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Schwarzwälder Kirschmorde Schwarzwaldkrimi von Fallert, Jana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2019
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Schwarzwälder Kirschmorde

Mord? Aber bitte mit Sahne! Isabella hat genug von der Großstadt! Da erfährt sie, dass das alte Café ihrer verstorbenen Großmutter im Schwarzwald zum Verkauf steht. Ein Wink des Schicksals! Isabellas neuer Lebensplan: Omas legendäre Schwarzwälder Kirschtorte wieder unter die Leute bringen. Doch wie sich herausstellt, starb einst eine Frau nach dem Genuss ebendieser Kirschtorte - vergiftet! War Oma eine Giftmischerin? Isabella muss das Rätsel um die tödliche Torte lösen, wenn ihr Neustart im ländlichen Zapfbach gelingen soll. Da kommt es bei der Eröffnung des Cafés zur Katastrophe ... Wie gut, dass Isabellas Kindheitsfreund, der charmante Bäcker Florian, ihr zur Seite steht! Macht Appetit auf mehr: Der erste Fall für Zuckerbäckerin Isabella! eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung! Jana Fallert hat mehrere Jahre im Schwarzwald gelebt. Für das Konditorenhandwerk begeisterte sie ihr Vater, der Bäcker war. Neben dem Schreiben von Romanen hat sie noch einen Brotberuf - als Marketing-Expertin für Bäckereien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 301
    Erscheinungsdatum: 31.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732568901
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 2874 kBytes
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Schwarzwälder Kirschmorde

KAPITEL 1

Diese Frau würde ihr noch Ärger bescheren, so viel stand fest. Doch davon versuchte sie sich nicht entmutigen zu lassen.

Schließlich war es ein wunderschöner Frühlingstag, beinahe perfekt - wenn bloß ihre Mutter ihn mit ihrer Anwesenheit nicht vermasselt hätte.

Isabella saß auf einem unbequemen Stuhl an einem viel zu kleinen runden Tisch und betrachtete gedankenverloren die schwarze Flüssigkeit in ihrer geradezu winzigen Tasse, die sie sich aus dem nicht viel größeren Kännchen eingegossen hatte. Draußen gab es eben nur Kännchen.

Die Stühle waren eine Zumutung, der Kaffee lausig und die Bedienung ruppig. Aber es war Mutters Lieblings-Café.

"Die machen hier wirklich den besten Frankfurter Kranz", begeisterte sie sich mit vollem Mund, kurz nachdem sie sich eine übervolle Gabel in den selbigen geschoben hatte.

Isabella zuckte schicksalsergeben mit den Schultern. Sie machte sich nichts aus Buttercreme. Die Biskuitrolle, die sie sich bestellt hatte, war zwar nicht gekauft, entsprach aber auch nicht dem, was sich frisch zubereitet schimpfen durfte. Vermutlich war sie vom vorherigen Tag und hatte ihre besten Zeiten damit längst hinter sich.

Wie passend, dachte sie und konnte es kaum erwarten, endlich all dies hinter sich zu lassen. Denn alles hatte seine Zeit, nicht nur die Biskuitrolle.

Tatsächlich fühlte sich jedoch alles weniger nach Aufbruchs- als nach Endzeitstimmung an. Sie konnte es drehen und wenden, wie sie wollte: Ihr Leben lag in Trümmern, sie blickte auf einen Scherbenhaufen. Fünfzehn Jahre ihres jungen Lebens hatte sie dieser Bank geschenkt. Und der Dank war die sofortige Aufhebung des Arbeitsvertrages. Bloß weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war.

Zumindest hatte sie sich ihre Kündigung ordentlich bezahlen lassen. Eigentlich hätte sie sich freuen sollen. Wenn sie es richtig angestellt und das Geld entsprechend angelegt hätte - wie sie es schließlich gelernt hatte, hätte sie die nächsten Jahre keinen Finger mehr rühren müssen. Aber genau das hatte sie nicht getan.

Wozu auch? Sie war zweiunddreißig. Im besten Karrierealter. Vielleicht nicht für Frauen, die einmal Kinder in die Welt setzen wollten - was sie eigentlich wollte. Aber sie hatte sowieso nicht die leiseste Vorstellung davon, mit wem.

Da sie ein zweijähriges Wettbewerbsverbot unterzeichnet hatte, blieben andere Banken und Geldinstitute für sie tabu. Dabei hatte sie ihren Job immer gemocht. Nicht weil er ihre Erfüllung gewesen war. Aber sie war gut darin. Und wenn man in etwas gut ist, kommt der Spaß daran ganz von allein. Das hatte ihre Mutter ihr stets mit auf den Weg gegeben. Neben unzähligen anderen Lebensweisheiten, die nur aus Abreißkalendern stammen konnten.

Ihre Mutter. Renate, wie sie sie ausschließlich nannte.

Isabella blickte von ihrem Puppengeschirr auf und sah in das zwanzig Jahre ältere Abbild ihrer eigenen Augen. Tiefblau und umrahmt von schwarzen Wimpern. Unglaublich, wie ähnlich sie sich sahen. Mit Schrecken erkannte Isabella, dass sie mit den Jahren immer mehr zu ihrer Mutter wurde. Nur optisch. Zum Glück! Dennoch war es immer wieder aufs Neue ein Schock, auf sein Jahrzehnte älteres Ebenbild zu blicken. Der lange Hals mit den hervorstehenden Schlüsselbeinen. Die dunklen Augenränder - die eines Waschbären. Die dünnen Falten um die Mundwinkel. Unweigerlich würde sie in einigen Jahren ebenso aussehen wie ihre Mutter, wie Renate. Zumindest hatte diese eine ansehnliche Figur beibehalten und war nicht aus dem Leim gegangen, was ziemlich sicher an ihrem Beruf als Tanzlehrerin lag und nicht einer ausgeprägten Ernährungsdisziplin. Denn Renate liebte Schokolade und hatte überhaupt kein Problem damit, abends vor dem Schlafengehen eine ganze Tafel zu verputzen. Aber Isabella hoffte, es waren vielleicht auch die guten Gene, die ihrer Mutter zu dieser Figur verholfen hatten.

"An was denkst du?"

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