat Sie praktisch vollkommen rehabilitiert. Da, schauen S' selber", sagt er weiter und drückt mir einen Ordner in die Hand.

"Der Spechtl?"

"Genau! Der Dr. Dr. Spechtl. Und was machen S' eigentlich für ein Gestell? Freuen sollten Sie sich. Es ist eine Ehre, was Ihnen da widerfährt, und jeder andere Kollege würde stolz und dankbar sein, Menschenskinder. München! Weltstadt mit Herz", sagt der Bürgermeister ganz versonnen, und dann ist er still. Ich hock auf seinem Schreibtisch, die Arme ein bisschen bockig verschränkt, und schau ihn eine Weile abwartend an. Aber nix. Scheinbar fällt ihm jetzt vor lauter Stolz und Dankbarkeit auch nichts mehr ein.

Plötzlich fliegt die Tür auf, und die Oma stürmt rein.

"Gott sei Dank, da bist du ja, Bub", schreit sie und saust direkt auf mich zu. "Servus, Bürgermeister!"

"Grüß Sie Gott, Frau Eberhofer", sagt der Bürgermeister und gibt ihr artig die Hand.

"Was machst denn du da, Oma?", frag ich und zuck dabei mit den Schultern, um rein optisch ihr akustisches Defizit auszugleichen.

"Mei, Franz, es ist was Furchtbares passiert. Wirklich ganz furchtbar"

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