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Schwarze Schmetterlinge: Ein Fall für Maria Wern - Band 4 von Jansson, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2018
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Schwarze Schmetterlinge: Ein Fall für Maria Wern - Band 4

Im Kopf der Täterin: Psychologische Abgründe im schwedischen Kriminalroman 'Schwarze Schmetterlinge' von Anna Jansson - jetzt als eBook bei dotbooks. Ist der Tod das Beste, was einem Menschen widerfahren kann? Seit ihrer Kindheit ist Pyret fasziniert vom Feuer: Wie es in der Dunkelheit strahlt, wie es lodert, wie es diejenigen straft, die Schuld auf sich geladen haben ... Rätselhafte Brände versetzen die schwedische Stadt Örebro in Angst und Schrecken. Wer ist der Feuerteufel - und was hat es mit den Tarotkarten auf sich, die im Zusammenhang mit den Anschlägen auftauchen? Inspektor Per Arvidsson sucht unter Hochdruck nach weiteren Hinweisen. Besteht eine Verbindung zum Mord an einer Frau im weit entfernten Kronköping, deren Kleider verbrannt wurden? Per zögert, dieser Spur zu folgen: Die dort ermittelnde Kommissarin ist Anna Wern, die er mehr als jede andere Frau geliebt hat - und vor der er davongelaufen ist ... Fesselnde Lektüre für anspruchsvolle Leser: 'Ein psychologisch gekonnt erzählter Krimi, made in Skandinavien.' Hallo-Buch.de Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Schwarze Schmetterlinge' von Anna Jansson, der vierte Fall für Maria Wern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Anna Jansson, geboren 1958 auf Gotland, ist gelernte Krankenschwester und begann 1997, Kriminalromane, Sach- und Kinderbücher zu schreiben. Zahlreiche ihrer Krimis um die Kommissarin Maria Wern wurden verfilmt und in Deutschland unter dem Serientitel 'Maria Wern, Kripo Gotland' ausgestrahlt. Anna Jansson lebt mit ihrer Familie in Örebo. Die Autorin im Internet (Website in schwedischer Sprache): www.thriller.nu Bei dotbooks ermittelt Maria Wern in folgenden Kriminalromanen: 'Und die Götter schweigen', 'Totenwache', 'Tod im Jungfernturm', 'Schwarze Schmetterlinge', 'Das Geheimnis der toten Vögel'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 377
    Erscheinungsdatum: 01.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961481477
    Verlag: dotbooks
    Originaltitel: Svart fjäril
    Größe: 1102 kBytes
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Schwarze Schmetterlinge: Ein Fall für Maria Wern - Band 4

Kapitel 1

Der Spätsommer lag wie ein wehmütiger Schatten über dem Fischerdorf der Kindheit. Die wachsamen Halme des Schilfröhrichts fingen das Geflüster des Meeres auf. Die uralten Steine in der Mauer, die die kleine Steinkirche umgab, murmelten leise von einer längst vergangenen Zeit. Von der Zeit, bevor der Mensch auf die Erde trat und als das Weltall noch eine Einheit war. Vor dem Urknall, der Explosion, als das ganze Wissen und die ganze Weisheit in alle Winde verstreut wurden.

Fast dreißig Jahre waren vergangen, und doch war nichts vergessen oder vergeben. Die Erde, das Meer, die Luft und das Feuer waren ihre ewigen Zeugen. Die Realität und die veränderlichen Erinnerungsbilder der Phantasie - sie bildeten die Wahrheit, die ihr weiteres Leben formen und lenken würde. Umgeben von den Düften der Kindheit wurde aus der erwachsenen Frau wieder ein mageres sechsjähriges Mädchen.

Pyret zog den Reißverschluss ihrer Jacke hoch. Lauschte dem Wind, während sie eine Möwe beobachtete, die auf die glühende Sonne zuflog, ohne sich die Flügel zu versengen. Vielleicht war sie besonders geschickt und traute sich, mit dem Feuer zu spielen. Genau wie Ikarus mit seinen Wachsflügeln. Die zerrissene Stofftasche mit dem Bild von Ikarus hatte Mama auf Kreta gekauft. Pyret hatte sie mit fünf Reißzwecken über ihrem Bett befestigt, zwischen den Zeitungsausschnitten.

Die sanfte Kuhle im Sand schützte sie vor dem kalten Wind, der vom Meer heraufzog. Die Geschichte, der sie lauschte, handelte von der Prinzessin, die sich selbst in Stein verwandeln konnte. Eine unsichtbare Königstochter. Verborgen zwischen Tausenden von Steinen am Meeresstrand. Sie war zu Stein geworden, um keine Schmerzen zu empfinden, wenn Menschenfüße über ihre graue Haut trampelten. Im Sommer war sie heiß von der Sonne, im Winter weiß vom Frost. Der weiche Kern in ihrem Inneren jedoch war unerreichbar. Die Strandastern steckten ihre Köpfe zusammen und wisperten von dem König, der kommen würde, um sein Kind zu suchen. Sie erzählten sich, wie er auf der Suche nach der Prinzessin sei, die seinerzeit von den bösen Trollen gegen einen schmutzigen Wechselbalg namens Pyret ausgetauscht worden war.

Mama saß auf der karierten Decke und summte vor sich hin. Der kleine Bruder schlief, in eine Decke eingehüllt, auf dem Rücken. Der Schnuller war ihm aus dem Mund geglitten, und er schnarchte ein wenig. Mama berührte mit ihrem Zeigefinger seine Wange, und tief unten in Pyrets Bauch erwachte das Monster mit seiner schuppigen Haut. Es drehte sich einmal um sich selbst, eher es wieder Ruhe gab. Sie hatte diesen Schreihals noch nie leiden mögen. Er war die reinste Plage. Wenn er kackte, dann quoll ihm eine widerliche hellgrüne Soße aus der Hose. Dann schrie er, sodass sein Gesicht ganz rot und schrumpelig wurde. Todsicher war auch er ein Wechselbalg, ein Trollkind. Oder aber ein Außerirdischer.

Weiter unten am Wasser war der Sand feucht und leicht zu formen. Jemand hatte dort einen Eimer vergessen. Ohne Mama aus dem Blick zu verlieren, füllte sie ihn mit Sand und häufte drei Eimer voll zu einem Turm auf, den sie mit einer Mauer umgab. Dann grub sie einen Wallgraben, der nach und nach mit Salzwasser gefüllt wurde.

Mama saß auf der Decke, wo sie auch hingehörte. Wenn man sie nicht im Blick behielt, konnte sie leicht verschwinden. Wenn man sie nicht beaufsichtigte, würde womöglich auch sie gegen eine Trollmutter ausgewechselt werden.

"Willst du einen Keks?" Mamas Stimme kam aus dem einen Mundwinkel, auf der anderen Seite wippte der Zigarettenstummel. Die Glut hinterließ einen langen Aschepfeiler, der auf den geblümten Rock und den fusseligen Acrylpullover fiel. Mama streckte Pyret die Kekspackung hin. "Du kannst alle haben, die noch drin sind.

Pyret quetschte sich die Kekse in den Mund, alle drei auf einmal.

"Guck mal, Mama, ich habe einen riesigen Sandturm gebaut. Mit Muschelfenstern. Im Turm sitzt eine Prinzessin. Der

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