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Shylock Holmes - Sein großer Fall von Cordemann, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Shylock Holmes - Sein großer Fall

Krimis für die Bühne, Band 3 Dies ist NICHT Sherlock Holmes, auch nicht verwandt oder verschwägert, sondern eine Figur, die ähnlich heißt und auf der Bühne Kriminalfälle mit viel Dialog löst... und es soll auch nicht die Figur von Sir Arthur Conan Doyle sein! Denn mit einem Namen wie Shylock Holmes kann man eigentlich nur Detektiv sein, der im Theater Fälle löst... oder umgekehrt. Dieser dritte Band der Reihe bietet ebenfalls drei Stücke mit dem Bühnendetektiv: von einer Verwechslung in der Kirche über einen Wettlauf mit der Zeit, bis eine Hinrichtung stattfindet bis hin zur teuren Fernsehproduktion, keine Fall-Höhe ist dem Detektiv zu hoch. Wer schnelle Dialoge und einen cleveren Ermittler mag, der sollte hier auf seine Kosten kommen. Und wer seine Krimis gerne mal in Form eines Theaterstückes lesen möchte, auch.

Martin Cordemann alias PeeWee wurde 2005 für den Niederrheinischen Kabarettpreis Das schwarze Schaf nominiert. Er spielte seine Kabarettprogramme Halb Fiction und Ganz dünnes Eis u.a. im Severins-Burg-Theater, bei dem er 2011 kurzfristig stellvertretender Leiter wurde. Dort fand außerdem die Uraufführung seiner Komödie Alles Liebe oder nicht? mit ihm in einer der Hauptrollen statt. Zum Kabarett kehrte er 2012 mit dem Sketch-Kabarett Bitte belüg mich! zurück. Gemeinsam mit Angela Krüll schrieb er den Text des Liedes In Kölle verliebt für die Kölner Gruppe Klüngelköpp. Darüber hinaus ist Cordemann Autor des Köln-Comics Die DomSpitzen (KonturBlau Verlag) und des München-Comics Bruder Thadeus: Das Münchner Kindl (Ehapa), die beide von Ralf Paul gezeichnet wurden. Eine Sammlung mit absurden Texten liegt in dem Buch Dada op Kölsch vor, das im Regionalia-Verlag erschienen ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 156
    Erscheinungsdatum: 02.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743195011
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 679kBytes
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Shylock Holmes - Sein großer Fall

ERSTER AKT

Erste Szene

Eine Kirche/Kapelle. WATTSEN und SHYLOCK kommen zu spät. Sie sind festlich gekleidet. Vor der Kirche stehen weitere, festlich gekleidete Menschen. Guter Laune sprechen die beiden die Leute an.

WATTSEN: (zu Shylock) Versuch dich diesmal zu benehmen, Shylock.

SHYLOCK: Ich benehm mich doch immer.

WATTSEN: Sei freundlich, fröhlich, das ist ein positiver, glücklicher Anlass, verstanden?

SHYLOCK: Ja, Dr. Wattsen. Hallo. Schöner Tag heute, was?

Man sieht ihn eher gedrückt an.

WATTSEN: Hat noch nicht angefangen, oder? Wir haben die Einladung erst sehr spät bekommen.

BLOCK: Einladung?

SHYLOCK: Ja. War für uns ein bisschen eine Überraschung.

WATTSEN: Ein echter Schock.

BLOCK: Das war es für uns alle.

SHYLOCK: Kann ich mir vorstellen. Braut oder Bräutigam?

BLOCK: Bräutigam.

SHYLOCK: Aha. Klasse. Aber mal ehrlich, ich finde, das hat er verdient, oder?

BLOCK: Bitte?

SHYLOCK: Das heute. Ich meine, wenn einer das verdient hat, dann ja wohl er!

Block sieht ihn fassungslos an.

Wattsen wendet sich an eine der Frauen.

WATTSEN: Und Sie? Braut oder Bräutigam?

MUTTER: Bräutigam.

WATTSEN: Familie?

MUTTER: Ja. Seine Mutter.

WATTSEN: Sie müssen so glücklich sein.

MUTTER: Glücklich?

WATTSEN: Na, so was wünscht sich doch jede Mutter für ihren Sohn.

MUTTER: Ich verstehe nicht ganz.

WATTSEN: Sie sollten sich freuen. Ich meine, da hätte ihm doch wohl weit schlimmeres passieren können, oder?

MUTTER: Noch schlimmer?

WATTSEN: Aber sicher.

MUTTER: Aber ich... er... (fängt an zu weinen)

WATTSEN: Man muss auch mal loslassen können. Auch als Mutter.

Shylock sieht Block an.

SHYLOCK: Tja, man kann ihn nur beneiden, oder? Was für ein Glückspilz!

BLOCK: Glückspilz?

SHYLOCK: Ja, ich meine, er hatte doch wohl wirklich Glück - sonst wäre er nicht da, wo er heute ist!

Wattsen sieht Anna Sigrist an.

WATTSEN: Irgendwie ist es ja schade um ihn.

SIGRIST: Schade?

WATTSEN: Ja. Ich meine für die Frauenwelt.

SIGRIST: Nicht nur dafür.

WATTSEN: Oh. Ist er auch... hat er auch... also auch Männer. Tja, das wusste ich nicht.

Shylock nickt Miriam Kemper zu. Er überlegt und versucht dann mal einen neuen Ansatz.

SHYLOCK: Also, unter uns, sie... ist wirklich ein Miststück, oder?

KEMPER: Und was für eins.

Sie sieht in Richtung Sigrist.

SHYLOCK: (freut sich, dass er den Nerv getroffen hat) Die hat hier nicht viele Freunde, oder?

KEMPER: Gar keine. Dass die sich überhaupt hierher traut.

SHYLOCK: Naja, ohne wär's schwierig, oder? Aber ganz ehrlich: Wie konnte es nur so weit kommen?

KEMPER: Er soll angeblich betrunken gewesen sein, und dann... ist es passiert. Aber das glaub ich nicht.

SHYLOCK: Unglaublich. Tut ihm so was an und dann... die hat ihn echt überfahren, was?

Kemper wendet sich weinend ab.

Shylock sieht ihr mit Unverständnis (Häh???) im Blick nach.

Wattsen sieht, was Shylock angerichtet hat und klopft Kemper ermunternd auf die Schulter.

WATTSEN: Ich hätte ja auch mal beinahe was mit ihm gehabt. Also, natürlich vor dieser Geschichte. Ich meine, jetzt, nein, so was tut man einfach nicht, so knackig er auch noch aussehen mag. Sowas gehört sich einfach nicht.

Kemper sieht sie bestürzt an.

WATTSEN: Keine Sorge, für mich ist er gestorben!

Kemper läuft weinend davon.

Shylock lächelt Mutter Bräutigam zu.

SHYLOCK: Sie sind wohl froh, dass es Sie nicht erwischt hat. (deutet auf die Kirche)

MUTTER: Das bin ich auch. (schluchzt)

SHYLOCK: Ach, so schlimm ist das nicht. (lächelt) Und wer weiß, vielleicht sind Sie ja die nächste?!

Mutter Brä

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